#168 Identität, Wandel & Neuanfang. Mit Arne Friedrich
Shownotes
Was bleibt, wenn sich alles verändert? In dieser Folge von HEALTHWISE spricht Nils Behrens mit Arne Friedrich – ehemaliger Fußballprofi, 82-facher Nationalspieler, Stiftungsgründer und Host des Podcast „From Done To Dare“.
Es geht um die härteste (und ehrlichste) Form von Wandel: den Moment, in dem eine Identität wegbricht – und du dich neu zusammensetzen musst. Arne beschreibt, wie sich Karriereende, körperlicher Schmerz und Trennung überlagerten – und warum Trauer kein Gegner ist, sondern oft der Türsteher zum nächsten Kapitel.
Was du aus dieser Episode mitnimmst:
- Warum „Athletes die twice“ mehr ist als ein Spruch – und was das mit uns allen zu tun hat
- Wie du aus Kritik, Rückschlägen und Identitätsverlust echte Stabilität baust
- Wieso Neugier ein unterschätzter Lebens-Hack ist (und Dogma der schnellste Spaßkiller)
- Wie Arne seine Stiftung aufgesetzt hat – und warum „Helfen“ nicht immer Geld bedeutet
- Welche Routinen ihm wirklich gut tun (und warum Lockerheit manchmal die beste Strategie ist)
Mehr zu Arne: Instagram: https://www.instagram.com/arnefriedrichofficial/ Podcast: https://www.instagram.com/fromdonetodare/ Stiftung: https://www.instagram.com/arnefriedrichstiftung/
Mehr zur Folge unter www.sunday.de/podcast
Über Sunday Natural Sunday Natural entstand aus einer langjährigen Leidenschaft und Forschung in den Bereichen Gesundheit, Heilung und Selbstentfaltung. Der Mangel an natürlichen, qualitativ hochwertigen Produkten auf dem Markt war die ursprüngliche Motivation für die Gründung von Sunday Natural im Jahr 2013. Seitdem verfolgt die Berliner Premium Nutrition Brand konsequent ihr Leitmotiv – Produkte herzustellen, die den Vorbildern der Natur folgen, absolut rein und frei von jeglichen Zusatzstoffen sind und sich mit der höchstmöglichen Qualität auszeichnen. Sunday Natural ist heute einer der renommiertesten deutschen Qualitätshersteller, mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Berlin.
Mehr unter https://www.sunday.de/newsletter
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin fest davon überzeugt, wenn man seine Leidenschaft gefunden hat, lebt man seinen Purpose, weil dadurch kann man auch Menschen helfen, egal, man muss ja nicht immer eine Stiftung haben.
00:00:07: Wenn ich jetzt zum Beispiel leidenschaftlich gerne putze und ich habe richtig Leidenschaft an dieser Nummer, die Menschen drumherum, denen ich dann sozusagen diene oder für die ich arbeite, die haben auch einen Benefit.
00:00:17: Wie schön ist es, wenn man Menschen sieht, in Hotels ist und dann ist er ein männlicher oder weiblicher Putzkraft und diese Person hat einfach Leidenschaft und lächelt.
00:00:25: Wie schön, das gibt mir in dem Moment ein tolles Gefühl.
00:00:27: Herzlich willkommen zu Healthwise, dem Gesundheitspodcast präsentiert von Sunday Natural.
00:00:32: Ich bin Jitz Behrens und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein.
00:00:37: Wir tauchen einen Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.
00:00:42: Immer mit einem Weisenblick auf das, was uns wirklich gut tut.
00:00:46: Identität ist etwas, das wir oft als selbstverständlich hinnehmen.
00:00:49: Bis ein Bruch, ein Verlust oder eine Krise uns zwingt, sie neu zu definieren.
00:00:52: Sich neu zu finden, ist kein einfacher Prozess, aber vielleicht einer der wichtigsten für ein erfülltes Leben.
00:00:57: Eine Friedrichs, ein ehemaliger Fußballprofi, zweiundachtzigfacher Nationalspieler und langjährige Captain von RWSC.
00:01:04: Nach einem Bund, nach einem Bandscheibenvorfall, musste er zwei tausend vierzehn seine Karriere beenden.
00:01:08: Ein Moment, der für ihn zu einer Frage führte.
00:01:11: Wer bin ich ohne Fußball?
00:01:12: Heute ist der Podcaster, Stürfungsgründer und Impulsgeber, der mit und dann der menscheinspirierte Wandel als Chance zu begreifen.
00:01:18: Deswegen sage ich herzlich willkommen, Anne Friedrich.
00:01:20: Herzlich willkommen.
00:01:21: Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
00:01:22: Lieber Ahne.
00:01:23: Wie gesund war dein letzter Sonntag, an dem du vielleicht weder Fußballer oder noch Podcaster warst oder vielleicht warst du trotzdem?
00:01:29: Ich weiß es nicht.
00:01:30: Sonntag war gestern, oder?
00:01:31: Vorgestern.
00:01:32: Vorgestern.
00:01:33: Da siehst du mal, wie die Zeit rennt.
00:01:34: Was habe ich gemacht am Sonntag?
00:01:35: Hier morgens, wenn ich Zeit habe in der Kirche, in der Tarnik.
00:01:38: Tatsächlich, zertolisch
00:01:40: oder evangelisch?
00:01:40: Evangelisch.
00:01:41: Das ist ja eine Freikirche hier in Berlin.
00:01:44: Da war ich eigentlich um zwölf, vorher habe ich ... ja.
00:01:48: Entspannend.
00:01:49: Ich glaube, ich habe sogar Sport gemacht.
00:01:50: Bei mir ist es immer so, die Tage fliegen so.
00:01:52: Deswegen muss ich kurz überlegen, was ich gemacht habe.
00:01:53: Aber die Sonntage versuche ich schon eher so ein bisschen entspannter anzugehen und ansonsten glaube ich nicht so besonders gemacht.
00:02:01: Okay, sehr spannend.
00:02:02: Aber mit der Kirche bin ich interessant, weil ich habe das wirklich in der Zeit, als meine Tochter noch kleiner war, also in unserem Konformationsunterricht, fand ich es ganz lustig, sie mit ihr ab und zu mal Sonntags in die Kirche zu gehen.
00:02:13: Also was ist lustig?
00:02:14: Es hat irgendwie ein interessanter Start in den Sonntag.
00:02:18: muss ich ja wirklich sagen, wie lange machst du das schon?
00:02:21: Auch schon ganz viele Jahre.
00:02:22: Also ich glaube so richtig los ging es in der Zeit bei mir in Amerika.
00:02:25: Ich bin im Jahr oder zwei zwölf, zwei dreizehn war ich in Amerika.
00:02:28: Ich habe dort Fußball gespielt für Chicago Fire.
00:02:31: Chicago übrigens eine sehr geile Stadt.
00:02:33: Und da bin ich dann so richtig so in diese Freikirch auch reingekommen.
00:02:38: Das ist ja sowas für mich immer.
00:02:40: Das Thema heute wird viel über Religion gesprochen, über Ideologien etc.
00:02:43: Für mich ist der Glaube im Mittelpunkt nicht irgendwelche Ideologien oder, weiß ich nicht, es ist immer ein schwieriges Thema für mich.
00:02:52: Aber für mich ist das etwas, das mir sehr viel bringt.
00:02:54: Ich gehe da sehr, sehr gerne hin und jetzt eigentlich auch schon seit ein paar Jahren hier in Berlin.
00:02:58: Ich habe hier eine Gemeinde gefunden und wie gesagt, wenn ich Zeit habe und nicht unterwegs bin, dann bin ich sehr, sehr gern dort.
00:03:03: Das ist ein englischsprachiger Gottesdienst und gefällt mir sehr gut.
00:03:08: Das ist ja wirklich sehr interessant, weil Also zwei Sachen dazu.
00:03:11: Die Sache Nummer eins ist, dass wenn du diese Bluesons anschaust, die Regionen in der Welt, wo die Leute eben überproportional alt werden, dass die ja alle einen sehr starken Glauben haben, nicht alle denselben, aber die sind alle eben halt in so einer Art, die haben so einen Tribe gefunden, so eine religiose Zugehörigkeit, sag ich mal sowas, die sie auch verbindet.
00:03:29: Was man ja wederum dann auch sieht, dass die Menschen, die eben halt insgesamt eine Art von sozialen Netzwerken zugehörig haben, dass das eben halt etwas ist, was ein länger besser gesund halten lässt.
00:03:41: So und das ist so...
00:03:43: Ich glaube, gerade die Zwischenmenschlichen Kontakte sind wichtig.
00:03:45: Also ich hab's auch gesehen, es gab immer so eine Dokumentation auf Netflix, glaube ich.
00:03:49: Ja.
00:03:50: War total interessant.
00:03:51: und diese unterschiedlichen Regionen, die es auf der Welt gibt, diese sogenannten Blue Zones, die hatten eigentlich alle irgendwie so Incommon, dass das zwischenmenschliche Kontakte gepflegt wurden, auch beim Essen zum Beispiel, hier in unserer Kultur oder hier in Deutschland, würde ich mal sagen, mir geht es zumindest so oftmals, erwische mich dann auch dabei, dass ich irgendwie Lunch relativ schnell mal reinschaufle, ohne irgendwie Gesellschaft zu haben.
00:04:12: würde dann eher so abends mal stattfinden.
00:04:14: Aber das ist, glaube ich, auch nicht ganz unwichtig, dass man sich unterhält, dass man sich die Zeit nimmt, nicht immer so in dieser Eile ist und fand ich echt spannend.
00:04:23: Ja, aber es ist tatsächlich so, ich hatte mal den Professor Michalsen hier, diesen Fastenpaps oder Ernährungsexperten und der hatte auch tatsächlich gesagt, was das wir mit unserem Verdauungssystem auch macht, wenn wir entspannt essen.
00:04:37: Das heißt, wir verdauen auch viel besser, nehmen die Mikronährstoffe viel besser auf.
00:04:40: Also von daher hatte er da damals den Tipp gegeben, fand ich ganz interessant, sich vor die Ohrlöppchen zu massieren, bevor man es ist, weil es dadurch den Bargussnerv aktiviert und man dadurch dann noch besser die Mikronährstoffe aufnehmen kann.
00:04:52: Am besten ist, wenn jemand einem das Ohrlöppchen massiert.
00:04:55: Ich würde auch sagen, dass ich selber machen muss.
00:04:58: Ich bin mir jetzt ganz sicher, ob das wiederum dann wirklich in den Entspannungsmodus gehen würde, je nachdem.
00:05:05: Ich möchte mit dir über das Thema neu anfangen, um das zu sprechen.
00:05:09: Ich mach das interessanterweise, wir sind nicht so wie sonst andere Podcasts, wir haben das ganze Leben von einem, wie jemandem durchkauen und dann erst zum Punkt kommen.
00:05:16: Aber bei dir gehört das Thema Neuanfang natürlich automatisch mit zu deinen verschiedenen Stufen in deinem Leben.
00:05:21: Und ich möchte mit etwas einsteigen.
00:05:25: was ich ganz interessant fand in deinem Podcast.
00:05:28: Du hast dir mal selbst auch sehr stark thematisiert.
00:05:31: Du warst Kapitän bei Hertha BSC.
00:05:34: Und dann, als dein Verein abgestiegen ist, hast du dich entschieden, zu Voicebox zu wechseln.
00:05:38: Und da gab es eben halt viele Fans, die dir das übel genommen haben.
00:05:41: Plötzlich warst du nicht mehr der Liebling, sondern eben halt der Verräter.
00:05:45: Was hat das mit dir gemacht?
00:05:47: Oh, das ist so lange her.
00:05:49: Ich versuche mich da nochmal hineinzuversetzen, weil ... Auch das ganze Fußballgeschäft ist für mich alles gefühlt, eine Ewigkeit her.
00:05:56: Ein anderes Leben.
00:05:56: Ein
00:05:57: komplett anderes Leben.
00:05:58: Ich schaue fast gar keinen Fußball mehr, muss ich dazu sagen.
00:06:00: Ich bin da irgendwie komplett raus.
00:06:03: Aber wenn ich mal so zurückdenke, das war natürlich nicht einfach.
00:06:06: Wenn ich in acht Jahren für Hertha gespielt habe und dann den Verein aus meinen Gründen, auch aus, wie ich finde, verständlichen Gründen, Verlasse nach dieser langen Zeit und dann diese Kritik so abbekomme.
00:06:21: Ja, in dem Moment war es nicht so angenehm.
00:06:24: Heute gucke ich da ganz anders darauf zurück.
00:06:26: Ich denke, dass man immer alle Seiten verstehen muss.
00:06:29: Ich habe eine Entscheidung getroffen und ich glaube, das ist dann am Ende auch mein Leben.
00:06:33: Ich muss entscheiden, was in meinem Leben passiert, das, was ich zumindest kontrollieren kann.
00:06:37: Und ich habe diese Entscheidung getroffen und so ist es halt.
00:06:41: Ja, ich habe das damals, oder mal andersrum gesagt, auch wieder bei der Netflix-Doku, dieses Leben von David Beckham gesehen.
00:06:48: Und da gibt es ja diese eine Geschichte mit der Weltmeisterschaft, wo er dann sozusagen dann die rote Karte provoziert ist, das falsche Wort aber bekommen hat, sage ich mal sowas.
00:06:57: Und daraufhin dann eben halt ja auch... Ja, die Mannschaft eben halt aus der WM geflogen ist und er war dann ja auf einmal so wirklich so die Hassperson der ganzen Nationen.
00:07:09: So, jetzt ist es bei dir nicht so, dass die die ganze Nationen erhasst hat, aber letztendlich war ja Berlin deine Heimat da und von daher ist natürlich schon, kann ich mir vorstellen, dass es vielleicht auch mal die eine oder andere Konfrontation vielleicht gab oder vielleicht auch mal so Situationen gab, wo dann eben halt ich Leute dann eben darauf angesprochen haben und deine Gründe nicht nachvollziehen könnte.
00:07:28: Also Hast du das Gefühl, jetzt sagst du, du kommst vor wie ein letztes Leben, aber hat das trotzdem Spuren bei dir entlassen?
00:07:36: In der Zeit mit Sicherheit, da habe ich schon auch natürlich drüber nachgedacht, bzw.
00:07:39: es ist nie schlimm, wenn man kritisiert wird.
00:07:41: Aber ich muss dazu sagen, es ist nie in Person passiert, sondern alles, wenn, medial oder online.
00:07:47: Und ich meine, das ist eher so ein Thema heutzutage.
00:07:49: Digital Detox, wie sehr sind wir verbandelt mit diesen ganzen sozialen Netzwerken, wie viel lesen wir, wie wichtig sind uns Likes, Dopaminausstoß, was passiert, wenn man kritisiert wird.
00:07:58: Das ist ja schon echt ein eigenes Feld für sich, ein sehr gefährliches, wie ich finde.
00:08:02: Ich finde grundsätzlich die sozialen Netzwerke und die Digitalisierung kann auch was sehr Positives sein und hat auch viele Vorteile, aber... Es kann eben auch Nachteile mit sich ziehen.
00:08:13: Und zu meiner Zeit bin ich ganz froh, da gab es diesen ganzen Instagram-Kram noch nicht so sehr.
00:08:17: Das ging gerade erst zu los.
00:08:20: Es war eher so medial und in Personen... hat mich das eigentlich nie so richtig getroffen.
00:08:26: Und ich bin ja auch in Wolfsburg gewesen und hatte dann auch diese anderthalb Jahre, die ich dann dort vor Ort war, also in Wolfsburg, bis ich dann wieder verletzt war und dann meine Karriere hier in Deutschland beendet habe.
00:08:35: und dann bin ich nach Amerika.
00:08:35: Also dann ist ein bisschen Zeit ins Land gestrichen und ein bisschen Gras drüber gewachsen und dann war das dann auch alles wieder okay.
00:08:42: Ja, gut, du bist dann natürlich auch weiter im Profisport geblieben.
00:08:46: Von daher ist es natürlich auch etwas, was ... Ich sage jetzt mal, dich nicht ganz so hat fallen lassen oder irgendwas aus.
00:08:52: Ich will dir ein ganz anderes, viel trivialeres Beispiel nehmen, aber geben.
00:08:57: Aber ich war... mal bei einer Firma, wo ich dann eben einen größeren Werbeetat als Marketing-Direktor verantwortet habe.
00:09:03: Und dann, wenn ich damals dann zum Lancerhof gewechselt hatte, dann auf einmal dann, das war damals noch eine No Name Brand, so ist es ja immer noch für die große Allgemeinheit, aber zumindest für die Verlage haben die alle noch nie was daran gehört und wussten, da gibt es jetzt kein Werbegeld mehr zu holen.
00:09:17: Und es war dann wirklich so, dass ich auf ganz viele... ... Veranstaltung schon eingeladen war, ... ... Safety Date bekommen habe und keine Ahnung was.
00:09:25: Und auf einmal ... ... im Extremfall war ich sogar auch einmal ausgeladen ... ... und in den anderen Fällen kam dann nach Safety Date ... ... nie wieder die Einladung.
00:09:33: So.
00:09:34: Und das ist dann schon interessant, wo du dann merkst, ... ... dass Menschen zu deiner Visitenkarte nett sind, ... ... aber eigentlich nicht zu dir selbst.
00:09:40: So.
00:09:41: Und das ist ... etwas, was bei dir ja auch war.
00:09:45: Es hat ja in dem Sinne eine Identitätsverschiebung sozusagen für dich als Profi-Sportler angegeben.
00:09:51: Ja, das ist auch der Grund oder eine der Gründe, warum ich meinen Podcast damals ins Leben gerufen habe.
00:09:56: Es ging eigentlich los, das war, glaube ich, noch zu Amerika-Zeiten.
00:09:59: Ich habe eine Zeit lang in LA eine Wohnung gehabt und dort auch gut Zeit verbracht, gerade in den Winter, wenn es hier halt nicht so toll ist, vom Wetter her und habe dann Steve Nash kennengelernt, den ehemaligen Basketball-Profi, mit dem habe ich regelmäßig Fußball gespielt, ist übrigens sehr, sehr guter Fußballer, ein ganz, ganz feiner, toller Mensch.
00:10:18: Und den habe ich mal zum Kaffee... ... oder ich habe den gebeten, mal mit mir einen Kaffee zu trinken ... ... nach so einer Fußballsession ... ... und wollte ihn einfach mal fragen, ... ... wie er so für sich ... ... so dieses Karriereende verarbeitet.
00:10:29: Er ist ein bisschen älter, ... ... hat das vor mir sozusagen schon einmal durch ... ... und er hat dann zu mir ... ... irgendwann mal gesagt, ... ... Earthleads die Twice.
00:10:36: Also dieses ... ... okay, du stirbst zweimal als Athlet, ... ... einmal den physischen Tod, ... ... aber auch diesen Tod als ... ... Profisportler, wenn die Karriere zu Ende ist, ... ... dieser Identitätswechsel.
00:10:45: Und das finde ich ist ... ... unfassbar richtig, was er sagt, ... ... denn das war bei mir genauso ... Was ist der erste Tod?
00:10:50: Also der zweite Tod ist der physische Tod und der erste Tod ist sozusagen als Profisportler.
00:10:56: Genau, und das ist ja nicht nur bei Fußball und so.
00:10:57: Ich hab meine Freundin ist Tänzerin und da haben wir jetzt auch schon häufiger darüber gesprochen, was passiert, wenn jetzt sozusagen die Zeit ... ... des Tanzens oder des Fußballspiels oder was auch immer man macht ... ... beruflich, wenn die zu Ende geht und wenn man vom körperlichen ... ... angewiesen ist oder auf das körperliche angewiesen ist.
00:11:11: Und das ist schon was extrem ... ... Schwieriges, weil in meinem Fall, ich habe mein Leben lang Fußball gespielt, ... ... ich habe mein Leben lang das gemacht, was ich am liebsten getan habe, ... ... was ich am besten konnte, würde ich sagen ... ... und wo ich am meisten eine Erkündung für bekomme.
00:11:20: Aber und noch zu dem ... Geld verdient habe.
00:11:23: So, und dann ist von heute auf morgen das Thema durch.
00:11:25: Und ich glaube schon, dass man sich so gut es geht, darauf vorbereiten kann.
00:11:29: Aber irgendwie, wenn es dann passiert, dann dauert es eine gewisse Zeit, bis man so wieder seinen Sweet Spot gefunden hat.
00:11:35: Und es war bei mir in der Tat auch so.
00:11:36: Bei mir ist es ein bisschen einfacher gewesen, weil ich wieder schwer verletzt war.
00:11:39: Ich hatte erneut einen Bandscheibenvorfall.
00:11:42: In dieser Zeit ging eigentlich gar nichts mehr bei mir.
00:11:43: Ich konnte nicht mehr auf dem Stuhl sitzen.
00:11:44: Ich hatte so Schmerzen und ich wollte einfach nur noch schmerzfrei wieder leben können.
00:11:48: Also das war jetzt erst mal so ein halbes Jahr körperlich, aber dann auch seelische Schmerz.
00:11:53: Und dann habe ich mich langsam wieder herausgearbeitet und das war auch damals die Grundlage.
00:11:58: für meinen Podcast später, weil mich dieses Thema so interessiert hat.
00:12:02: Wer bin ich eigentlich ohne das, was ich tue?
00:12:05: Also wer bin ich?
00:12:06: Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, finde ich.
00:12:08: Und ich stelle die Frage auch häufiger meinen Gästen im Podcast.
00:12:11: Die Reaktion ist dann auch immer ganz interessant und sagen ganz viel auch um gute Frage.
00:12:15: Habe ich noch gar nicht so richtig darüber nachgedacht.
00:12:17: Und ich glaube, es ist auch ein Prozess.
00:12:19: Es ist etwas, das ein bisschen dauert, wenn man sich... damit man beschäftigt.
00:12:22: Es muss auch dazu sagen, nicht jeder hat die Zeit, sich mit solchen Themen zu beschäftigen.
00:12:26: Das muss ich fairerweise auch sagen, wenn Menschen von morgens bis abends arbeiten, dann noch eine Familie haben, dann abends ins Bett fallen irgendwann, dann glaube ich schon, dass da wenig Zeit dafür ist.
00:12:36: Da müsste man schon sehr, sehr viel Disziplin aufbringen, denke ich mal.
00:12:39: Ja, wobei ich muss sagen, man kann die Frage ja auch ein bisschen weiter nach unten leveln, sag ich mal so.
00:12:45: In deinem Fall ist es natürlich eine öffentliche Rolle, die du da hattest, aber ich bin bei jetzt gerade auf so einem.
00:12:50: Ein Soul Festival nannte sich das und da gibt es so Leute, die es sankt haben.
00:12:55: Das ist so eine Art Workout-Class, die aber auch so meditative Aspekte mit drin hat.
00:13:00: Und der hatte eine Frage gestellt, über die ich immer noch ein bisschen nachdenke.
00:13:03: Der hat dann einfach gesagt, wenn du dich jetzt abends in der Bar jemandem vorstellst, was sagst du denn da eigentlich?
00:13:10: Und ich finde ... Eigentlich, ich mag grundsätzlich bei diesen Veranstaltungs-Modify-Themen dieses, und was machst du eigentlich, über dieses berufliche Thema?
00:13:19: Ich versuche das soweit wie möglich zu vermeiden, weil ich das immer so, Karl-Lagerfeld würde sagen, gewöhnliche.
00:13:25: Aber was würdest du sagen?
00:13:27: Wenn ich dich frage, was würdest du
00:13:27: sagen?
00:13:28: Naja, und das ist eben tatsächlich etwas, was ich auf der anderen Seite dann doch ein Stück weit wiederum mich mit in meinen Beruf bringt, aber ein bisschen anders.
00:13:38: Das heißt also, mein Titel hier ist Chief Brand Officer, das heißt, das ist ja eine Marketingrolle.
00:13:44: Und ich glaube schon, dass diese Themen, mit denen ich mich jetzt die letzten fünf Jahre, eigentlich schon fast die nächsten, die letzten vierzehn Jahre beschäftige, die Gesundheitsthemen schon etwas ist, was bei mir so eine wirkliche Leidenschaft ausgelöst hat.
00:13:58: Das heißt also, ich würde, auch wenn ich das Wort longevity langsam so ein bisschen ungenahle.
00:14:03: Aber ich würde schon sagen, dass ich schon ein extremer Longevity-Enthusiast bin.
00:14:06: Und dass ich mich einfach wahnsinnig gerne damit auseinandersetze.
00:14:11: hält uns gesund, was gibt uns die Freiheit sozusagen, so lang wie möglich frei von körperlichen Einschränkungen zu bleiben.
00:14:17: Und das ist etwas, was mich sehr stark einfach wirklich auch in meiner Freizeit beschäftigt.
00:14:22: Das heißt also, ich lese wirklich mit einer gewissen Freude solche Sachen auch in der Freizeit.
00:14:27: Aber darf ich da meine Frage stellen?
00:14:29: Wie ist das für dich?
00:14:30: Ich habe gerade gesehen, tschüss, so ein Aura Ring.
00:14:33: Ja.
00:14:34: Und du sagst, longevity ist dir unglaublich wichtig, du beschäftest mit vielen Themen.
00:14:38: Deswegen gehe ich davon aus, dass dein Lebensstil auch sehr gesund ist, dass du darauf achtest, dass man ins Bett ist.
00:14:43: Okay, weil da wäre nämlich meine Frage gewesen.
00:14:45: Ich hab das auch eine Zeit lang sehr extrem gemacht, so gesundheitsbewusst gelebt und auch diesen Ring getragen und alles getrackt, mein Training getrackt, die ist das, was alles Schöne und Gut ist.
00:14:55: Aber am Ende, ich glaube, es war sogar meine Freundin, die mich mal gefragt hat, macht sich das glücklich.
00:14:59: Und ist es wirklich etwas ... So diese Balance, am Ende ist ja immer eine Balance und da würde ich mich mal interessieren, wie das bei dir persönlich aussieht.
00:15:05: Also würdest du schon sagen, dass du eine gute Balance gefunden hast oder bist du, erwischst du dich manchmal dabei, dass du sagst, das ist teilweise, bin ich da in so einem Hamsterrad drin?
00:15:13: Nein.
00:15:14: Also
00:15:15: ich habe jetzt gerade, ich bin so mitten im Buchschreiberprozess, schreibe ein Buch über longevity und das ist so ein Einsteigerbuch.
00:15:21: Der erste Satz, den ich schreibe ist, ich hasse longevity.
00:15:24: Und warum?
00:15:25: Weil ich dieses religiöse Dogma, was so viele daraus machen, überhaupt nicht mag.
00:15:30: Und ich finde auch letztendlich, es bleibt einfach so, das Leben ist zum Leben da.
00:15:35: Und ich finde, das sind alles für mich... Dinge, so ein O-Ring, über die Apple Watch, seinen Sport zu tracken.
00:15:42: Ich hab jetzt auch noch total freaky zu werden.
00:15:44: Ich hab auch noch einen Wubend auf der anderen Seite.
00:15:47: Aber das sind alles Dinge, wenn ich jetzt heute morgen aufwache und sehe, ich fühle mich gut.
00:15:54: Und ich hab gut geschlafen.
00:15:56: Und mir dann meine Variables was anderes sagen, dann ist es mir auch egal.
00:15:59: Also es gibt ja andere Leute, die sich dann automatisch gleich schlechter fühlen.
00:16:02: So, das hab ich nicht.
00:16:04: Das, was ich ... trotzdem spannend finde, ist solche Sachen auszuprobieren.
00:16:09: Ich finde halt einfach wirklich so, mir macht das unheimlich Spaß, neue Themen zu probieren, Sachen zu machen, wo ich noch vielleicht Optimierungsbedarf habe.
00:16:20: Aber nichtsdestotrotz ist es jetzt nicht so, dass ich jetzt irgendwie die Blaupause, also ich bin kein Brian Johnson, der jetzt sozusagen sein Leben komplett dieser Sache untergeordnet hat.
00:16:30: Und sondern ich versuche eben halt, es so zu leben, wie es auch in mein Leben passt.
00:16:37: Und ich glaube, dass ich damit eigentlich so ganz gut fahre.
00:16:39: Ich glaube, dass einfach wahnsinnig viele Menschen auch unbewusst Fehler machen und denken sie tun etwas für ihre Gesundheit.
00:16:51: Es ist aber nicht so.
00:16:52: Aber das Problem ist ja auch zum Beispiel, wie gesagt, ich habe mich auch mit diesen ganzen Themen beschäftigt.
00:16:56: Es gibt dann Überangebot, ne?
00:16:58: Ich meine, wir sind jetzt hier heute bei Sunday Naturels, Supplements, was kann man noch tun?
00:17:03: Und ich glaube, es ist auch ganz wichtig, dass man supplementiert aufgrund der heutigen Lebensumstände.
00:17:09: Es ist halt ein anderes Leben als noch vor, weiß ich nicht, fünfzig, sechzig Jahren.
00:17:12: Einmal, was digitale, digitales, digitales Smog angeht, aber auch unser Stresslevel ist wesentlich höher.
00:17:18: Es gibt viele Komponenten, die man sozusagen einbeziehen muss.
00:17:21: Aber die Frage ist ja auch, es ist manchmal, mir kommt es so ein bisschen unübersichtlich vor, man wird komplett zugeschustert, dann kommen die Preise mit dazu und am Ende würde ich mir manchmal zum Beispiel wünschen, wirklich mal klar so ein bisschen, nicht so eine Anleitung zu bekommen, aber mal zu sehen, okay, was brauche ich eigentlich?
00:17:37: Eigentlich muss ich es wirklich genau zu machen, wäre es natürlich gut, wenn man ein Blutbild hätte und die eigenen Themen sozusagen einfach mal abzuchecken, aber da sehe ich manchmal so ein bisschen so ein Überangebot.
00:17:44: Und zu dem Hour Ring finde ich super, dass du das so machst, weil ich habe das auch so gemacht, ich habe den drei Jahre lang getragen.
00:17:49: ... um mich selber kennenzulernen.
00:17:51: Und bevor es eine Ring gab, ... ... habe ich sozusagen selber an mir ... ... rumexperimentiert.
00:17:55: Das heißt, ich habe meine ... ... Notizen aufgemacht in meinem Telefon ... ... und habe dann immer unterschiedliche ... ... Dinge probiert, bevor ich ins Bett gegangen bin ... ... und habe dann geschaut, wie ich geschlafen habe.
00:18:02: Fenster auf, Fenster zu.
00:18:03: Fleisch essen, kein Fleisch essen.
00:18:04: Früher ins Bett gehen, spät ins Bett gehen.
00:18:06: Was passiert, wenn ich Alkohol trinke ... ... und das habe ich auch schon über Monate gemacht.
00:18:09: Dann kam der Ring dazu ... ... und dann habe ich Anfang diesen Jahres gesagt ... ... ich höre auf mit dem ganzen Mist.
00:18:13: Ich glaube, ich kenne jetzt ... ... meinen Körper beziehungsweise ... ... ich weiß auch, was mir gut tut.
00:18:18: Und trotzdem bin ich mittlerweile wesentlich lockerer geworden.
00:18:22: Also wesentlich lockerer geworden.
00:18:23: Einmal auch, was mein Glas Wein angeht oder auch mal, weiß ich nicht, bis zwei Uhr aufbleiben oder so.
00:18:29: Und ich habe für mich so ein bisschen die Balance gefunden und würde sagen, dass ich jetzt freier bin als vorher.
00:18:35: Ja, und ich komme wieder dazu.
00:18:36: Das Leben ist zum Leben da.
00:18:37: Und ich glaube einfach, ganz viele Leute, das ist eben halt genau das, was ich auch sage.
00:18:42: Wenn du anfängst, dir Routinen zu machen, Von denen du gehörst, dass sie eben halt ganz wichtig für dich sind.
00:18:49: Du sie aber einfach gar nicht magst, wenn du anfängst auch einen Sport anzufangen.
00:18:52: Also aktuell ist es eben halt so, oder was heißt aktuell, es gibt eine Studie von zwei tausend achtzehn von der Universität in Copenhagen.
00:18:58: Und die hat gesagt, wenn du lange gesund leben willst, ist die beste Sportart, die macht ganz Tennis spielen.
00:19:04: Wenn ein Tennis Spieler total scheiße findest oder total talentfrei bist, ich meine, dann wäre es total bescheuert, wenn du jetzt anfängst Tennis zu spielen.
00:19:09: Nur weil es dir neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, neun, So, weißt du, was ich mein?
00:19:14: Was bringt dir das denn?
00:19:15: Weil letztendlich geht's ja nicht darum, dass du jetzt irgendwie mal ein Jahr lang Tennis spielst, sondern es geht ja darum, dass du dann bist so ein Rest eines Lebenstennis spielst.
00:19:21: So, und wenn du das gar nicht willst, warum sollte man damit anfangen?
00:19:24: So, und das ist eben halt genau das, was ich meine.
00:19:26: Du sollst einfach nur deine Möglichkeiten kennen.
00:19:30: Du sollst im Idealfall dann eben halt deine Fehler vermeiden.
00:19:33: Es muss für dich am Ende auch Sinn machen, weil das ist ja auch häufig etwas, was viele Leute viel mehr motiviert.
00:19:40: Weißt du, es ist jetzt gerade ein Podcast mit Dr.
00:19:47: Hannah Heikenvelger rausgekommen bei Matze Hilscher und da sagt sie einfach wirklich so, wenn man jetzt den Vergleich hat, rein nur als Krebssicht, dann ist es tatsächlich schlimmer, regelmäßig Frucht zu dringend als regelmäßig Fante zu dringend, weil das ist nicht gut.
00:20:03: Aber jeder würde ja, jeder normale Mensch würde sagen, nee, trink lieber den Fruchtsaft, als ich fand er.
00:20:07: Ja, aber das ist ja auch so ein Thema, also diese ganzen Studien immer.
00:20:12: Also jedes Jahr kommt ja ein anderes Studium raus.
00:20:14: Und ich habe schon so viele Studien gehört, das ist nicht gut, auf einmal zehn Jahre später ist es wieder gut.
00:20:18: Und ich glaube, am Ende ist es auch wichtig, und das versuche ich für mich, herauszufinden, was tut meinem Körper, was tut mir gut.
00:20:25: Also es gibt Menschen, die... Essen gerne Fleisch und die brauchen Fleisch.
00:20:28: Und die essen dann auch relativ viel Fleisch.
00:20:31: Andere Menschen, ich hab das auch mal, ich bin ein Fleischesser, muss ich dazu sagen, ich bin so aufgewachsen in Ostersphalen und bei uns gab es relativ häufig Fleisch.
00:20:38: Ich weiß nicht, ob das in meiner Blutgruppe zu tun hat oder so, wie ich aufgewachsen bin.
00:20:40: Aber ich hab dann mal eine Zeit lang auch in Amerika auf Fleisch mal verzichtet.
00:20:46: Und das tat mir nicht gut, genauso mit Kohlenhydraten.
00:20:48: Also am Ende auch dieses, als ich noch Fußball gespielt habe, wir haben immer Pasta gegessen, aber richtig viel Pasta.
00:20:53: So, und heute ... Ich bin auch ein bisschen sensibler geworden.
00:20:56: Ich kann jetzt nicht mehr so viel Pasta essen.
00:20:57: Das tut mir nicht gut.
00:20:57: Da werde ich relativ müde von.
00:20:59: Aber ich vertrage sie trotzdem ganz gut.
00:21:01: Und wenn ich all diese Themen mal außen vorlasse, auch alles, was diese einfachen Kohlenhydrate angeht, wobei auch mal gesagt wird, das ist alles nicht gut für den Körper, dann geht es mir aber auch nicht gut.
00:21:09: Also ich glaube so dieses, jeder sollte für sich herausfinden, was tut ihm oder ihr gut.
00:21:14: Also hundertprozentig.
00:21:15: Und nur nochmal ganz kurz zu deinem Thema.
00:21:17: Warum gibt es so viele Studien und warum ist das auf einmal gut und einmal schlecht?
00:21:20: Also ich finde mein Lieblingsbeispiel ist immer Eier.
00:21:22: So, also Eierwagen.
00:21:23: Genau, das ist genau.
00:21:24: Kollisterien.
00:21:26: Und heute mache ich meinen Instagram auf und hab das Gefühl, dass jeder sagt, das alles ist gut, wenn du jeden Tag drei Eier ist.
00:21:32: Drei Eier ist jeden Tag.
00:21:33: Früher hat man gesagt, auf gar keinen Fall mehr als drei die Woche.
00:21:35: So, und dann denkst du, was ist denn jetzt mit den Eiern passiert?
00:21:39: Wo sind die denn jetzt irgendwie rehabilitiert worden?
00:21:41: Und das Thema ist, es sind ja alles immer nur Beobachtungsstudien.
00:21:45: Es sind genetische Faktoren, die gar nicht so viel Rolle spielen, aber es sind natürlich auch viele andere externe Faktoren dabei.
00:21:50: Wie ist dein Lebensstil?
00:21:52: So, alleine das ganze Thema, du hast ja schon angesprochen, Stress.
00:21:54: Wie viel Stress wir haben.
00:21:55: Ich meine, das sind alles, also neben der Ernährung.
00:21:57: Der größte Faktor für die Entzündung, die wir im Körper haben, ist die Ernährung.
00:22:01: Der zweitgrößte ist Stress.
00:22:02: So, das heißt also, wenn du deine Ernährung komplett optimierst, dadurch vielleicht auch durch dieses optimierte Essen auch wieder dir noch mehr Stress machst, kann es sein, dass der positive Effekt, der anti-inflammatorische Effekt der gesunden Ernährung schon wieder aufgebraucht wird.
00:22:17: Dadurch, dass du einfach so einen unglaublichen Stress hast.
00:22:20: weil du jetzt irgendwie ... keine Ahnung, hier die Schnitzel essen musst, weil ... dass das einzige Nahrungsmittel ist, was es jetzt gerade gibt.
00:22:29: So.
00:22:30: Und verstehst du, was ich meine?
00:22:31: Also, das sind so alles so Dinge, die, ich glaube, das Wichtigste sind, dass man sie eben nicht in so ein Dogma verfällt.
00:22:37: Ja, und vor allem nicht zu viel nachdenken.
00:22:39: Weil ich glaube, die ganzen Themen, die jetzt zwischen den Ohren sich abspielen, die können ja auch sehr belasten.
00:22:44: Also, die ganze Emotionale mache ich alles richtig.
00:22:46: Also, wie gesagt, ich hab, glaub ich, für mich einen ganz guten Weg gefunden und war aber auch mal ... relativ extrem unterwegs und habe auch immer noch einige Routinen, die ich sehr, sehr gerne durchführe oder auch durchziehe, weil ich einfach merke, dass es mir richtig gut tut.
00:22:59: Ja, ich würde da gerne darauf nochmal eingehen.
00:23:01: Ich möchte einmal ganz kurz nochmal wieder zurück und dann auch das Thema abschließen mit dem Fußball.
00:23:06: Ich wollte nur ein einziges mal nochmal fragen, weil wir reden jetzt hier auch über viele, ich sage mal, so reine gesundheitliche körperliche Geschichten, aber es ist natürlich jetzt eben halt auch ein physischer, im psychischer Punkt.
00:23:20: Ich fand es sehr interessant, wie ich habe die Biografie von Henry Igersey gelesen, der hat ja wirklich sehr lange Tennis gespielt und sehr lange eben auch auf einem hohen Niveau und das ist ja so richtig, muss man sagen, ausgepletschert so.
00:23:31: Also der ist ja dann nicht so gesagt, er ist dann gegangen, wo es am schönsten war, sondern der ist ja dann echt, ich glaube ... Und dann irgendwann auch so die Nike-Vertrag verloren, also den Sponsorverlagervertrag verloren und solche Sachen alles und so.
00:23:44: Das macht natürlich auch alles ein, was mit einem.
00:23:46: Bei dir war es jetzt so die Krankheit, die dann irgendwie der Ausschlüsse war.
00:23:49: Aber dieser erste Tod, wie du ihn jetzt sagst, der erste Tod eines Sportlers oder eines Profisportlers, wie bist du mit der Lehre umgegangen?
00:24:00: Ja, das war ganz interessant, weil es war nicht nur der Fußball, der mir in dem Moment weggebrochen ist.
00:24:03: Zur gleichen Zeit ist auch meine Beziehung auseinandergegangen.
00:24:07: Eine ex-Freundin Linne, mit der ich vierzehn Jahre zusammen war, ist zu dieser Zeit auch sozusagen auseinandergegangen.
00:24:13: Das heißt, ein zweiter wichtiger Eckpfeiler ist weggebrochen.
00:24:17: und dann kommt natürlich noch dieses körperliche Problem dazu.
00:24:19: ... die Frage, was mache ich jetzt eigentlich?
00:24:23: Und das hat dann wirklich erst mal ... ... ein halbes Tag gedauert, mein absoluter Fokus, ... ... meine Priorität lag darauf, ... ... körperlich erst mal wieder gesund zu werden, ... ... dass ich wieder ... ... mich bewegen kann, weil ... ... egal was, ich möchte gerne wieder Sport machen ... ... und das habe ich mir auch die Zeit genommen, ... ... das war auch ganz ganz wichtig.
00:24:35: und dann ... waren es eigentlich die Freunde, die um mich herum waren, die mich inspiriert haben, eben einfach mal Dinge auszuprobieren.
00:24:42: Und ich habe einen sehr, sehr guten Freund, der mittlerweile in Hamburg lebt, der eine unglaubliche Hilfe für mich war und der mich auch immer wieder inspiriert hat, eben mal über den Tellerrand hinauszublicken, die Komfortzone mal zu verlassen.
00:24:53: Das habe ich getan.
00:24:53: Ich habe viele Dinge ausprobiert in unterschiedlichste Bereiche mal reingeschaut.
00:24:58: Ich habe mal mit einer Marketingagentur mal zusammengearbeitet.
00:25:01: Ich habe Trainerscheine gemacht, um zu gucken, ob ich Trainer werden möchte.
00:25:04: Das habe ich dann relativ schnell wieder zur Seite gelegt.
00:25:06: Ich habe eine stiftige Gründe.
00:25:07: Ich habe dann irgendwann angefangen, einen eigenen Podcast zu machen und ich bin gereist.
00:25:11: Ich bin alleine gereist.
00:25:12: Das war für mich auch so eine Reise.
00:25:14: War extrem wichtig für mich, gerade auch nach der Trennung.
00:25:17: Ich bin mit dem Rucksack nach Guatemala gereist.
00:25:19: Oh, wie schön.
00:25:20: Das ist ja eines von den Top-Zielen, sozusagen, auf meiner Liste.
00:25:23: Ganz, ganz toll.
00:25:25: Die erste Nacht habe ich sogar im Hostel verbracht.
00:25:27: Und gerade so als ehemaliger Fußballprofi und Nationalspieler war ich es gewohnt, immer in Top-Hotels zu leben.
00:25:33: Und ich habe gesagt, ich möchte jetzt einmal einen richtigen Cut machen.
00:25:35: Ich werde mir nur die erste Nacht fix buchen und dann sehen, wie es weitergeht.
00:25:39: Und das war ein Hostel.
00:25:41: Ich muss da ehrlicherweise dazu sagen, es war die einzige Nacht im Hostel.
00:25:43: Danach habe ich mich in ein Hotel einquartierte, dann unterschiedliche.
00:25:46: Aber es war eine tolle Erfahrung.
00:25:47: Ich bin auf einen Vulkan geklettert, habe dort Leute kennengelernt.
00:25:50: Das ist
00:25:51: eine der permanent ausbrichter.
00:25:52: Ja,
00:25:52: Fuego heißt ja.
00:25:53: Und wir sind auf den Akatinango, Akat... Wie heißt der nochmal?
00:25:56: Boah, ist so lange her.
00:25:57: Akatinango oder so.
00:25:59: Muss ich... Ist so lange her.
00:26:01: Und haben sozusagen von unserem Vulkan aus den Fuego... ... eigentlich die ganze Nacht ... ... ja, Feuerspeinen sehen.
00:26:08: Das war ein unfassbares Erlebnis.
00:26:10: Und es ist so witzig, wenn man alleine loszieht ... ... und irgendwie auch keinen Plan hat, ... ... was sich dann auch alles ergibt auf dem Weg.
00:26:16: Ich hatte auch mal einen Podcast ... ... Gast von mir, der eine unglaubliche Reise ... ... hinter sich gebracht hat.
00:26:24: Der ist zu Fuß, ich glaube, ... ... acht tausend Kilometer gewandert.
00:26:27: Ist auch schon ein bisschen her, ... ... deswegen weiß ich die genaue Kilometerenzahl nicht.
00:26:31: Und der ist eigentlich ohne ... irgendetwas losgegangen, also ohne Geld und der wollte einfach mal gucken, wie weit er kommt und diese Tatsache loszuziehen und auch dann vielleicht so ein bisschen verletzlich rüberzukommen und auch bittend rüberzukommen.
00:26:44: Es hat ihn ans Ziel gebracht und das finde ich so witzig.
00:26:47: Also diese Reise war ganz entscheidend für mich, um einfach auch mal das Alte loszulassen, um auch mal in das Unkomfortable zu gehen, was nachher aber auch wirklich interessant war.
00:26:55: Da werde ich ja heute noch von und deswegen ist es ein Prozess.
00:26:59: Und es hat ein bisschen Zeit gedauert, aber ich bin unglaublich dankbar für diese vielen Erfahrungen.
00:27:02: Und das hat mir dann ja auch gezeigt, was das Leben alles zu bieten hat.
00:27:06: Allein der Fußball, ich finde es ein bisschen schade, dass mich Fußball gerade immer überhaupt nicht interessiert, also überhaupt nicht.
00:27:12: Und ich hoffe, dass es das wieder ändert, weil das ist ja eigentlich das gewesen, was ich mein Leben lang so sehr geliebt habe.
00:27:16: Aber im Moment langweilt es mich, muss ich ehrlich sagen.
00:27:19: Deswegen, ich gucke eigentlich gar nicht
00:27:20: mehr.
00:27:22: Ich gucke noch, aber es ist bei mir immer live überwiegend.
00:27:27: Ich habe so einen Ritual mit meinem Bruder, meinem Vater nicht.
00:27:33: Wir haben zwei Dauerkarten beim HSV.
00:27:35: Und eigentlich ist es meistens immer so, dass entweder mein Bruder oder ich hingehen zusammen mit meinem Vater.
00:27:42: Es ist mir dann eigentlich fast egal, wie der HSV spielt.
00:27:46: Fast.
00:27:48: Aber weil ich habe trotzdem eine gute Zeit mit meinem Vater.
00:27:51: Und deswegen ist es für mich das eigentlich so, dass es das gemeinsame Erlebnis steht da mehr im Vordergrund als das Ranking in der Tabelle, sage ich
00:28:00: mal so.
00:28:01: Und auch zu deiner Reise, ich kann das gerade sehr gut relating, weil bei mir war es so, als ich beim Landsauf raus bin, da war ich freigestellt, dann bin ich dann auch einfach ein Ticket nach Panama City.
00:28:12: Und dann auch die erste Nacht in so einem Airbnb, weil es eben besonders social war.
00:28:16: Das heißt also, die haben so abends dann so Kochkose gegeben und so was alles.
00:28:20: Und ich fand es irgendwie schön, gerade wenn man alleine reist, dass man dann erstmal so hat sich ein Gefühl wie Familie von Tag eins.
00:28:26: Wobei
00:28:27: es interessant war, nach meiner Guatemala-Reise bin ich nach Mexiko.
00:28:30: Dann hab ich mich so belohnt.
00:28:31: Ich hab gesagt, ich geh jetzt mal ein richtig geiles Hotel in Mexiko.
00:28:33: Also wirklich ein sehr, sehr komfortables Hotel.
00:28:35: Dann hab ich festgestellt, das war so ein Art Honeymoon-Hotel, wo wir halt nur Pärchen sind.
00:28:39: Dann gab's die ganzen Restaurants auf dem Gelände.
00:28:42: Am ersten Abend wurde ich schon gefragt, uns sind sie alleine?
00:28:44: Oder haben sie einen Partner dabei?
00:28:45: Nee, ich bin alleine da.
00:28:46: Nächster Tag fragt der Typ mich wieder.
00:28:49: Ich bin immer noch alleine.
00:28:50: Das war immer so ein richtiger Stich ins Herz.
00:28:52: War vielleicht auch ganz gut.
00:28:53: ... um das mal abzuschließen.
00:28:55: Ja.
00:28:56: Und sag mal, dein Podcast war dann ja auch dieses Vom Dantoutaire.
00:29:01: Also du würdest schon sagen, dass diese Phase, die es selbst beschäftigt hat, die wolltest du so ein bisschen, sag ich jetzt mal so, auch in dem Podcast dann mitreflektieren.
00:29:09: oder was war der Auslöser?
00:29:10: Grundsätzlich war es so, ich hab es ein bisschen angepasst, weil ich einfach gemerkt habe, wie viele Themen mich auch interessieren auf dem Weg.
00:29:16: Aber so dieser Grundkerne oder der Kerngedanke ist immer noch Identitätssuche.
00:29:21: Wie gehe ich mit Veränderungen um und ... Wie kann ich Menschen inspirieren, auch mal aus der Komfortzone rauszukommen?
00:29:28: Wir haben jetzt so viele unterschiedliche Gäste.
00:29:30: Wir machen das jetzt auch schon eineinhalb Jahre.
00:29:32: Menschen, die ganz, ganz krasse Erfahrungen gemacht haben.
00:29:36: Todesfälle, wo die Kinder und auch der Mann abgestürzt sind im Flugzeug.
00:29:42: Ich habe viele Sofen dort gehabt, wo es um den Sinn des Lebens geht.
00:29:45: Ich habe Menschen mit Naht und Toderfahrungen.
00:29:47: Sehr viel Alkohol, Erstörungen.
00:29:50: Das sind alles eher so.
00:29:51: die ... Topics, würde ich mal sagen, die jetzt auch nicht immer ganz so leicht sind.
00:29:54: Aber ich glaube schon, dass gerade auch dieses Thema Alkoholabhängigkeit ein sehr, sehr wichtiges ist, weil es eine Art Stigma auch hat.
00:30:03: Es wird selten drüber geredet, aber ganz viel haben dieses Problem.
00:30:05: Und für mich ist es ganz wichtig, aufzuklären.
00:30:07: Ich möchte natürlich auch lernen, ich möchte gerne inspirieren.
00:30:10: Und deswegen kam das.
00:30:11: Und am Ende geht es auch immer ein bisschen um dieses Thema Identität.
00:30:14: Also da ist es egal, ob ich jetzt einen Philosophen da habe, den ich jetzt über irgendwelche Pörpes... ... Themen spreche oder ob ich da mit jemandem spreche, der jetzt als Sportler ... ... seine Karriere beendet hat.
00:30:24: Andere Schöle war auch bei mir im Podcast war ... ... in der Tat mein erster Gast.
00:30:27: Also es ist eine große Bandbreite ... ... und ich spreche die Themen am Thema, die mich aktuell interessieren, ... ... aber auch, wo ich das Gefühl habe, dass es für die ... ... Zuhörerinnen und Zuhörer relevant sein kann.
00:30:38: Es gibt einen roten Faden, aber manchmal schweife ich ab ... ... und ich weiß nicht, wie es mit Sicherheit ... Gut nachvollziehen können.
00:30:43: diese Vorbereitung auf einen Podcast, die ist dann irgendwann einem abgehakt, ich hatte am Anfang, ich habe immer so dreißig Fragen, die ich mir ausdenke, aber Ende gehe ich fünf, sechs Fragen durch und dann geht das, sprich, dahin, wo es hingeht.
00:30:55: Total.
00:30:56: Total.
00:30:57: Sieht man ja bei unserem Gespräch.
00:30:58: Wahrscheinlich.
00:31:00: Aber ja, total.
00:31:01: Was würdest du sagen, wenn dich jetzt jemand fragen würde, was vielleicht das Gespräch oder ein Detail aus dem Gesprächen ist, was dir jetzt so als erstes, ich will gar nicht so priorisieren, sondern einfach so sagst du, das war vielleicht einer der Momente, die mir als erstes so im Sinn kommt.
00:31:17: Matthias Steiner?
00:31:18: Der ehemalige Olympia Leake, genau.
00:31:22: Mit dem Foto.
00:31:23: Genau.
00:31:23: Der seine Frau verloren hat vor den Olympischen Spielen und dann sehr, sehr überraschend Olympiasäger geworden ist.
00:31:29: Übrigens ein ganz, ganz feiner Kerl.
00:31:31: Der hat immer was gesagt, weil am Ende ist es ja auch so Profisportler, die ihre Karriere beendet haben, die jetzt auch nicht ganz unerfolgreich waren und die auch so ein bisschen noch finanziell unabhängig sind oder finanziell unabhängig sind.
00:31:41: Das klingt ja alles toll, ne?
00:31:42: Aber am Ende hat jede Medaille immer zwei Seiten.
00:31:44: Das ist super, aber auf der anderen Seite ... Ich habe viele Möglichkeiten, aber wenn ich zu viele Möglichkeiten habe, ist es manchmal sehr, sehr schwer, sich auf eine Sache festzulegen.
00:31:53: Und dann habe ich ganz, ganz viele Themen, ganz, ganz viele Bälle in der Luft, aber nicht so dieses eine Thema, was mich dann dann wirklich brennt interessiert, so wie es bei Fußball damals war.
00:32:00: Und der hatte zu mir gesagt, zurückzukommen auf Matthias Stein, der hat gesagt, Arne, wenn du jetzt so viele Möglichkeiten hast und du stehst auf einem Flur und du siehst da irgendwie, Du guckst dir die Türen an, aber gehst nie durch eine Tür durch, wirst du dein Leben lang auf dem Flur stehen bleiben.
00:32:15: Und das fand ich echt sehr, sehr interessant, diese Aussage.
00:32:18: Auch vielleicht mal zu sagen, okay, ich nehme jetzt einfach mal eine Tür und gehe da durch und committe mich und sehe, wohin die Reise geht.
00:32:26: Und das fand ich für mich persönlich in diesem Moment sehr, sehr wichtig und hilfreich.
00:32:30: Ja, find ich total gut.
00:32:31: Ich hab da interessanterweise gerade letzte Woche ein Podcast aufgenommen, mit einer damaligen Buch über Decision Making geschrieben.
00:32:39: Die hat einen neuen Begriff geprägt, statt FOMO, also Four of Missing Out, hat sie FOMO gemacht, Four of Better Options.
00:32:48: Ja, das ist perfekt, das ist perfekt.
00:32:50: Das ist perfekt, ne, fand ich auch.
00:32:51: Das Witzige, das jedem, den ich das erzähle, sagt, ah, die Dating-Szene in Berlin in vier Buchstaben versghalten?
00:32:57: Horror, also Horror.
00:32:58: Ich war jetzt auch lange Single, muss ich sagen.
00:33:00: Und das ist auch so ein Thema für sich, definitiv.
00:33:03: Ja, aber du hast es eben gerade schon angesprochen.
00:33:06: Ich habe dich jetzt nicht so kurz nochmal auf meinen Themen wieder zurückgeholt, aber trotzdem zurückzukommen.
00:33:11: Du hast gesagt, zu Long Travity, zu Zusammenhang, aber wahrscheinlich auch im Generellen Leben zusammen, dass du einiges an ritualen Routinen aufgebaut hast.
00:33:20: Würdest du sagen, dass das auch Inspiration aus dem Podcast dabei kamen?
00:33:26: oder sind die alle voll ... ... Healthmate.
00:33:29: Nein, auch aus dem Podcast.
00:33:31: Und das finde ich so schön an Podcasts, ... ... dass in dem Fall ich auch eine Menge selber lernen kann.
00:33:35: Also bei mir, ich habe eben andere Schüler angesprochen ... ... und in unserem ersten Podcast, ... ... oder in meinem ersten Podcast, wo er Gast war, ... ... haben wir über das ... ... Eisbaden gesprochen.
00:33:46: Ja.
00:33:46: So, und ich fand ihn total inspirierend, ... ... er ist dann ja auch immer los auf irgendwelche Berge ... ... und ist dann in kurzer Hose da irgendwie bei ... ... gefühlt minus zwanzig Grad die Berge hochmarschiert ... ... und ist dann in die Eisbäder gesprungen.
00:33:56: Und ich hab mir dann kurz nach unserem Gespräch auch so eine Eistonne gekauft.
00:33:59: Und das ist einer dieser Rituale, die ich komplett durchziehe.
00:34:03: Allerdings muss ich dazu sagen, ich beginne im Herbst und höre im Frühling auf.
00:34:07: Das heißt im Sommer ... Lass ich's.
00:34:09: Zum einen aus ökologischen Gründen, weil ich hab so einen Generator, der runterkühlen kann.
00:34:15: Ich möchte nicht den ganzen Tag das Ding runterkühlen, wenn's draussen sechs, zwanzig, dreißig Grad sind.
00:34:19: Und ich brauche es dann halt auch nicht.
00:34:21: Ich hab jetzt angefangen, gerade im Urlaub, und hab jetzt seit zwei Wochen die Tonne wieder im Betrieb.
00:34:27: Am Anfang war's echt ne ... starke Gewöhnung und habe es dann auch nicht so kalt gestellt, aber jetzt, wenn die Temperaturen auch kälter werden, ich finde es halt schön und es tut mir richtig gut.
00:34:37: Es macht was mit mir, das mache ich morgens direkt nach mal aufstehen und das ist zum Beispiel einer dieser Analyser-Inspirationen, die ich aus dem Podcast habe.
00:34:43: Total schön, also ich habe das, ich hatte in meiner letzten Wohnung in Hamburg auch so eine Dachterrasse und da hatte ich dann eben halt diese Tonne auf eine Dachterrasse und ich habe sie tatsächlich auch nur naturgekühlt gehabt, also gar kein Generator oder sonst was dran, aber Dieser Moment gerade im tiefsten Winter, wenn du dann wirklich erstmal kurz die Eisschicht oben aufhacken musst und tatsächlich auch... ... meine Haut war dann immer so leicht, ganz leicht angeritzt, ... ... wenn ich rauskam von den, den, ... ... den Eisscheiben sozusagen, ... ... die da drin sind, ... ... dann denkst du ja auch schon so, ... ... meine Güte, was machst du da?
00:35:17: Aber man ist danach einfach so ... ... unglaublich grundlos gut drauf, ... ... dass, also so meistens immer so, ... ... immer in diesen Fenster, ... ... so zwischen dreißig und fünfvierzig ... ... Minuten später denkst du immer so, ... ... Mensch, was hab ich für eine gute Laune?
00:35:28: Ja vor allem bei mir dauert es auch echt immer ... ... bis ich wieder auftaue, ne?
00:35:30: Also ich merke das so richtig, ... ... dass die Hände noch richtig kalt sind, ... ... aber man musste auch unterscheiden zum Beispiel, ... ... das hat Andrew Hubermann zum Beispiel auch gesagt, ... ... auch ein sehr bekannter Podcast, ... Hab ich
00:35:37: schon getroffen in Boston.
00:35:38: Ja, ich auch in LA.
00:35:40: Ganz interessant.
00:35:41: Auf jeden Fall dieses Thema, dass man es freiwillig macht.
00:35:44: Wenn ich jetzt jemand sagen würde, geht da jetzt rein, du musst da rein, dann hat es nicht den Effekt, dass ... von sich aus freiwillig macht.
00:35:51: Ich glaube, das hat auch irgendwas mit Hormonauslösen zu tun.
00:35:53: Und ich glaube auch, es gibt Unterschiede zwischen Mann und Frau.
00:35:55: Es ist auch so ein Thema, zum Beispiel Frühstück, morgensjahr oder nein.
00:35:58: Die meisten Studien werden an Männern gemacht oder beziehungsweise auch an Tieren, aber die Frauen werden außen vorgelassen.
00:36:04: Deswegen, da muss man mal ein bisschen vorsichtig sein.
00:36:06: Total,
00:36:06: es ist ein Riesenthema.
00:36:07: Gendermedizin ist ein Riesenthema und ja, das kann eben halt auf den... kommt ein bisschen auch auf die Zyklusphase an und da sind so ein paar Faktoren, die damit in der Rolle spielen, hundert Prozent, aber nichtsdestotrotz, als ich hab hier in Berlin leider keine Möglichkeit, das aufzustellen und lieb ist, aber auch wirklich so total, ich finde es eine so schönes, schöne Art, den Tag zu starten, von daher kann ich das sehr gut nachverziehen.
00:36:32: Wenn ich dich frage, was du mich gerade gefragt hast, dieses Thema, wie definierst du Identität für dich, würdest du sagen, das ist für dich so ein... ... fester Kern.
00:36:43: oder wirst du bis heute sagen es noch so ... ... sehr fluide Größe ist?
00:36:47: Fluide ... ... Work-and-Progress würde ich sagen.
00:36:50: Ich habe jetzt Themen gefunden, die mich extrem interessieren, ... ... an denen ich arbeite, meine Stiftung, ... ... mein Podcast ... ... hin und wieder halte ich ... ... auch Vorträge zu diesen Themen.
00:36:59: Also es sind so die drei Punkte, ... ... die ich eigentlich jetzt auch permanent mache ... ... und die mir auch wirklich Spaß machen, ... ... die auch unterschiedliche Felder sind ... ... oder in unterschiedlichen Feldern sozusagen ... ... aufgespalten sind.
00:37:10: Aber jetzt die Frage ... Wenn ich das alles nicht machen würde, wer bin ich dann und bin ich dann glücklich?
00:37:14: Das kann ich nicht beantworten, weil ich war in dieser Phase noch nicht.
00:37:17: Und ich habe auch irgendwie davor und auch noch viel zu großen Respekt, selbst wenn ich jetzt das aus Monetärer sich könnte, dieses Thema mit sich alleine zu sein und in Stille zu sitzen.
00:37:26: Das ist etwas, was ich gerade versuche.
00:37:29: auch wirklich mich bewusst mal in die Situation zu bringen, mich zu langweilen.
00:37:33: Weil das ist ja auch ein ganz, ganz großes Problem heutzutage, dass sich viele Menschen nicht mehr langweilen.
00:37:38: Und wenn sie nichts zu tun haben, dann wird der Fernseher angemacht, das gibt Hintergrundgeräusche, aber sich wirklich mal mit sich selber zu beschäftigen und mal dieses Unwohlsein auszuhalten.
00:37:48: Das ist Next Level, finde ich.
00:37:50: Da bin ich jetzt gerade an diesem Punkt und ich fange wirklich auch ... mit kurzen Zeiten an.
00:37:55: Früher habe ich auch das Spazieren gehen gehast.
00:37:57: Mittlerweile gehe ich super gerne spazieren.
00:37:59: Aber ich versuche mich auch immer wieder, ich weiß nicht, zwei, drei Mal die Woche, mal für, weiß ich nicht, zwanzig Minuten einfach in die Stille zu setzen.
00:38:07: Und kein Handy, kein Buch, kein gar nichts.
00:38:10: Teilweise das Licht sogar ausmachen, das ist wie so eine Art Meditation.
00:38:12: Und das ist schon interessant, was dann so passiert.
00:38:14: Diese vielen Geräusche im Kopf und diese vielen Stimmen.
00:38:19: weil du jetzt gefragt hast, also die Identität, wer bin ich denn wirklich ohne das, was ich tue?
00:38:23: Genauso, wenn du mich fragen würdest, Arne, was machst du?
00:38:25: Das ist ja eigentlich eine normale Frage in Deutschland.
00:38:27: Dann würde ich wahrscheinlich sagen, entweder sage ich, ich habe eine Stiftung oder ich würde sagen, ich bin Podcast-Hos, was ich jetzt auch gerade teilen möchte.
00:38:34: Aber was soll ich sonst sagen?
00:38:36: Also ich bin Mensch.
00:38:37: Ich bin Mensch und ich versuche mal leben zu leben.
00:38:39: Aber diese Frage kann ich persönlich noch nicht so richtig beantworten.
00:38:43: Ich habe mir auch mal die Frage gestellt, das kam nämlich auch als Frage.
00:38:47: in meinem Podcast, da war ich zu Gast in meinem Podcast, Herz oder Kopf.
00:38:51: Und es wurde auch mal gefragt, Arne, liebst du dich?
00:38:54: Und das ist eine Frage, die kann ich bis heute nicht beantworten.
00:38:57: Ob ich mich liebe oder ob ich mich gut finde, das ist ein Unterschied.
00:39:01: Ich weiß es nicht, da bin ich noch nicht.
00:39:03: Ganz interessant, kann ich nur dazu reflektieren, das war bei mir so, ich bin quasi ... ja, anlässlich meines fünftigsten Geburtstags bin ich in Jakobsby gelaufen.
00:39:14: Und ... bewusst auch so und digitale möglich.
00:39:20: ich hatte ein ein altes handy mit ein altes iphone wo ich dann ein völlig andere nummer völlig andere email identität alles irgendwie sowas hatte Und das konnte aber auch nichts.
00:39:32: Es konnte im Grunde noch eine Booking.com, um die Hostels im Office-Fall dann irgendwie vorzubuchen, weil das manchmal eben halt ein bisschen enger sein kann und hier Google Maps umzusehen, ob man auf dem richtigen Weg ist.
00:39:43: Und es gab noch irgendeine Pilge App, aber es war's.
00:39:49: Natürlich trifft man da Leute auf dem Weg, aber man ist schon auch sehr viel allein.
00:39:53: Und dann fängt man an.
00:39:55: Gesprächen mit sich selbst, also nicht laut, aber im Kopf zu führen.
00:39:59: Und für mich war das in dieser Intensität, als ob ich einen alten Freund wieder getroffen hätte, also den ich lange nicht gesehen habe.
00:40:06: Und ich finde das ja eigentlich schon so bitter, wenn du dir überlegst, dass du das Gefühl hast, dass du etwas, was du früher viel häufiger gemacht hast, weil, ganz ehrlich gesagt, diese Gespräche, die dann in meinem Kopf waren, waren... Alltag, das war jeden, er habe ich regelmäßig gemacht, weil bei längeren Autofahrten, bei Fahrradfahrten, bei Alltagdingen, die man gemacht hat, wie Kochen.
00:40:29: Aufräumputzen, you name it, wo du einfach mal alleine warst, dann hast du ja diese Gespräche im Kopf dann so.
00:40:35: Und das war völlig normal.
00:40:37: Heutzutage hast du ja dann irgendwie fast immer Kopfhörer drin oder es läuft was nebenbei, wie du sagst, es dodelt was nebenbei oder sonst was.
00:40:43: Und dadurch findet das nicht mehr in diesem Maße so statt.
00:40:45: Und ich fand das genau wie du sagst.
00:40:47: Ich finde es total gut und wichtig.
00:40:48: ... das weiterhin noch wieder zu leben und zuzulassen.
00:40:52: Und ich habe genau wie du sagst, also bei mir auch ausgelöst durch ein Podcast, also eher aus Blutzuckersenkung, dass man sagt nach dem Essen irgendwie und wenn es nur zehn Minuten sind, einmal ein bisschen gehen.
00:41:02: Aber du siehst mich so häufig ... ... nollig, als wir telefoniert haben, da war ich auch hier um die Ecke im Gleißdreieck einfach spazieren.
00:41:09: So, weil ich es einfach für mich ... Tue, gut habe ich jetzt mit dir telefoniert, habe ich dann mit jemanden angesprochen, aber es ist dann nichts so so trotz.
00:41:16: Also ich versuche das macht das ganz, ganz häufig hier auch nur kurz in der Mittagspause, dass ich einfach für zehn Minuten hier kurz am Gleis direkt lang gehe und ohne Input und finde genau, was du sagst, dieses bisschen lange, also langweile oder einfach dem Geist auch die Möglichkeit zu geben, einfach mal wieder Kontakt mit dir aufzunehmen, finde ich eine unfassbar wertvolle Geschichte.
00:41:41: Also kann man nicht anders sagen.
00:41:42: Wenn du jetzt sagst, dieses ganze Thema sportlich Liederlagen, Verletzung, aber auch eben halt persönliche Brücke, was würdest du rückblickend sagen, war der wichtigste Rückschlag im positiven Sinne, wo du am meisten Kraft rausgezogen
00:41:57: hast?
00:41:59: Ich würde sagen, zweieinmal das Karriereende, das ich ja eben schon immer kurz angedeutet habe, neue Identität zu finden, was ist für mein nächster Sweetsport, eine ganz, ganz lange Beziehung verarbeiten und mich wieder frei machen davon.
00:42:11: Auch zu trauern ist auch ein ganz, ganz wichtiger Aspekt, den ich dann auch für mich bewusst wahrgenommen habe.
00:42:15: Es gibt ja auch unterschiedliche Rangensweisen.
00:42:17: Trauern
00:42:17: nach der Beziehung?
00:42:18: Genau, genau.
00:42:19: Sich wieder direkt etwas Neues zu stürzen und auch wirklich mal traurig zu sein.
00:42:23: Aber ich würde auch sagen, es ist ein Jahrzehnte im Jahr.
00:42:27: Da haben wir vier zwei gewonnen, was ja erstmal toll klingt, aber ich habe irgendwie war mit verantwortlich für die beiden Gegentore und wurde dann auch ziemlich kritisiert und auch in Frage gestellt, ob ich überhaupt die Berechtigung hätte, in dieser Mannschaft zu spielen.
00:42:38: Das war schon nicht so einfach.
00:42:41: Überhaupt nicht einfach zu sagen, aber am Ende ging's mir darum, was hab ich für Möglichkeiten?
00:42:45: Ich hab zwei Möglichkeiten.
00:42:46: Entweder, ich glaube das jetzt, was geschrieben wird, und ich hab irgendwie so ein bisschen Self-Pity für mich, oder ich sehe es als etwas, das mich richtig weiterbrennen kann.
00:42:54: Und was kann ich aus diesem Moment lernen?
00:42:56: Ich kann daraus lernen, dass es nie medial schlimmer werden kann.
00:43:00: Also, das ist einfach so.
00:43:01: Und wenn ich da jetzt durchgehe und mich darauf fokussiere und ins Spiel gucken kann, sagen kann, ich hab alles getan in dem Moment.
00:43:08: Und es waren vielleicht auch ein bisschen ungünstige Umstände.
00:43:10: Dann komme ich da stärker wieder raus.
00:43:12: Das war für mich auch so einer dieser Punkte.
00:43:14: Ich hatte danach eigentlich was mediale Kritik angeht, überhaupt keine Probleme mehr.
00:43:18: Aber ich habe gedacht, es ist schlimmer, kann es doch nicht werden, als es die ganze Welt das sieht.
00:43:22: Und das war so der zweite Punkt, würde ich sagen.
00:43:24: Ja.
00:43:25: Ich kann das Spiel noch sehr gut erinnern, ehrlich gesagt.
00:43:27: Das war ja der beginnende Sommermärchen.
00:43:30: Manchoper hat das erste Tor geschossen, mein Gegenspieler, genau.
00:43:34: Von daher, aber ich könnte zumindest positiv sagen, ich kann mich wahnsinnig gut an diese Glücksgefühle des Spiels erinnern und sehr wenig an die Kritik ernten.
00:43:43: Genau, aber Glücksgefühle, und das ist manchmal auch das Thema.
00:43:45: Alle freuen sich, ne?
00:43:46: Und die ganze Nation freut sich, aber ich weiß, in dem Moment war ich der Dept, ne?
00:43:49: Und dann ist es nicht so einfach, sich mitzufreuen mit dieser ganz großen Traube.
00:43:53: Und das ist also, obwohl man Teil dieser ganzen Nummer ist, ist dann schon auch irgendwie so ein kleiner Stachel, der da tief sitzt.
00:43:58: Und das war ein Thema, das hat mich in dem Moment sehr beschäftigt, aber am Ende hat es mich sehr viel weitergebracht.
00:44:05: Ich bin ja persönlich ein großer Fan von Passion, wenn du etwas mit Leidenschaft machst und ich bin kein Fan von Purpose.
00:44:11: Purpose ist so für mich so ein Korsett, dass du versuchst, dein ganzes Leben in diesen Einsatz festzulegen.
00:44:18: Und deswegen auch die Frage, wie fluid ist in deinem Kern.
00:44:24: Und deswegen, finde ich, ist ... etwas mit Passion zu machen, schon sehr, sehr gut.
00:44:28: Aber um die Idee des Purpose aufzunehmen, ist es ja eigentlich, wenn du es mal wirklich sagst, es ist eine Art Beitrag, den du dir leistest.
00:44:34: So.
00:44:35: Und da du das jetzt schon mehrfach kurz angerissen, ohne es wir jetzt in der Tiefe drüber gesprochen haben, du hast ja eine Stiftung.
00:44:42: Da gibt es auch viele Leute, die Stiftung einfach nur steuerlichen Gründen machen, um ihr Geld sozusagen vom Staat so ein bisschen gut zu verstecken.
00:44:49: Weil bei dir ist es ja wirklich ein
00:44:51: gemeinnütziger... Was ja eigentlich Schwachsinn ist, weil das Geld habe ich nicht mehr, ne?
00:44:54: Also wenn ich so denken würde, das Geld, wenn ich sagen würde, ich möchte steuern... ... sparen.
00:44:58: Klar, würde ich dann Steuern sparen, aber mir geht das Geld nicht mehr.
00:45:00: Ja,
00:45:00: ja, ja, ja, ja.
00:45:02: Aber da gibt es ja andere Modelle.
00:45:03: Ich will nur einfach sagen, ... ... das ist ja ein Beitrag, den du de facto im Entleihest.
00:45:07: Das magst du uns vielleicht mal, ... ... unsere Hürren, die vielleicht sich damit noch nicht so beschäftigt haben, ... ... mal kurz mitnehmen.
00:45:12: Was ist die Stiftung, was macht sie?
00:45:14: Ja, bevor ich darauf zu sprechen komme, ... ... noch ganz kurz zur Purpose und Leidenschaft.
00:45:17: Ich bin fest davon überzeugt, ... ... wenn man seine Leidenschaft gefunden hat, ... ... lebt man seinen Purpose.
00:45:21: Weil dadurch kann man auch Menschen helfen.
00:45:23: Egal, man muss ja nicht immer eine Stiftung haben.
00:45:25: Wenn ich jetzt zum Beispiel leidenschaftlich gerne ... Putze.
00:45:29: Und ich habe richtig Leidenschaft an dieser Nummer.
00:45:31: Die Menschen drumherum, denen ich dann sozusagen diene oder für die ich arbeite, die haben auch einen Benefit.
00:45:35: Wie schön ist es, wenn man Menschen sieht, in Hotels ist, und dann ist da eine ... ein männliche oder weibliche Putzkraft, und diese Person hat einfach Leidenschaft und lächelt.
00:45:45: Wie schön, das gibt mir in den Moment ein tolles Gefühl.
00:45:47: Also, ich bin großer Freund davon, herauszufinden, was ist so ... Dein Sweetspot, was macht ihr Spaß?
00:45:54: Und ich bin mir sicher, wenn ihr etwas Spaß macht, dann wirst du auch gut.
00:45:56: Ganz lustig, dass es gerade ansprich ist, natürlich.
00:45:58: Ich wollte das jetzt nicht unterbrechen, aber wir hatten heute Morgen hier gerade eine Situation.
00:46:01: Hier kam eine enttäuschte Kundin rein, so.
00:46:04: Und die war so richtig auf Hundert Achtzig, so.
00:46:06: Und wollte sich dann irgendwie, sagt das jetzt die letzte Chance, bevor sie in Anwalt einen Spray erschaltet und ich weiß nicht was.
00:46:12: Und dann bin ich dann, hab das nur am Rande mitbekommen, wenn die in die Einrichtung haben, hab hier das Podcaststil vorbereitet, bin dann zurückgekommen.
00:46:18: Und dann sage ich, dass eine ... Ja, eine Mitarbeiterin aus meinem Team, Steffi, bei der saß.
00:46:24: Und mit ihr da irgendwie am Computer saß.
00:46:27: Und dann dachte ich so, die ist Brand and Partnership Manager.
00:46:31: Wo ich denke so, die macht ja nicht Custom Relationship oder irgendwie so was.
00:46:36: Und dann dachte ich so, warum sitzt sie da?
00:46:39: Und dann habe ich sie danach gefragt, meinst du ja, weil ich dachte, ich kann dir schnell helfen.
00:46:42: So.
00:46:43: Und das ist halt einfach wirklich so, schaut an Steffi, dass er hilft, bereit ist.
00:46:47: der Mensch, den ich kenne.
00:46:48: Und die macht das glaube ich ja nicht.
00:46:50: weil sie es muss, sondern weil die einfach so ist.
00:46:53: Das ist auch eine Passion.
00:46:54: Das ist auch eine Passion.
00:46:55: Es
00:46:56: ist bereit zu sein.
00:46:57: Ich hab mich auch so ein bisschen davon freigemalt.
00:46:59: Ich bin Stiftungsgründer, deswegen spreche ich auch ganz kurz über die Stiftung.
00:47:02: Wir haben jetzt zehnjähriges gehabt dieses Jahr.
00:47:04: Und ich hab auch mal gesagt, wir müssen so schnell wie möglich wachsen.
00:47:06: Wir müssen so vielen Menschen helfen wie möglich.
00:47:08: Ist super, wenn die Möglichkeiten dafür da sind.
00:47:10: Also wenn jetzt auch die finanziellen Möglichkeiten dafür da sind, dann mach ich das super gerne.
00:47:15: Wenn ich am Ende vielleicht nur drei Personen, wir helfen erst drei Personen, aber jetzt noch mal Beispiel, wenn ich am Ende drei Personen helfe, oder ich helfe als, weiß ich nicht, als irgendjemand, der irgendwo arbeitet, einer Person zwischendurch mal, aber ich halte mal die Tür auf und ich bringe jemanden zum Lachen, dann finde ich, hat man schon was Gutes dieser Welt hinzugefügt.
00:47:31: Ohne
00:47:31: Prozent.
00:47:32: Und mit meiner Stiftung ist es so, dass es, wie gesagt, vor zehn Jahren entstanden, ich habe erst mal, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte von Stiftungswerk, ich habe ein Praktikum gemacht bei der Berliner Bürgerschriftung.
00:47:42: Da ist dann auch ein Projekt entstanden, das wir bis heute immer noch führen.
00:47:46: Das haben wir jetzt allerdings komplett in die eine für die Stiftung übernommen und das heißt Vielfalt gewinnt.
00:47:50: Da sind wir an Schulen und wir helfen über auch finanzielle Unterstützung.
00:47:55: In AG ist sozusagen den Demokratie und Vielfaltgedanken zu fördern.
00:47:59: Also die ersten Jahre sind wir in die Schulen hinein mit Sozialpädagogen, mit einer Projektleiterin haben den geholfen sozusagen Projekte zu initiieren.
00:48:07: Jetzt sind wir ein bisschen davon weg und wir lassen Schulen sich bei uns bewerben.
00:48:12: nach einem gewissen Kriterienkatalog, den wir erstellt haben.
00:48:15: Und wir geben sozusagen jetzt Geld daraus.
00:48:17: Und da müssen die am Ende sagen und auch aufzeigen, was sie gemacht haben.
00:48:20: Also Demokratiegedanke fördern an Schulen Integration.
00:48:24: Dann haben wir ein ganz, ganz... Das ist ein tolles und wichtiges Projekt, und zwar die Kinder- und Jugendhofsbietsarbeit.
00:48:30: Ich bin Schirmherr eines Hospices hier in Berlin, und das unterstützen wir finanziell.
00:48:33: Wir arbeiten aber auch ...
00:48:34: Ist das ein reines Kinder- und Jugendhofsbiets?
00:48:35: Kinder- und Jugendhofsbiets, aber ein ambulantes.
00:48:37: Es gibt der Unterschiede, ambulante und es gibt Stationäre.
00:48:40: Am Ende müssen sich die Eltern immer fragen, ob ich die Kraft und die Möglichkeit, mein Kind zu Hause zu lassen, was die meisten auch wollen, aber in manchen Fällen geht es halt einfach nicht.
00:48:47: Diese Kinder- und Jugendhofsbietsarbeit hat mir auch sehr die Augen geöffnet, weil ich erst mal mich mit dem Thema richtig beschäftigt habe.
00:48:53: Viele sehen dann immer nur den Tod und auch dieses ... ein Kind, ein Jugendlicher ist sterbenskrank und wird irgendwann früher sterben als erwartet.
00:49:01: Aber auf der anderen Seite, die große Herausforderung ist auch, dass viele das Gefühl haben, nicht zur Gesellschaft dazu zu gehören.
00:49:06: Weil das sind dann alleineziehende Mütter in ganz, ganz vielen Fällen.
00:49:08: Die Väter sind dann oftmals weg.
00:49:10: Dann ist da dieses Kind, diese Jugendliche, allein mit der Mutter zu Hause, hat keine Freunde, hat keine Hobbys groß, kann ja nichts machen oder nicht viel machen, weil das eben auch körperlich sehr, sehr eingeschränkt ist.
00:49:20: Und wie schafft man es diesen Menschen eben auch mal eine Stimme zu geben?
00:49:23: Und das haben wir gemacht.
00:49:24: Wir haben einem Jungen mal geholfen, seine Geschichte zu erzählen vor Publikum.
00:49:27: Jetzt schreiben wir gerade aktuell ein Buch, das wird jetzt Ende des Jahres rauskommen.
00:49:32: Und da haben wir Betroffene ... interviewt.
00:49:35: Wir haben acht Kinder und Jugendliche befragt.
00:49:39: Wir haben eine Mutter befragt und einen Bruder.
00:49:42: Und einfach mal herausfinden wollen, was sind so eure Heldengeschichten, was sind eure Wünsche, was richtig Positives.
00:49:49: Und um gar nicht zu dieses Thema Hospizienemotoren zu stellen, sondern die Menschen, die dort eben auch effektet sind.
00:49:55: Und dann haben wir Autoren und Autorinnen gefunden, die diese sozusagen Geschichteninformationen in Kinder... Geschichten schreiben.
00:50:01: Das wird sozusagen Kinder- und Jugendbuch und das wird Ende des Jahres rauskommen.
00:50:04: Das ist auch etwas, das mir sehr am Herzen liegt, zum einen den Betroffenen eine Stimme zu geben, so eine Art Legacy auch, zum anderen aber auch tolle Geschichten zu teilen und eben auch Menschen zu inspirieren und eben... natürlich die Einnahmen fließen dann wieder nach Abzug der Kosten komplett in das Kinder-OSP.
00:50:20: So, das sind so unsere Themen.
00:50:21: Dann haben wir noch eine Schule in Rwanda, die wir unterstützen, ganz einfach, weil ich da auch persönliche Bezüge zu habe.
00:50:26: Ich war letztes Jahr auch in Rwanda und da gibt es eine Schule in Ruli, die wir finanziell unterstützen.
00:50:31: Wir leiten da jetzt auch gerade ein Fußballprojekt an, also eine kleine Brücke zum Fußball.
00:50:35: Und genau, das sind so die hauptsächlichen Themen, die wir machen.
00:50:37: und wir unterstützen noch das deutsche Herzzentrum der Charité, auch aus einem persönlichen Grund, weil ich da zweitausendfünfmal zu Besuch war und mir das einfach die geöffnet hat und mir aufgezeigt hat, was für ein privilegiertes Leben ich denn führen darf.
00:50:50: Toll, tolle Projekte.
00:50:54: Ich fange mal vorne kurz an.
00:50:55: Also dieses Thema Demokratie an Schulen.
00:50:57: Gab es da einen Punkt, einen Moment, wo du sagen würdest, das hatte ich ja mit am meisten Stolz, Dankbarkeit, Erfüllung irgendwie versehen?
00:51:08: Also Demokratie, diesen Begriff habe ich jetzt so genannt.
00:51:10: Ich würde jetzt erstmal eher mal so sagen... Um demokratisch sozusagen auch zu leben, braucht es Vielfalt und es braucht so dieses, es darf keine Berührungsängste geben.
00:51:19: Und das heißt, die Kinder und Jugendlichen, die da zusammenkommen, das sind sehr gemischte Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.
00:51:26: Und ein Thema, was mich sehr, sehr gefreut hat zum Beispiel, das ist schon viele Jahre her, da haben wir eine Weihnachtsfeier irgendwo organisiert.
00:51:33: von einer Schule.
00:51:34: Und da haben wir uns riesengedanken gemacht, was können wir jetzt machen, dass die Kinder irgendwie richtig Spaß haben.
00:51:39: Und teilweise gab es dann auch verständigungsprobleme, sprachliche Verständigungsprobleme.
00:51:44: Und dann war es auf einmal so, dann hat ein Kind ein Ball gesehen, irgendwo in der Ecke.
00:51:47: Und dann auf einmal waren alle Kinder weg.
00:51:48: Und dann habe ich mir überlegt, wo sind die jetzt?
00:51:50: Und dann hab ich daraus geguckt, wir haben die Fußball gespielt.
00:51:51: Und das war geil.
00:51:53: Das hat mir richtig Spaß gemacht.
00:51:54: Und die ganzen Planen, die wir uns überlegt haben, haben wir dann einfach mal kurz gekänzelt.
00:51:56: Dann haben wir die Fußball spielen lassen, dann haben wir noch was gegessen.
00:51:59: Und das macht es doch auch.
00:52:00: Es ist gar nicht so sehr, mit dieser Schablone durchs Leben zu laufen.
00:52:04: Wer ist das?
00:52:04: Was macht der?
00:52:06: Mag ich den oder nicht?
00:52:07: Nein, wir haben vielleicht eine Leidenschaft.
00:52:08: Ich spiele Fußball, Fußballverbinde in dem Fall wieder.
00:52:10: Und das ist auch das Schild am Fußball.
00:52:12: Und das war einer dieser Geschichten, die mich definitiv geprägt haben.
00:52:16: Sehr schön, sehr schön.
00:52:17: Ich war jahrelang Förderer eines Kinderhospis in Hamburg oder Hamburg-Wedel, Sternbrücke, und da ... Das ist aber ein stationäres Hospiz.
00:52:26: Und da ist es so, die haben dann immer mir, ich glaube, es war die Spendenbescheinigung.
00:52:34: Also einmal im Jahr habe ich auf jeden Fall mal Post von dem bekommen, die hat immer diesen einen Flyer und diesen Flyer stehen damit drin.
00:52:38: Wir können für ihr Kind nichts mehr tun.
00:52:41: So, und dann stand immer so ein Satz, der für, wo dann die Welt für alle Eltern zusammenbricht und so weiter alles und so was.
00:52:48: Und dann war das dann so, aber mich hat immer dieser Satz so... ... so wahnsinnig runtergezogen.
00:52:55: Und da muss ich wirklich sagen, ... ... das war so ein Punkt, ... ... ich habe das aus anderen Gründen ... ... habe ich mich jetzt entschieden sozusagen, ... ... ich bin zwar immer noch im Kinderbereich, ... ... also ich bin jetzt seit ... ... seit zwei tausend fünf, ... ... bin ich bei Dunkelziffer sehr engagiert, ... ... dass es eben halt geht um ... ... also die Dunkelziffer von ... ... misshandelten Kindern.
00:53:11: eben halt so, ... ... dass man da eben halt ... ... Hilfe und Aufklärung leistet.
00:53:14: Aber was ich sagen möchte ist, ... ... irgendwann hat man dieses Engagement ... sozusagen bei diesem Kinderhospiz, wie soll ich das formulieren?
00:53:25: Nicht mit die Befriedigung gegeben oder vielleicht mich eher immer so runtergezogen, dass es das unter anderem einer der Gründe war, warum ich sozusagen meine Engagement woanders hingebracht hat.
00:53:36: Ich will jetzt gar nicht darauf hinaus, dass du Geld woanders heran darin bringst, aber hast du das Gefühl, dass dein Engagement, was du da machst, was ich ja ganz toll finde, auch Momente mit sich bringt, die dich dann eher nach unten ziehen?
00:53:53: Nach unten ziehen nicht, aber ich merke schon, nach einer Zeit, gerade bei der Kinder- und Jugend-Hospizarbeit, das ist schon ein heavy Topic, muss ich dir das sagen.
00:53:59: Das geht dann immer so zwei, drei Jahre gut.
00:54:01: Und dann, wenn ich, das habe ich vorletzt und im letzten Jahr, habe ich das zweimal gehabt in einem Jahr, da war ich bei einer Fundraising-Veranstaltung oder habe über meine Stiftung gesprochen.
00:54:12: Und ich konnte auf einmal nicht mehr sprechen, weil ich geweint habe.
00:54:14: Und das ist mir eigentlich nie passiert und passiert mir auch nicht.
00:54:17: Aber irgendwann ist das Glas mal so voll.
00:54:19: mit all diesen schweren Themen, dass es einmal kurz überläuft.
00:54:22: Und dann ist aber das Glas wieder entleert.
00:54:25: Und das ist schon ein Thema, also ich würde nicht sagen, dass es mich runterzieht, sondern dass es manchmal schon emotional heavy ist.
00:54:31: Aber das dauert eine Zeit lang, bis es da ist.
00:54:33: Und bis dahin genieße ich einfach auch die Arbeit mit denen, weil es auch unglaublich inspirativ ist.
00:54:38: Und ich dann auch immer wieder reflektieren kann, wie gut es mir geht.
00:54:41: Das ist ja auch immer so, was ich helfe, um einer Menschen das Leben zu verbessern, aber ich helfe auch mir.
00:54:46: in dem Fall, weil ich dann sozusagen mal wegkomme von meinen eigenen kleinen Problemen und auch erstmal wirklich realisiere, wie gut es mir geht.
00:54:53: Total gut nachvollziehen.
00:54:54: Wie gesagt, ich bin seit dem Jahr zwei Tausend Fünf da sehr engagiert.
00:54:57: Ich freue mich dann immer so, wenn man mit seinen Möglichkeiten auch was machen kann.
00:55:00: Wir haben dann auch mal so, wenn die Sagen organisiert, wo dann eben halt dann Bilder verkaufen und alle erlöse, dann sozusagen davon dann eben halt auch wieder rein ging.
00:55:08: Und das war dann eben halt auch etwas, was dann eben halt so auf meine Initiative war, der Fotograf, der Michael Pulitzer, das ist wieder ein Freund von mir, der hat dann die Bilder gemacht und so was alles und so.
00:55:15: Das sind einfach so schöne Momente, die finde ich was, also... Karikative Arbeit hat etwas Hochbefrieden, das muss man ja wirklich so sagen.
00:55:22: Also von daher, ich kann das sehr gut nachvollziehen.
00:55:24: Sag mal nur, um eine letzte Leidenschaft nur mal anzusprechen, habe ich da falsch recherchiert oder, weil du es gar nicht genannt hast, du fotografierst auch, oder?
00:55:35: Ja, das mache ich nebenbei.
00:55:37: Ich habe einmal sogar eine Fotoausstellung gehabt dieses Jahr.
00:55:40: Ich war letztes Jahr in Kiew als Sportbotschafter und habe dort angefangen, natürlich auch erst nach Rücksprache, ob das okay ist, auch Fotos zu schießen.
00:55:48: Und habe dann so ein bisschen eine Leidenschaft entdeckt.
00:55:49: Also ich würde jetzt nicht sagen, dass ich jeden Tag fotografiere, aber einmal im Jahr ... Ich stelle ein paar Bilder zusammen, die ich dann eventuell ausstelle.
00:55:57: Also wie gesagt, dieses Jahr, Anfang des Jahres, habe ich eine Ausstellung gemacht mit einem Freund von mir, der, da haben wir sozusagen eine Co-Ausstellung gehabt und das war echt ein interessantes Feld.
00:56:05: Das hat mir viel Freude gebracht, weil es mich dann auch im Moment leben lässt, weil wenn ich ein Foto mache... Dann bin ich in dem Moment da und ich bin präsent.
00:56:13: Und ich sehe vielleicht auch Dinge mal anders, wenn ich die Kamera in der Hand habe, als wenn ich jetzt irgendwie im Stechschritt durch die Stadt laufe.
00:56:21: Ich würde schon sagen, das macht mir sehr viel Spaß, aber nichts, was ich tagtäglich tue.
00:56:25: Ich kann das total gut nachvollziehen, weil ich finde, dass gerade die Suche nach guten Bildern ... Einfach auch ein anderes Tötig-Welt gehen lässt, genau wie du sagst.
00:56:33: Und das ist bei mir eine Zeit lang auch sehr ausgeprägt gewesen.
00:56:37: Also ich bin eine Zeit lang wirklich leidenschaftlich gerne mit der Drohne auch geflogen.
00:56:40: Und ich habe mich danach einfach so unfassbar über diese Aufnahmen und Filme und alles dann irgendwie so gefreut, weil es einfach so eine neue Perspektive dann auch noch mal so war.
00:56:49: Und ich würde sagen, neunzig Prozent davon habe ich nie irgendwo geteilt, veröffentlicht oder sonst was.
00:56:53: Das war einfach nur so für mich.
00:56:55: Ja, cool.
00:56:55: Und fand das sehr, sehr schön, fand das sehr schön.
00:56:58: Wir kommen so ein bisschen zum Ende.
00:57:00: Wir haben ja sehr viel über alles gesprochen.
00:57:05: Aber wenn wir jetzt mal trotzdem zu dem ursprünglichen Gedanken des Neuernfangs mal so zurückgehen.
00:57:10: Und du hast vielleicht Menschen, die jetzt hier zuhören und die sich gerade neu orientieren müssen.
00:57:17: Sei es büroeswirnteutlich, sei es privat, sei es auch beruflich.
00:57:22: Hast du da vielleicht so ... Ein, zwei, drei, irgendwas so als Tipp oder als Anstoß aus deiner Erfahrung, aus deinen Gesprächen, aus deinem Podcast, allen drum und dran, was du hier teilen könntest.
00:57:33: Also für mich ist das mal ganz wichtig, wenn etwas, wenn ein Lebensabschnitt oder etwas zu Ende geht, egal was es ist, ist es erst mal richtig okay, dass man sich schlecht fühlt.
00:57:42: Ich glaube, da muss auch keiner irgendwie superheld sein und sagen, mich, dann geht das überhaupt nicht.
00:57:48: Das ist alles Bullshit, würde ich sagen, weil man ... Ich glaube, es ist sogar sehr, sehr wichtig, auch zu trauern.
00:57:54: Und dann auch zu akzeptieren und sich auch bewusst machen, dass ein gewisser Lebensabschnitt zu Ende ist.
00:58:02: Also wirklich, diese Trauer ist dann auch wichtig.
00:58:03: Hatten wir zumindest geholfen.
00:58:05: Die Akzeptanz, dass es so nicht mehr sein wird.
00:58:08: Und dann aber auch sich die Zeit geben, sich selbst die Zeit zu geben und auch nicht zu haben, mit sich selber zu sein, dass man einen neuen Weg einschlägt.
00:58:18: Und den wird man einschlagen.
00:58:19: Ganz einfach.
00:58:20: Investiere in zwischenmenschliche Beziehungen, das finde ich ist ein Thema, das ich jedem raten würde, auch wenn es richtig gut läuft, weil gerade die guten, tollen Menschen in deinem Umfeld, die werden für dich da sein und umgekehrt genauso, wenn es mal nicht so gut läuft.
00:58:32: Und dann einfach auch, wenn du an diesem Punkt bist, dass du jetzt abgehakt hast und wirklich nach vorne schaust, Dinge einfach auszuprobieren, zu sehen, was macht mir Spaß und vielleicht auch die Dinge mal durchzusehen, die mir einfach Spaß machen und nicht unbedingt dich jetzt machen muss, weil jetzt irgendwie jeder das von mir erwartet, sondern auch mal aus diesem Trott rauszukommen.
00:58:49: Und Geduld mit sich zu haben.
00:58:50: Wie gesagt, zwischenmenschliche Beziehungen.
00:58:53: Neugiere hat mir immer geholfen, aber das ist etwas, das hat man oder hat man nicht.
00:58:56: Vielleicht kann man es ein bisschen entwickeln, aber ich bin ein sehr neugieriger Mensch.
00:58:59: Und das waren so die Themen, die mir am meisten geholfen haben.
00:59:02: Ja, ich glaube auch.
00:59:04: Das ist einer meiner absoluten Lieblingshecken Neugier.
00:59:06: Das ist tatsächlich so, weil ich finde Neugier ist so das Schlüssel für alles.
00:59:11: Genau wie du sagst, auch alleine diese guten soziale Kontakte.
00:59:14: Ich glaube, ich habe einfach ein so großes... Freundschaftsnetzwerk, weil ich einfach neugierig bin, weil ich auch wirklich an den Menschen interessiert und jeder hat eine gute Geschichte.
00:59:24: Ich habe hier auf diesem kleinen Abend einen gravierten Stay Hungry und das ist so ein bisschen diese Lust, dieser Hunger auf Neues und das ist ja auch so diese legendäre Rede von Steve Jobs, Stay Hungry, Stay Foolish.
00:59:39: Ich glaube, das ist es, das ist das, was der Spice of Life irgendwie so ein bisschen mit sich bringt.
00:59:47: Gut, darf ich als Abschlussfrage und eigentlich hasse ich diese Frage mit den Bewerbungsgesprächen?
00:59:52: Mal sehen.
00:59:54: Trotzdem, ich traue dich mal... Bin
00:59:55: ich heute in der Bewerbung hier, ja?
00:59:57: Wer weiß?
00:59:58: Wer weiß, wer weiß.
00:59:59: Arne Friedrich, heute in fünf Jahren.
01:00:01: Was glaubst du, was ich wirklich... Glaubst du, dass du vieles von dem heute noch wieder machst oder glaubst du, dass ich dann tatsächlich der fluide Kern nochmal wieder weiter in eine andere Richtung gedreht
01:00:10: habe?
01:00:10: Also ich werde auf jeden Fall meine Stiftungsarbeit weiterführen, weil das etwas ist, dass ich mir ja... zum Ziel gesetzt habe und ich habe jetzt keine Stiftungsleben gerufen, um dann irgendwann damit aufzuhören.
01:00:18: Das ist ja etwas Permanentes.
01:00:20: Ob ich ein Podcast nachmache, weiß ich nicht.
01:00:25: Ich glaube, das einzige Valide, das sich nicht ändern wird, ist meine Stiftung.
01:00:30: Und alles drum herum bin ich komplett entspannt.
01:00:32: Schaue, wie es mir Spaß macht, wohin mich der Reise führt, welche Interessen sich noch entwickelt.
01:00:37: Also dafür bin ich auch einfach viel zu neugierig.
01:00:40: Also da könnte ich mir schon vorstellen, dass dann auch das eine oder andere kommt, dass ich jetzt noch nicht sehe.
01:00:44: Ich sage vielen Dank fürs Gespräch.
01:00:46: Eine Frage.
01:00:47: Ich liege natürlich allen deinen Podcast auch ans Herz.
01:00:49: Also der heißt eben halt vom dann to there und würde noch mich interessieren.
01:00:56: Die Stiftung, die du machst, ist das alles gebündelt?
01:00:58: Oder eine Sache und kann man das unterstützen?
01:01:00: Oder wie funktioniert das?
01:01:01: Das ist die eine Friede Stiftung und wir haben unterschiedliche Themen, die ich ja gerade angesprochen habe.
01:01:05: Hospizarbeit.
01:01:08: Wenn man jetzt sagen würde, finde ich super, kann man dann gezielt sagen, ich möchte das.
01:01:11: Definitiv.
01:01:12: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zu helfen.
01:01:15: Man kann einmal helfen, indem man Projektbezogen spendet.
01:01:19: Das ist das, was du gerade gefragt hast.
01:01:21: Ich möchte das gerne als Kinderhospiz Haus Leo unterstützen.
01:01:23: Dann würde man sozusagen in Verwendung.
01:01:26: das Geld ist dafür.
01:01:27: Man kann die Mittel als freie Mittel an uns spenden, dann können wir entscheiden, wo macht es gerade Sinn, wo brauchen wir jetzt Geld?
01:01:33: oder man kann eine Zustiftung machen, dass sozusagen der Stiftungsstock steigt und der Stiftungsstock ist das, was uns ja auch am Leben hält.
01:01:39: Am Ende darf man nicht abbauen, der wird immer bestehen bleiben oder auch hoffentlich dann anwachsen und aus den Zinsen kann man am Ende des Jahres eben Projekte unterstützen.
01:01:48: Und auch persönlich?
01:01:49: Persönlich definitiv.
01:01:51: Also wir haben ein kleines Gremium, ein inoffizielles Gremium, das heißt Freundeskreis.
01:01:57: Da haben wir zum Beispiel einen Anwalt, der uns bei rechtlichen Fragen hilft, der Pro Bono Arbeit für uns macht, einfach für Themen, die wir jetzt nicht auf uns schieben haben.
01:02:04: Der hat schon mehrfache auch Familien aus dem Kinderhauspiez geholfen, die jetzt irgendwelche Probleme hatten.
01:02:09: Wir haben irgendwelche Marketing Pros, die unsere Website zum Beispiel machen.
01:02:14: Also das muss nicht immer nur Geld sein, sondern es können auch Dienstleistungen sein.
01:02:18: Vielen Dank.
01:02:19: Ich habe zu danken.
01:02:24: Hast du eigentlich einen Lieblings-Supplement?
01:02:27: Ich würde sagen, ich habe zwei aktuell.
01:02:30: Das eine heißt Laktiferin.
01:02:33: Oh, Eisenaufnahme.
01:02:34: Ja, das ist für die Stärkung des Immunsystems unter anderem und Magnesium.
01:02:40: weil ich glaube, dass Magnesium auch gerade Stress bedingt, also ich habe jetzt nicht so viel Stress, aber zwischendurch dann schon, dass Magnesium wichtig ist.
01:02:47: und das sind sie die beiden Themen, die ich eigentlich immer da habe und alles drum herum, da brauche ich mir dann einen kleinen Kern, mache dann auch gerne mal Kuren und ich nehme jetzt nicht ein Produkt immer, sondern außer jetzt Laktiferin, das nehme ich dann schon regelmäßig, höre dann aber auch zwischendurch auf, aber das sind so die beiden, die ich eigentlich immer da habe.
01:03:04: Wenn euch diese Folge gefallen hat, würde es mir sehr helfen, wenn ihr eine Bewertung bei Apple Podcast oder Spotify hinterlasst.
01:03:10: Damit ihr nichts verpasst, abonniert unseren Newsletter.
01:03:13: Dort geht es nicht nur um diesen Podcast.
01:03:15: Meistens stellen wir euch da ganz neue Produkte vor, zu denen es dann auch immer ein Einführungsrabattcode gibt, der aber nur vierundzwanzig Stunden gültig ist.
01:03:23: Und das wäre ja blöd, wenn man das verpasst.
01:03:25: Also, den Newsletter findet ihr unter www.sunday.de.
Neuer Kommentar