#181 Herzintelligenz - Emotionale Gesundheit stärken. Mit Reiner Krutti
Shownotes
„Je resilienter mein System ist, desto weniger schadet mir das, was von außen kommt.“
Ist dein Herz wirklich nur eine Pumpe - oder ist es auch ein Schlüssel zu mehr Ruhe, Klarheit und innerer Stabilität? In Folge #181 von HEALTHWISE spricht Host Jason Raffington mit Reiner Krutti (HeartMath Deutschland) über die Idee der Herzintelligenz - und darüber, wie du das Zusammenspiel von Herz, Nervensystem und Gehirn ganz praktisch für deinen Alltag nutzen kannst.
Reiner erklärt, warum das Herz nicht nur Blut durch den Körper bewegt, sondern auch Rhythmus, Information und emotionale Balance beeinflusst. Du erfährst, was hinter HRV und Herzkohärenz steckt - und warum Kohärenz nichts mit Abschalten zu tun hat, sondern ein Zustand ist, in dem du gelassen, klar und gleichzeitig wach bist.
Besonders wertvoll: Du bekommst eine konkrete Übung, die du in wenigen Atemzügen anwenden kannst - zum Beispiel vor schwierigen Gesprächen, nach stressigen Momenten oder einfach zwischendurch. Außerdem spricht Reiner darüber, wie Biofeedback helfen kann, feiner wahrzunehmen, was in dir passiert - ohne Leistungsdruck oder Perfektion.
Was dich in dieser Folge erwartet: 🫀 Wie Herz und Gehirn über Nerven, Rhythmus, Hormone und elektromagnetische Felder miteinander kommunizieren 📊 HRV vs. Kohärenz - warum nicht nur Werte zählen, sondern auch die Muster dahinter 🌱 Warum Resilienz kein Zufall ist, sondern etwas, das du aktiv trainieren kannst 🌬️ Eine einfache Atemübung, die du sofort im Alltag einsetzen kannst 📱 Was Biofeedback leisten kann - und warum du es nicht zwingend brauchst 🌍 Ein spannender Blick auf Global Coherence und warum diese Forschung differenziert betrachtet werden sollte
Wichtige Momente in diesem Video: 00:00 Resilienz: Warum innere Stabilität heute so wichtig ist 02:55 HeartMath: Wie alles begann und worum es dabei geht 08:55 Herzintelligenz: Wie Herz und Gehirn zusammenarbeiten 11:35 Die vier Wege, über die Herz und Gehirn kommunizieren 14:22 Wie das Herz unser Nervensystem beeinflusst 17:31 HRV: Was sie über Stress, Gesundheit und Anpassungsfähigkeit verrät 23:22 Kohärenz trainieren: Was regelmäßige Übung bewirken kann 38:17 Innere Vorbereitung auf schwierige Gespräche 41:12 Herzfokussiertes Atmen: Eine einfache Praxis zum Mitmachen 46:51 Emotionen und ihre Wirkung auf Körper und Herz 49:51 Praktische Techniken zur Selbstregulation
Mehr zu Reiner Krutti: https://www.heartmathdeutschland.de/unser-team/
Über Sunday Natural Sunday Natural entstand aus einer langjährigen Leidenschaft und Forschung in den Bereichen Gesundheit, Heilung und Selbstentfaltung. Der Mangel an natürlichen, qualitativ hochwertigen Produkten auf dem Markt war die ursprüngliche Motivation für die Gründung von Sunday Natural im Jahr 2013. Seitdem verfolgt die Berliner Premium Nutrition Brand konsequent ihr Leitmotiv - Produkte herzustellen, die den Vorbildern der Natur folgen, absolut rein und frei von jeglichen Zusatzstoffen sind und sich mit der höchstmöglichen Qualität auszeichnen. Sunday Natural ist heute einer der renommiertesten deutschen Qualitätshersteller, mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Berlin.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Aber ich kann dafür sorgen, dass mein System resilient ist.
00:00:03: Und darum geht es.
00:00:04: Egal, was im Außen passiert, die resilienter mein System ist, desto weniger schadet mir das, was von außen kommt.
00:00:11: Je nachdem, welche Qualität es natürlich hat.
00:00:12: Also ich kann es in Autounfallen, nütze Resilienz nicht so viel.
00:00:15: Aber alles, was wie so eine emotionale Belastung ist, ist eine innere Resilienz der beste Schutz, den ich aufbauen kann.
00:00:23: Herzlich willkommen zu HealthWise, dem Gesundheits Podcast präsentiert von Sunday Natural.
00:00:28: Mein Name ist Jason Raffington und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein.
00:00:33: Wir tauchen einen Themen
00:00:34: wie Medizin,
00:00:35: Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.
00:00:38: Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut.
00:00:42: Seit Jahrtausenden gilt das Herz als Quelle von Emotionen, Mut und Weisheit.
00:00:46: Und bis heute klingt das in unserer Alltagssprache nach.
00:00:48: Wir handeln von Herzen.
00:00:50: Etwas ist eine Herzensangelegenheit.
00:00:51: Und manchmal nehmen wir uns Dinge sehr zu Herzen.
00:00:54: Gleichzeitig beschreibt die moderne Medizin das Herz oft nüchtern als Muskelpumpe und Taktgeber des Körpers.
00:01:00: Doch ist das Herz wirklich nur eine Pumpe oder spielt es eine aktive Rolle dabei, wie wir Emotionen verarbeiten, wie wir denken und wie wir Stress regulieren?
00:01:08: Genau hierzu forscht das Hartmarth-Institut in den USA seit Jahrzehnten, mit dem Anspruch, das Zusammenspiel von Herz, Nervensystem und Gehirn nicht nur zu erklären, sondern auch praktisch nutzbar zu machen.
00:01:18: Mein heutiger Gast ist Rainer Crotty.
00:01:20: Er ist Gründer, Geschäftsführer und Ausbildungsleiter von Hartmarth Deutschland und allen führende Experte für Herzintelligenz und Querenztraining.
00:01:27: Heute sprechen wir darüber, wie die Kommunikation zwischen Herz und Gehirn physiologisch funktioniert, was Herzcoherenz bedeutet und wie man die Intelligenz des Herzens nutzen kann, um unsere Gesundheit nachhaltig zu verbessern.
00:01:38: Herzlich willkommen, Rainer.
00:01:40: Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:01:43: Ja, Rainer, wir starten ja mal mit einer Sonntagsfrage und meine Frage an dich ist, was tust du Sonntags für deine Herzgesundheit?
00:01:51: Genau, was tue ich Sonntags für meine Herzgesundheit?
00:01:53: Also, ich gehöre zu den Eulen und deswegen habe ich so im Alltag unter der Woche nicht ausreichend Zeit, um so in den Alltag zu starten, wie ich das möchte.
00:02:04: Das heißt, Sonntags ist für mich der Moment, wo ich einfach wirklich in meinem Rhythmus sein kann, weil unter der Woche sind halt schon E-Mails da, da klingelt einer schon das Telefon.
00:02:12: Und das heißt, ich nehme mir viel Zeit.
00:02:15: Gerade im Winter ist es wunderschön.
00:02:16: Wir haben einen schönen Kamin.
00:02:17: Da setze ich mich vor den Kamin und lass einfach nur mal so meine Gedanken fließen.
00:02:21: Einfach nur mal präsent zu sein und habe dann einfach auch mehr Raum für Zeit mit mir, also Zeit für die Verbindung mit mir.
00:02:28: Und das ist was für mich der Sonntag besonders ausmacht und dann Zeit mit der Familie.
00:02:33: Also viel Verbindung.
00:02:34: Also ich glaube, das ist so wesentlich, was der Sonntag, den Sonntag unterscheidet, ist, dass ich Zeit zur Verbindung mit mir selber und mit anderen Menschen habe.
00:02:42: Das klingt gut.
00:02:42: Also es ist eher die entspannte Reform, um das Herz zu unterstützen.
00:02:46: Also nicht Ausdauertraining und sich anstrengend sein, sondern eher runterkommen und Entspannung.
00:02:51: Das klingt gut.
00:02:52: Ja, wobei natürlich Bewegung schon auch einen wichtigen Aspekt, aber denn es ist eher mal längerer Spaziergang oder so.
00:03:00: Reiner, für die Leute, die noch nie von Hard Math gehört haben, ich habe es jetzt ganz kurz angeschnitten im Intro, aber vielleicht kannst du noch mal erklären, was das Hard Math-Institut ist und wie du dazu gekommen bist, ja, für Hard Math zu arbeiten, beziehungsweise den deutschen Zweig zu eröffnen.
00:03:16: Ja, gerne.
00:03:17: Also, Hartnitz wurde in der Zeit neunundneinzig gegründet, und zwar von einer Gruppe von Menschen inspiriert, vor allem von Dr.
00:03:25: Schilder, so heißt dieser Hauptgründer.
00:03:28: Und es ist eine Gruppe von Menschen gewesen, die schon jahrelang zusammen meditiert haben, zusammen Persönlichkeitsentwicklung gemacht haben.
00:03:35: Und bei ihrer Arbeit war das Herz immer im Zentrum.
00:03:37: Und sie haben sich schon lange gefragt, wenn so ein, das ist auch Eingangsgesagt, wie unsere Sprache so viel über das Herz sagt, wenn in allen religiösen oder spirituellen Traditionen des Herzen eine ganz besondere Rolle spielt, dann muss das ein Grund haben.
00:03:53: Und vielleicht haben wir, und es war so die Frage, mit unseren bestlichen wissenschaftlichen Messmöglichkeiten Methoden, Forschungsmethoden die Möglichkeit dem auf dem Grund zu gehen.
00:04:03: Und das war die Inspiration für das Habensinstitut.
00:04:06: Und sie haben ganz spannende Entdeckungen dann eben gemacht, was wirklich zeigt, warum das Herz eine ganz besondere Rolle spielt, eben auch bei den Entstehen von Emotionen, bei der Selbstregulation, aber auch auf einer spirituellen Ebene.
00:04:19: Und ich denke, das wird ja auch dann Teil des Podcasts heute sein.
00:04:22: Und haben dann sehr viel publiziert auch, weil bei ihnen es war wichtig.
00:04:28: Ich glaube, im besten braucht man häufig so eine wissenschaftliche Anbindung, dass man eben die Dinge auch erklären kann.
00:04:34: Wir wollen das verstehen.
00:04:35: Wir wollen es nicht nur erfahren, wir wollen es verstehen, weil wie das funktioniert.
00:04:39: Und wir brauchen häufig auch so, damit wir uns darauf einlassen können, mal was wirklich auszuprobieren, wollen wir erst mal vor, also die wissenschaftliche Erklärung haben.
00:04:48: Und es war im Prinzip auch mein Weg dahin, weil ich war lange Zeit in der Automobilindustrie, eine französischen Hersteller und ich hatte sehr viel Stress, sehr viel Druck, sehr viel Energie dort gelassen und mir hat es gleichzeitig immer so irgendwie an dem letzten Sinn, an der letzten Bedeutung gefilmt.
00:05:07: Es hat Spaß gemacht, war eine spannende Zeit, das war am Mitte der neunziger Jahre.
00:05:13: Und gleichzeitig war es eben auch sehr, sehr, sehr kräftig sehrend.
00:05:17: Und was mir am meisten gefehlt hat, war die Möglichkeit im Alltag mein Stress zu regulieren.
00:05:22: Damals gab es schon so die ersten Seminare rund um das Thema Work-Life Balance, auch mit der Idee, okay, wenn du tagsüber viel Stress hast, musst du abends was für den Ausgleich tun.
00:05:31: Was mir aber gefehlt hat, war, wenn mein Chef anruft und sagt, Leute, wir brauchen noch bis zum Monatsende dieses und dieses Ergebnis.
00:05:38: Und ich mir gleichzeitig denke, Wir haben schon alles gemacht.
00:05:41: Wir haben wirklich schon überall im Team.
00:05:44: Wir haben eigentlich keine Möglichkeit mehr da noch was zu machen.
00:05:46: Da kommt ein extremer Druck auf, weil ich weiß, die Erwartung ist da.
00:05:50: Aber nach unten kann ich nichts mehr weitergeben.
00:05:52: Das heißt, der Mittelmanagement war ja echt immer so diese Position, die quasi so als Tampon auffangen mussten.
00:06:03: Und da hat mir was gefehlt, mich regulieren zu können.
00:06:06: Ich bin dann ausgestiegen, bin dann in andere Richtungen gegangen und habe einen Ausgang ins Heilpraktik und Osteopath gemacht.
00:06:11: Und dann gleichzeitig gemerkt, aber dieses Thema beschäftige ich mich noch.
00:06:15: Wie kann man im Alltag Stress regulieren und wie kann ich dann quasi meine beiden Welten zusammenbringen?
00:06:21: Und ja, da kam ich durch den... berühmten Zufall auf ein Buch von einem französischen Arzt, David Céron Schreiber.
00:06:32: Und Céron Schreiber hat in seinem Buch so wunderbar geschrieben, dass unser Körper viel enger mit unserem emotionalen Gehirn verbunden ist als unser Verstand mit unserem emotionalen Gehirn verbunden ist.
00:06:42: Weshalb es über den Körper wesentlich einfacher und effektiver ist, Emotionen zu regulieren.
00:06:47: Und das Herz spielt eine ganz besondere Rolle, schreibt er.
00:06:49: Und dann beschreibt er eine Methode, wo man auch am Bildschirm schauen kann, was sich verändert im Herzrhythmus.
00:06:55: gewisse Übungen macht und wie man das zu stressregulatuellen nutzen kann.
00:07:00: Das ist genau das, was ich immer gesucht habe und man kann es auch noch messen.
00:07:03: Ich bin ja so ein Zahlen-Daten-Fakten-Mensch.
00:07:05: Und da hatte er eben über das Hartniss-Institut und die Arbeit von Hartniss geschrieben und dann kam dann eins oder andere.
00:07:11: Es hat dann einige Jahre gedauert, weil wir waren in dem Jahr zwei Tausend Fünf, habe ich das Buch gelesen, und in dem Jahr zwei Tausend Drei Zehn gab es dann die Gründung von Hartniss-Deutschland.
00:07:21: Da geht ja eigentlich schon hervor, dass du das Herz als mehr als nur eine Pumpe ansiehst, richtig?
00:07:29: Wie würdest du das Herz denn beschreiben?
00:07:30: Was würdest du denn sagen, ist die Aufgabe des Herzens?
00:07:32: Also ich meine, das ist jetzt wahrscheinlich, könntest du wahrscheinlich sehr weit ausholen, aber du hast jetzt kurz ein Knappversuch zu erläutern, wenn jemand dich fragt, was macht, was ist denn das Herz für uns?
00:07:41: Warum brauchen wir das?
00:07:42: Genau.
00:07:43: Ja, also wenn man es... klinisch-kardiologisch uns anschauen, würde man sagen, das Herz ist eine Pumpe, das dafür zuständig ist, vor allem das Blut durch den Körper zirkulieren zu lassen.
00:07:55: Jetzt darf man sich mal vorstellen, wenn man die ganzen Blutgefäße aus dem Körper rausnimmt, hintereinander weglegt, dann kommen wir, da gibt es unterschiedliche Schätzungen, die einen sagen vierzigtausend Kilometer, die anderen sagen hunderttausend Kilometer.
00:08:08: So, jetzt haben wir einen Pumpe in der Größe einer Gartenteigpumpe, so groß ist das Herz ungefähr und diese soll eine Flüssigkeit dicker als Wasser, weil Blut ist ja dicker als Wasser, vierzigtausend Kilometer weit pumpen.
00:08:23: Da kommen wir so physiologisch an die Grenzen.
00:08:25: Jetzt ist dieses Beispiel natürlich auch nicht ganz richtig, weil der Blutkreis ist ja nicht nur linear, sondern er ist häufig auch parallel.
00:08:33: Dennoch weiß man mittlerweile, dass das Herz nicht alleine zuständig ist für die Zirkulation des Blutes, sondern dass es doch andere Stellen gibt, vor allem auch die Gefäße selber, die für den Blutkreislauf sorgen, dann stellt sich die Frage aber, warum dieses kontinuierliche, was wir als Pumpen bezeichnen.
00:08:52: Und da ist eher die Idee mittlerweile, dass das Herz den Rhythmus auf den Blutkreislauf hier aufschwingt, also wie so ein Dynamisator, der für eine Dynamik sorgt und dadurch Information durch den Körper transportiert.
00:09:07: Also das ist eine ganz wesentliche Aufgabe, das Herz als Kern von einem rhythmischen oder einem Taktgeber im gesamten System.
00:09:17: Und dann wissen wir mittlerweile seit den Achtzigerjahren, dank eines Forschers namens Andrew Armour, dass es im Herzen vierzig bis fünfzigtausend Neuronen gibt.
00:09:28: Neuronen sind Nervenzellen, die wir auch im Kopf haben, also im Gehirn haben und dass diese Neuronen ganz unterschiedliche Funktionen haben und es eine ganz enge Kommunikation zwischen Herz und Gehirn gibt.
00:09:40: Also man geht davon aus, dass über achtzig Prozent der Kommunikation zwischen Herz und Gehirn aufsteigende Kommunikation ist.
00:09:47: Das kann man wissen, wenn man den Vargus-Nerv durchschneide, so eine der Haupt.
00:09:51: Kommunikator zwischen Kopf und Körper.
00:09:54: Und der Vargus nervt hat über achtzig Prozent aufsteigende Nervenfasern.
00:09:58: Und Nervenfasern können nur in eine Richtung funken.
00:10:02: Und dann sieht man, es gibt viel mehr Informationen, die nach oben steigt als nach unten steigt.
00:10:07: Jedes Organ sendet Informationen, aber das Herz-Kreislauf-System hat eine ganz besondere... Aufgabe in dieser Kommunikation, weil der Rhythmus des Herzens, den er dann vom Gehirn empfangen wird, hat einen ganz wesigen Einfluss darauf, wie wir fühlen, wie wir klar denken können und noch noch andere Systeme.
00:10:27: Es ist interessant, weil häufig denken wir ja, dass unser Gehirn sozusagen die
00:10:31: Hauptzentrale
00:10:32: in unserem Körper ist und alles andere steuert, aber jetzt sagst du, dass das Herz eigentlich viel mehr Informationen von unten nach oben sendet.
00:10:39: Also es ist ein sehr, sehr intelligentes System und Hartmann ist benutzt ja auch die Bezeichnung Herzintelligenz und spricht glaube ich auch vom Herz Gehirn, weil es halt eben dieses sehr komplexe System, das sehr komplexe Organ ist.
00:10:52: Vielleicht kannst du auch noch mal erklären, was man noch unter dem Begriff Herzintelligenz versteht.
00:10:58: Ja, gerne.
00:10:59: Also vielleicht nochmal wichtig.
00:11:01: Es ist vor allem das Zusammenspiel, das wir brauchen.
00:11:04: Also es geht jetzt, also sagen das Gehirn, du meinst weg, jetzt haben wir nur noch das Herz.
00:11:07: Es ist eben, es wäre so das andere Extrem aus dem reinen Gehirnzentrierten in einem reinen Herzzentriertes.
00:11:13: Sondern es geht darum, dass diese beiden, das wir quasi zu einer, wir nennen es mittlerweile so Herz-Gehirn-Kohrenzkommens.
00:11:19: Also zu einem guten Zusammenspieler kann man nachher vielleicht ja nochmal auf eingehen, weil man In der Zitzgärne gab es einen Nüßenschaffler Karl Priebrahm, der gesagt hat, unser Gehirn ist ein Mustererkennungssystem.
00:11:32: Das heißt, es bekommt ganz viele Informationen in Form von Mustern und in Abhängigkeit von diesen Mustern fällt das Gehirn Entscheidungen.
00:11:40: Und wenn eben dieses Gehirn keine Tomationen bekommt, dann ist es eben auch nicht in der Lage, Entscheidungen zu fällen.
00:11:46: Deswegen braucht es absolut den Körper, auch um Entscheidungen fällen zu können.
00:11:53: Das kleine Gehirn im Herzen ist letztendlich nicht nur diese Neurone, die haben unterschiedliche Eigenschaften.
00:12:06: Diese Neuronen können zum einen Informationen aufnehmen.
00:12:09: Das heißt, sie haben Wahrnehmungsfähigkeiten, Informationen verarbeiten, weiterleiten, Jahre, Kurzzeit und Langzeitgedächtnis.
00:12:18: Und deswegen kann man sagen, dem Herz wohnt eine gewisse Intelligenz inne.
00:12:23: Weißt du, wann das Herz anfängt zu schlagen?
00:12:25: im Mutterleib, bei einem werdenden Baby?
00:12:27: Ich glaube, bevor
00:12:29: das Gehirn sich ausgebildet hat.
00:12:31: Genau, nach drei Wochen, bei einundzwanzig Tage, einundzwanzig Tage.
00:12:35: und da ist überhaupt noch kein Gehirn angelegt.
00:12:38: Und das Herz ist auch das Letzte, was aufhört.
00:12:40: Also wenn das Herz aufhört, dann sind wir tot.
00:12:44: Das heißt also, das Herz begleitet uns und hat einfach noch eine gewisse Mystik.
00:12:49: der wir noch gar nicht so richtig auf die Spur gekommen sind.
00:12:52: Da gibt es jetzt so die ersten Ansätze.
00:12:55: Und wenn man dann nochmal zurückgeht in die Ideen der verschiedenen religiösen Traditionen, zum Beispiel Christentum ist das Herz auch der Ort, wo Gott zu uns spricht.
00:13:05: Also es scheint eben auch wie so ein Tor zu sein zu spirituellen Themen.
00:13:10: Aber dann wollen wir jetzt gar nicht erstmal reingehen.
00:13:12: Aber Herzintelligenz bedeutet, dass wir In Verbindung mit dem Herzen Zugriff zu Informationen haben, die wir rein über den Verstand nicht so einfach kriegen.
00:13:25: Nämens Beispiel Intuition.
00:13:26: Intuition wird halt eher dem Herzen zugeschrieben als dem Gehirn zum Beispiel.
00:13:33: Ja, das hört man ja auch wieder in der Sprache.
00:13:34: Also man soll auf sein Herz hören, man soll Entscheidungen erstmal nicht aus dem Kopf treffen, sondern tun, was das Herz einem sagt.
00:13:43: Genau.
00:13:43: Und es gab ja dann diese Zeit, dann der Aufklärung und um den Kart, ich denke, also bin ich.
00:13:49: Und da gab es eben Blas Pascal, der dann gesagt hat, okay, aber le coeur a dé raison que la raison de conne pas, das ist ein Wortspiel auch französisch, weil raison sowohl Gründe wie auch Verstand heißt.
00:14:01: Das heißt, wenn man das übersetzt heißt es, das Herz hat seine Gründe.
00:14:05: die der Verstand nicht kennt.
00:14:07: Und ich glaube, das kennen wir alle, dass wir so diese, wenn man sagt, das ist meine Herzensentscheidung.
00:14:12: Und das heißt, dass es der Verstand vielleicht sagt, mach das lieber nicht, das ist gefährlich oder was wohl die Leute denken oder was auch immer dann vom Gehirn kommt oder vom Verstand kommt.
00:14:20: Aber hier weiß ich nicht, muss das machen.
00:14:23: Auch wenn es vielleicht total absurd klingt oder überhaupt für die anderen nicht nachvollziehbar ist, aber ich weiß es.
00:14:30: Also hier ist mehr ein Wissen.
00:14:32: Ich würde mal sagen, hier ist Wissen und hier ist Glauben.
00:14:36: Du hattest gesagt, dass Herz kommuniziert über Neuronen mit dem Gehirn.
00:14:39: Gibt es noch andere Wege, wie das Herzinformationen oder ja wieder Informationsaustausch zwischen Herz und Gehirn stattfindet?
00:14:46: Genau, es gibt insgesamt vier Kommunikationswege.
00:14:48: Zum einen über die Nervenbahnen, über die Giselaerone und den Vargusnerv.
00:14:53: Dann gibt es den biophysikalischen Kommunikationsweg.
00:14:57: Also ich kann ja hier Puls messen.
00:14:59: Ich kann am Spannenden und am Fußpuls messen.
00:15:01: Wenn ich ins Gehirn reingreifen könnte, könnte ich dir auch Puls messen.
00:15:04: Das heißt, jede Zelle weiß auch über die Blutdruckwelle, in welchem Rhythmus, in welchem Muster das Herzen schlägt.
00:15:14: Das ist der zweite Weg.
00:15:15: Der dritte Weg ist biochemisch, weil das Herz in den achtzeiger Jahren, glaube ich, oder neunzeiger Jahren wurde das Herz auch als Hormon.
00:15:24: Produktives Organ, also Hormondrüse, qualifiziert.
00:15:28: Da wurde ein Hormon gefunden, das heißt ANF, Atrial-Naturerätischer Faktor, das beispielsweise bei der Stressregulation hilft und man hat dem Herzen auch die Produktion von Oxytocin, also unser Beziehungshormon festgestellt.
00:15:44: Das heißt also, der hormonelle Weg ist ein sehr langsamer Weg, aber auch ein Weg, über den das Herz mit dem Körper kommuniziert.
00:15:51: Und dann wird ja die Kontraktion des Herzens durch elektrische Impulse erzeugt.
00:15:57: Das ist ja kontinuierlich, ne?
00:15:58: Also, sechzigmal, achtzigmal pro Minute wird ein elektrischer Impuls erzeugt und dadurch entsteht ein elektromagnetisches Feld.
00:16:07: Und dieses magnetische Feld, das das Herz produziert, ist zum einen wesentlich größer als das Magnetfeld, das Gern produziert.
00:16:13: Auch das Gern hat ja Stromfluss.
00:16:15: Auch da wird ein Magnetfeld produziert, aber das vom Herzen ist deutlich, deutlich größer, deutlich intensiver.
00:16:21: Und es ist mit modernen Magnetometern, so heißen diese Messinstrumente nur so in zwei bis drei Metern Abstand rund um den menschlichen Körper messbar.
00:16:30: Es gibt unterschiedliche Aussagen, die einen sagen so ein Meter, die anderen sagen zwei bis drei Metern.
00:16:34: Das hängt in aller Regel davon ab, wie messfein diese Magnetometer sind.
00:16:39: Weil muss man Leute halt in Kabinen stecken, wo sonst keine Magnetfelder sind, um das wirklich messen zu können.
00:16:46: Also wenn ich mit jemanden am Tisch sitze oder in der Gruppe mit Menschen am Tisch sitze, dann sitzen wir gegenseitig in diesen elektromagnetischen Feldern und auch da findet eine Form von Kommunikation statt.
00:16:57: Das ist unser Forschungsdirektor vom Hartmus-Institut.
00:17:00: Er sagt, wir können uns das Magnetfeld des Herzens wie so eine Trägerwelle vorstellen.
00:17:05: Trägerwelle kennt man vom Radio.
00:17:06: Wenn man sein Radio auf eine bestimmte Frequenz einstellt, dann ist es die Trägerfrequenz.
00:17:11: Und dann darauf werden dann Nachrichten, Musik oder sonst irgendwas draufgelegt und kommt dann, weil wir Sender und Empfänger auf die gleiche Frequenz eingestellt haben.
00:17:20: entsteht eine Kommunikation.
00:17:21: Und dieses Magnetfeld des Herzes dient eben die Trägerwelle.
00:17:25: Was den Vorteil und den Nachteile hat, dass ich kontinuierlich das, was im Inneren ist, nach Außensende, ob ich das will oder nicht.
00:17:32: Und manchmal will ich es ja nicht.
00:17:33: Ich will ja nicht, dass jemand merkt, dass ich Angst habe oder ich will nicht, dass jemand merkt, dass ich wütend bin.
00:17:38: Aber unbewusst kriegen wir das auf jeden Fall mit.
00:17:41: Ich glaube, viele kriegen das auch bewusst mit und merken, wenn man zum Beispiel einen Raum betritt oder jemand gegenüber hat einfach schlechte Laune, dann spürt man das manchmal auch und vielleicht ist das ja auch der Grund, dass man einfach dieses Magnetfeld wahrnimmt, weil sich dann eben die Schwingungen entsprechend der Emotionen verändern und man merkt, oh, irgendwas stimmt hier nicht.
00:17:58: Genau.
00:17:59: Diese, was wir als so dicke Luft eher chemisch zeichnen, ist eher etwas, was wir auf einem anderen als den fünf klassischen Wahrnehmungen sehen, wahrnehmen.
00:18:09: Was du auch gesagt hast, dass das Herz auch Oxytocin produziert im Englischen, das ist ja das Love-Hormone, das Liebeshormon, das ist dann ja auch wieder mein Spürz im Herzen und ich glaube allgemein denkt man eher, dass es im Gehirn produziert wird hauptsächlich, aber wie du sagst, ist das Herz eben auch diese Hormondrüse, die eben dafür verantwortlich ist, dass wir dieses Hormon ausschütten.
00:18:27: Genau.
00:18:27: Und dann ist halt die Frage, wo sind die Hauptrezeptoren?
00:18:29: Da bin ich jetzt kein Spezialist drin, aber das eine ist ja, wo wird es produziert und wo hängen dann die Rezeptoren, wo es angedockt wird?
00:18:35: Und da wird natürlich das Wesentlich im Gehirn angedockt.
00:18:38: Und die Beziehung, die Verbindung gehen wir natürlich dann auch mit unserem Verstand ein.
00:18:44: Deswegen ist da, glaube ich, das Wesentliche, dass ich verstehe, ich muss erstmal mit mir in Verbindung sein.
00:18:49: Kontakt ist ja nicht direkt eine Verbindung, sondern eine Verbindung entsteht dann, wenn ich... mit mir in Verbindungen und dann eben auch wirklich von Herz zu Herz mit ihren Verbindungen.
00:19:01: Das ist was anderes als nur dieser oberflächliche Kontakt.
00:19:06: Also man kann jetzt schon sehen, dass das Herz eine sehr große Rolle für die Regulation unserer Emotionen spielt beispielsweise auf verschiedene Wege.
00:19:16: Wir sprechen später auch darüber, wie man das noch ein bisschen gezielt kontrollieren kann.
00:19:21: Also verschiedene Atemtechniken, verschiedene Konzentrationsmöglichkeiten.
00:19:26: Welchen Einfluss kann das Herz dann noch auf unsere Gesundheit nehmen?
00:19:29: Welche Bereiche werden da angesprochen?
00:19:34: Mein meines Herzes ist natürlich erstmal selbst etwas, wo ganz viel Medizin darauf achte, dass es dem Herzen gut geht.
00:19:41: Wir schauen ja viel mehr auf die Gesamtintegration.
00:19:46: Und man kann die Aktivität des Herzes nutzen, um einen Spiegel zu kriegen für die Aktivität des autonome Nervensystems.
00:19:54: Und unser autonomes Nervensystem, einer Biologieunterricht, ist ja der Teil von unserem Nervensystem, der ohne unseres Bewusstes zutun, deswegen ja autonome Nervensystems.
00:20:04: macht das selbst, ohne dass wir eingreifen müssen, steuert über neunzig Prozent unserer Körperfunktionen.
00:20:13: Und dieses autonome Nervosystem hat zwei S, nämlich den Sympathikus und den Parasympathikus erst.
00:20:20: Der Sympathikus ist der Teil, der für die Aktivität zuständig, also bald wir aktiv sind, wenn wir die Treppe hochsteigen oder auch so jetzt, wie wir beide hier, wir sitzen zwar, haben wir trotzdem so eine Grundaktivität.
00:20:32: Das wird vom Sympathikus gesteuert, der dann auch, wenn es kritisch wird, dafür zuständig ist, dass wir in bedrohlichen Situationen Flüchtler kämpfen können.
00:20:41: Also die Kampf- und Fluchtreaktion wird auch von dem Sympathikus gesteuert.
00:20:45: Das heißt, der aktiviert uns und verbraucht Energie.
00:20:49: Und dann gibt es den Parasympathikus, der häufig so als Gegenspieler bezeichnet wird, wobei, passt nicht so ganz, eben als die Hauptaufgabe von Parasympathikus ist, Energie zur Verfügung zu stellen.
00:21:02: Zum einen steuert er unter anderem die Verdauung.
00:21:07: Das heißt über die Verdauung gewinnen wir neue Energie.
00:21:09: Aber der Parasympathikus ist insgesamt dafür zuständig, die Systeme runterzufahren.
00:21:14: Also wenn wir zum Beispiel nach einer stressigen Situation wieder zur Ruhe kommen, dann ist es gut, dass der Parasympathikus sehr aktiv sein kann und die Systeme schnell wieder runterfahren kann, damit wir nicht unnötig Energie verbrauchen.
00:21:28: Und der Parasympathikus ist Natürlich, also Parasympathis ist ganz wichtig für unsere Gesundheit.
00:21:35: Was man zum Beispiel weiß, ist, wenn ein unteraktiver Parasympathikus zu wenig aktiv ist, dass wir Tendenziell zu mehr Entzündungen neigen.
00:21:47: Es gibt so diesen Begriff von Inflammaging.
00:21:50: So dieses Inflammation, so dieses Silent Inflammation habt ihr wahrscheinlich auch schon einiges in anderen Podcasts drüber gemacht und dieses schnell vorzeitige Altern.
00:21:59: Und da spielt eben auch der Parasympathikus nerv.
00:22:02: Weil die Aktivität des Vargus nerv, der Parasympathikus wird über den Vargus nerv.
00:22:06: absteigende Information reguliert, der sorgt dafür, dass Entzündungen eher unten gehalten werden.
00:22:14: Andersrum, wenn ich halt einen schwachen Karasympathikus habe, dann mache ich eher die Türen auf für Entzündungen.
00:22:21: Der Parasympathikus sorgt dafür, dass wir uns wirklich erholen, wenn wir nachts schlafen.
00:22:26: Wir wissen von Langzeit-HRV-Messungen, wo man über achtundvierzig Stunden die Herzaktivität misst, aber nicht, um das als EKG auszuwerten, sondern eben zu schauen, was macht das autonome Nervensystem in unterschiedlichen Momenten, dass man dann auch in den Tiefschlafphasen sieht, dass diese Menschen keine parasympathische oder kaum parasympathische Aktivierung mehr haben.
00:22:48: und dann schlafen die zwar, aber es findet keine Regeneration-Stande.
00:22:51: Das ist so ein bisschen das Fatale.
00:22:54: Wir dürfen durchschlafen nicht mit erholsamen Schlafen wechseln.
00:22:58: Ja, ich glaube, das ist auch gerade noch mal ein wichtiges Stichwort gesagt, und zwar HRV.
00:23:01: Und letztendlich, wenn wir über diese beiden Äste sprechen, Parasympathikus und Sympathikus, ist ja nicht einer gut und der andere schlecht, sondern es geht um die Balance zwischen beiden.
00:23:10: Das heißt, wir wollen, dass beide... gut funktionieren, dann funktionieren, wenn sie funktionieren sollen.
00:23:15: Und vielleicht kannst du auch noch mal, wir hatten das schon in vorigen Episoden, also müssen wir gar nicht so tief da einsteigen, aber vielleicht kannst du trotzdem noch mal den Begriff HRV erklären und den dann auch mit einem anderen wichtigen Begriff von Hardwareth abgrenzen, und zwar der Herzcoherenz.
00:23:30: Ja, gerne.
00:23:30: Und ich finde es ganz wichtig, was du sagst.
00:23:33: Es gibt ja ganz viele Bücher mittlerweile doch rund um den Bagus und den Parasympathikus.
00:23:37: Und ich glaube, der hat in den letzten Jahren auch Tut im Glück ganz viel ein Bedeutung gewonnen, dass man sich mit dem Bargussnerv auseinandersetzt.
00:23:45: Und gleichzeitig hat man oft den Eindruck, aber der Sympathikus ist so der Bad Guy und also quasi der Gut Guy.
00:23:51: Und das stimmt natürlich überhaupt nicht, sondern wenn überhaupt etwas Bad ist, das ist unsere kontinuierliche Überinterpretation von Situationen als stressreich.
00:24:00: Und das sind halt unsere Prägungen.
00:24:02: Und das Sympathikus macht dann seinen Job, der macht den so guter kann, nämlich er sorgt dafür, dass wir in den Kampf oder Fluchtmodus kommen.
00:24:10: natürlich krank, aber der Sympathikus, wenn der Role in der Kreative von Mahapnis so sagt, wenn der Parasympathikus nicht mehr funktioniert, haben wir echt Probleme.
00:24:18: Wenn der Sympathikus aber auch nicht mehr funktioniert, dann machen wir gar nichts mehr.
00:24:22: Und ist es genau das auch, was wir beobachten können?
00:24:24: über die HR-Formessen, komme ich gleich noch dazu, dass bei Menschen in der Regel zunächst der Parasympathikus schwächer wird?
00:24:31: Der Sympathikus noch funktioniert und wenn die dann so richtig ausgebrannt sind, den Burnout hängen, der Stress der Depressionen hängen, dann funktioniert der Sympathikus halt auch nicht mehr.
00:24:42: ARV ist im Prinzip nichts anderes als das Phänomen.
00:24:45: dass unser Herz kontinuierlich dabei ist, zu beschleunigen und wieder abzubremsen.
00:24:50: Das heißt, wenn man sich das über sechzig Sekunden anschaut, wenn man die EKG, zum Beispiel der EKG, sich über sechzig Sekunden anschaut, dann sieht man die Abstände zwischen den Herzschlägen, die sind nie gleich, vor allem nicht aufeinander vor den Herzschlägen.
00:25:04: Und das ist sehr gesund.
00:25:05: Das hat also nichts mit Rhythmusstörungen zu tun.
00:25:08: Und sind im Prinzip ein Anpassungspotenzial, weil auch wenn wir in dem Tiefschlaf sind, dann liegen wir ja ganz ruhig da, haben wir eine Variabilität.
00:25:18: Und das ist, wenn man sich das so vorstellen möchte, wie in einen Fußballtorwart, der auf einen Elfmeter wartet, der steht ja auch nicht da, wie so wie die deutsche Eiche fest angewurzt, sondern ist in so einer leichten Pendelbewegung.
00:25:30: Und diese Pendelbewegung sorgt dafür, dass wir so eine Grundflexibilität haben.
00:25:34: Und je größer diese Pendelbewegung auch in... ist, desto größer die Grundflexibilität, die Anpassungsfähigkeit.
00:25:43: Und deswegen kann man über die HRV Messung einfach nur gucken, in welchem Ausmaß, in welcher Amptitude schwingt das Herz.
00:25:50: Zum Beispiel in Ruhe kann das sein, dass es zwischen Fünfzig und Siebzig Herzfrequenz ist.
00:25:55: Das heißt, das Herz beschleunigt Richtung Siebzig, dann verlangsam das wieder Richtung Fünfzig, dann habe ich so eine zwanziger Amptitude.
00:26:01: Und dann kann es aber sein, dass es nur zwischen siebzig und zweien siebzig zum Beispiel schwingt.
00:26:05: Dann habe ich eine deutlich kleinere Amplitude.
00:26:08: Und wenn ich das in den Vergleich setze mit der Durchschnittsamplitude von meiner Altersgruppe, dann habe ich da eine Aussage über meine eigene Variabilität im Vergleich zu meiner Referenzgruppe.
00:26:21: So, ich bin jetzt fünftig oder nicht guck halt, wir hatten einen Mann mit fünftig im Schnitt in Ruhe, eine Variabilität.
00:26:27: Ich brauche natürlich dann immer das identische Messprotokoll, damit ich vergleichen kann, ob es eine Ruhe ist oder eine provozierte Tiefe ein- und ausatmen.
00:26:35: Das sind ganz unterschiedliche Werte dann.
00:26:37: Und dann kann ich sagen, okay, wenn jemand eine... niedrige Variabilität hat im Vergleich zu seiner Referenzgruppe, dann hatte er ein deutlich erhöhtes Risiko für im Prinzip sämtliche Gesundheitsthemen, vor allem aus dem chronischen Gesundheitsbereich oder chronischen Krankheitsbereich von Rheuma über Herzkreislaufsystem, über Krebs, über diesen, diesen, diesen, alles was eben mit Entzündung auch zu tun hat, da könnte auch der rheumatische Komplexmittel zu reduziertes Immunsystem.
00:27:08: Wir wissen aber auch, dass diese Menschen eine größere Schwierigkeit haben mit schwierigen Situationen, also emotional schwierigen Situationen.
00:27:17: Die HRV ist wie so eine Resilienzreserve, eine emotionalen Resilienzreserve.
00:27:22: Und ganz neue Studien zeigen, dass sogar so die exekutiven Funktionen, also das was wir vor allem hier so im präfrontalen Cortex haben, dass wir als Menschen planen können, vorausschauen können, uns Ziele setzen können, dass diese exekutiven Funktionen auch abhängig sind vor einer guten Variabilität.
00:27:40: Und das ist für mich der Grund, weshalb die Herzratenvariabilitätsmessung der letzten zehn, zwanzig Jahren so viel an Bedeutung gewonnen hat, weil wir wissen, es geht ja ums autonome Lärmsystem, die HRV durchzieht unser gesamtes Leben und es ist klug zu wissen, wo stehe ich.
00:27:57: und es ist noch klüger zu wissen, wie kann ich damit.
00:28:00: umgehen und die kann ich den Nutzen um eben eine bessere Ausgangsbasis für Gesundheit, emotionales Gleichgewicht, aber auch für kognitive Leistungsfähigkeit zu schaffen.
00:28:10: Also es geht einfach letztendlich darum anpassungsfähig zu bleiben.
00:28:13: Ich denke da immer an den Spruch von Darwin, Survival of the fittest, bedeutet nicht überlebendes Stärksten, sondern überlebendes Anpassungsfähigsten und das spiegelt sich eben sehr gut in der HRV wieder.
00:28:22: Und ich finde es auch noch mal wichtig, dass du sagst, du musst deine HRV mit seiner Altersgruppe vergleichen, weil wenn ich jetzt mit, keine Ahnung, wenn jetzt ein Teenager seine HRV mit jemandem mit Anfang sechzig oder siebzig vergleicht, dann vergleicht man Äpfel und Birnen, also das ist dann nicht gleich zu setzen.
00:28:39: Genau,
00:28:40: ganz wichtig, genau.
00:28:41: Ja, genau.
00:28:43: Und Hartmann spricht ja auch von der Herzcoherenz.
00:28:47: Wie, was ist das jetzt für, für ein Begriff?
00:28:49: oder wie unterscheidet sich die Herzcoherenz von der HRV?
00:28:53: Genau, also im Prinzip ist... kann man die Herzratenvariabilität nach zwei Hauptkategorien auswerten.
00:29:02: Das eine ist quantitativ, wo ich gesagt habe, zwischen die Amplitude, zwischen der Sechzig- und Achtig- oder Fünfzig-und-Siebzig-Schlägen, oder zwischen der Sechzig- und Zwei-und-Siebzig- und es gibt jede Menge verschiedene Kennzahlen.
00:29:12: Also wenn jemand mit einer Puls-Uhr, einer Smartwatch misst oder es gibt der Ringe, die HRV messen, dann wird in der Regel eine bestimmte Kennzahl gemessen und da steht aber dann HRV, aber die HRV ist nicht eine Kennzahl, also es gibt Ganz, ganz viele Kennzahlen.
00:29:28: Das ist alles quantitativ.
00:29:31: Die Entdeckung, die jedes Hardness-Institut Anfang der neunziger Jahren gemacht hat, ist, dass, wenn man die HLV sich in Echtzeit über einen Zeitraum anschaut, dass es unterschiedliche Muster gibt.
00:29:44: Es kann sehr chaotisch sein, wie zum Beispiel das Relief der Dolomiten, oder auf der anderen Seite sehr harmonisch gleichförmig schwingend, fast schon wie eine Sinuswelle.
00:29:56: Und beides ist HRV.
00:29:57: Beides ist eine Variabilität, aber das Muster des Herzrhythmus, und da kommen wir auf die qualitative Frage, kann sehr chaotisch sein oder sehr harmonisch.
00:30:07: Und was ich festgestellt habe ist, wenn jemand innerlich sehr ausgeglichen ist oder ganz bewusst über Atmung, über gleichmäßiges Atmen, etwas vertieftes Atmen, Herzfokussiertes Atmen und dann auch noch eine bestimmte Herzensqualität mit hinzunimmt, also zum Beispiel Mitgefühl fühlt oder Wertschätzung oder Fürsorge oder Dankbarkeit fühlt, dass dann der Rhythmus des Herzens zu einem sehr, sehr gleichförmigen Schwingen wird.
00:30:36: Also fast schon Sinuswellenfirmen.
00:30:38: Die Sinuswelle besteht ja wirklich aus ganz, ganz identischen Wellen.
00:30:41: Jetzt sind wir keine Maschinen, erzeugen also keine reinen Sinuswellen, aber es kann schon sehr, sehr gleichförmig aussehen.
00:30:49: Das wurde dann im amerikanischen Kardiologen-Journal auch veröffentlicht, weil das war wirklich bahnbrechend dieser Unterschied.
00:30:56: Man hat sich bis dahin und auch heute hauptsächlich quantitativ mit der HRV auseinandergesetzt.
00:31:02: Und hier kommt eben dieser qualitative Aspekt.
00:31:05: Und dieser Zustand von dem gleichförmigen Schwingen haben sie dann als Koherenz oder als Herzkoherenz bezeichnet.
00:31:13: Warum?
00:31:14: Ja, es macht dabei ja auch keinen Unterschied, ob man eine hohe HRV hat.
00:31:20: Also man kann eine hohe HRV haben, die Kohärent schwingt und man kann eine hohe HRV haben, die In-Kohärent schwingt, richtig?
00:31:27: Genau.
00:31:27: Also ich nehme ein Beispiel vor, ich kann zwischen Fünfzig und Siebzig Herzfrequenz schwingen, gleichförmige Schwingen oder sehr chaotisch sein.
00:31:35: oder ich kann zwischen siebzig und zwanzig sehr gleichförmig schwingen oder sehr chaotisch sein.
00:31:40: Genau.
00:31:41: Kannst du noch mal erklären, was dann jetzt genau die Vorteile von einer hohen Coherenz im Vergleich zu einer niedrigen Coherenz sind?
00:31:48: Wenn man sich dann schaut, wie entsteht Coherenz.
00:31:51: Coherenz entsteht in Form einer Synchronisation des autonome Nervensystems, aber nicht Synchronisation wie so Synchronschwimmer, dass alle das Gleiche machen, sondern Genau der Anteil im autonome Nervensystem, der jetzt aktiv zu sein wird, ist aktiv und der andere hält sich zurück.
00:32:10: Und wenn ich in Ruhe bin und in einem Gefühl von Wertschätzung, gibt es überhaupt keinen Grund für den Sympathikus aktiv zu werden.
00:32:15: Das heißt, der hält sich zurück und dieses gleichförmige Schwingen wird vom Parasympathikus gesteuert.
00:32:22: Es ist so ein bisschen, wenn man sich überlegt, wie Wellen an der Nordsee.
00:32:27: Und wir haben ja dann die... Die Tiden, der Altebe und Flut, das sind eher so die langfristigen Zyklen, dann haben wir die normalen Wellen.
00:32:36: Das ist eher so die klassische HRV, die vor allem im Schwingen, im kurzfristigen Veränderungen nur vom Parasympathikus erzeugt werden können.
00:32:49: Und der Sympathikus verschiebt eher so das gesamte Niveau.
00:32:53: Also wenn wir beispielsweise von jetzt auf nach erwütend werden, dann reduziert sich die kurzfristige Variabilität, aber das Pulsniveau geht nach oben.
00:33:03: Also wenn das Sympathos einmal feuert, dann kann das einen Effekt haben von sechzig bis neunzig Sekunden.
00:33:10: Solange wird sich einmal Sympathikus-Aktivität aus.
00:33:13: Parasympathisch, wenn der Parasympathis einmal feuert, also im Nervenfeuern ja über diese Napsen, dann ist es nach einem Herzschlag, anderthalb Herzschlägen verpufft.
00:33:22: Das heißt, der Parasympathismus muss immer wieder feuern, um quasi kurzfristige Regulation der Herzrate machen zu können.
00:33:32: Andersum ausdrückt, dieses kurzfristige, gleichförmige Schwingen wird von Parasympathikus erzeugt und wir aktivieren durch Coherenzübungen den Parasympathikus.
00:33:42: Das hat zwei wesentliche Vorteile.
00:33:44: Der eine Vorteil ist, wir schicken den Sympathikus in den Urlaub vorübergehend.
00:33:48: Der darf sich ausruhen, das ganze System, das hinten dran hängt.
00:33:52: Und der Parasympathikus wird aktiviert und dadurch trainiert.
00:33:55: Wir kennen ja aus dem Körper immer diese Idee.
00:33:58: Usit oder Lusit.
00:34:00: Und es gilt eben nicht nur für Muskeln, es gilt auch für Nervenverbindungen.
00:34:04: Und durch regelmäßiges Coherenztraining trainieren wir den Parasympathikus.
00:34:08: Wir stärken den Vargusnerv.
00:34:09: Mit all den Vorteilen, die es hat, einen gut funktionenden Vargusnerv zu haben, nämlich die Nachteile, die wir haben, haben wir vorgesprochen.
00:34:18: Und wenn wir den Parasympathikus trainieren, und da gibt es mittlerweile ganz viele Studien, die zeigen, wenn man den regelmäßig trainiert, dann wird die HRV größer.
00:34:26: mit all den positiven Aspekten, die da hinten anstehen.
00:34:29: Wenn du jetzt sagst, wir wollen den Parasympathikus trainieren, da denke ich jetzt auch an Entspannungsübungen.
00:34:35: Aber ist das gleichzusetzen, kann man sagen, dass eine hohe Coherenz gleichzusetzen ist mit einer hohen Entspannung, weil beides ja irgendwie den Parasympathikus unterstützt?
00:34:46: Genau.
00:34:47: Also entspannt, wie wir sind da auf einem anderen Spektrum im Rahmen des Parasympathikus.
00:34:52: Coherenz ist mehr eine Gelassenheit kombiniert mit einer erhöhten Achtsamkeit.
00:35:00: Wir haben den YouTube-Kanal und da gibt es ein paar Videos, zum Beispiel aus den französischen Fernsehen, wo man sieht, wie französische Kampfpiloten genau diese zum Beispiel herzfokussierte Atmung trainieren.
00:35:10: Und die Ausbildung bringt es so schön auf den Punkt.
00:35:13: Sie sagt, Coherenz ist ein Zustand mit einer erhöhten Achtsamkeit verbunden mit einer Gelassenheit.
00:35:20: Und das ist im Prinzip Korrenz.
00:35:22: Also Korrenz ist nicht prime Entspannung.
00:35:24: Es baut aber überhöhte Anspannung ab.
00:35:27: Ich vergleiche das immer so mit einem Muskel, ohne jetzt wirklich ganz großer Spezialist zu sein, aber mit einem Muskel, der total kalt ist, der vielleicht total entspannt ist, aber total kalt, der will nicht direkt hundert Prozent Leistung abgeben.
00:35:40: So, das ist so die totale Entspannung.
00:35:42: Auf dem anderen Ebene haben wir den Muskeln kurz vor den Krampf, also so maximale Anspannung.
00:35:48: Und was wir wollen, ist oben im Mittendrin.
00:35:50: So ein Grundtonus, weil von da aus ist der Muskel am Leistungsfähigsten.
00:35:54: Und genau das wollen wir in unserem inneren System auch haben.
00:35:57: Also wenn wir uns vorstellen, so ein Tag Nachmittags auf der Couch, vielleicht auch noch schwer gegessen, da sind wir total entspannt.
00:36:04: Aber wenn dann jemand direkt von uns eine körperliche oder mentale Leistung fordert oder wir müssen uns emotional auf was einstellen, ganz schwierig.
00:36:11: Wir müssen uns da erstmal innerlich aufbauen.
00:36:14: Und Coherenz ist, ich bin da.
00:36:16: Also ich habe gestern mit einer Kollegin gesprochen, die ist Tierärztin, die meinte so der Cat, so wie Katzen.
00:36:22: Katzen, die vermeintlich entspannt sind, aber die sind hochkohärent, weil die sofort da sind.
00:36:27: So ein Zuschnitt ist das.
00:36:29: Ja, das heißt, das ist auch relevant beispielsweise für Sportler, also die ja dann auch aktiv sind und die können auch in einem kohärenten Zustand sein.
00:36:36: Die sind dann nicht, sagen wir mal, auf dem Spielfeld Fußballer, die sind jetzt nicht super entspannt, sondern die sind da, die sind in hoher Kohärenz.
00:36:43: Das heißt, sie können gute Entscheidungen treffen, schnell reagieren, sind anpassungsfähig.
00:36:48: Also es ist jetzt wirklich nicht so, dass man auf der Couch liegen muss, um hohe Kohärenz zu erreichen.
00:36:52: Genau.
00:36:53: Wenn man jetzt natürlich bei den Fußballspielern im Spiel messen würde, würden wir, weil der natürlich durch seine körperliche Aktivität ganz viel auch Sympathikusaktivität hat, würden wir keine sehr hohe Kohrenz messen.
00:37:04: Da sprechen wir dann zum Operationaler Kohrenz, weil man durch die Sympathikusaktivität einfach nicht messbar ist.
00:37:12: Aber für ein Fußballspiel ist es ein sehr gutes Beispiel.
00:37:14: Ich hatte vor einigen Jahren das Glück, mit dem Alasutta zu arbeiten.
00:37:17: Alasutta ist auch einer von unseren Hardness-Coaches.
00:37:19: Die Eltern von uns kennen Alasutta.
00:37:20: Er war Schweizer Fußball-Nationalspieler, glaube ich bei der WM-IV in den USA.
00:37:25: Er hat auch mal ein Jahr lang bei Bayern München gespielt.
00:37:29: Und er hat es so schön beschrieben, in Phasen, wo er ... Heute wird das Coherenz nenne, damals hatte der Begriff einfach noch nicht, wo er wirklich total mit sich in Verbindung war.
00:37:38: Da habe ich eine innerliche Verlangsamung erlebt, eine innerliche Entschleunigung.
00:37:42: Und ich hatte alle Zeit der Welt, den gegnerischen Verteidiger auszuspielen.
00:37:46: Und in den Momenten, wo ich halt nicht so optimal mit mir verbunden war, sagte, da habe ich keine Chance gehabt, da war der Verteidiger einfach schneller.
00:37:53: Und das ist auch das, was Coherenz bringt, so eine innere Verlangsamung.
00:37:57: um dann im richtigen Moment Entscheidungen zu fällen, ohne aber viel nachdenken zu müssen.
00:38:01: Weil dann bin ich eben hier wieder mit dem Herzen verbunden und kann einfach intuitiv die Dinge machen.
00:38:08: Und jetzt ist natürlich klar, während der Fußballspieler am Rennen ist und voll, dann kann der.
00:38:12: währenddessen macht er keine Hartnissübungen.
00:38:15: Aber was man natürlich machen kann, die haben immer wieder Momente, wo die Durchschnaufen, wo sie stehen, wo sie sich neu orientieren.
00:38:21: Ein paar Atemzüge hat es fokussiertes Atmen.
00:38:24: Golfer machen das zum Beispiel vor dem Schlag.
00:38:27: Ein paar Atemzüge hat es fokussiertes Atmen und dann überlastet es ihrem Körper, weil die Körperintelligenz viel besser ist, als wenn sie mit Verstand versuchen würden, den Körper zu steuern.
00:38:35: Das funktioniert ja dann nicht.
00:38:37: Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es in Situationen, die emotional sehr geladen sind, sei es im Job oder mit dem Partner, mit der Partnerin, dass man wenn man in einem koalrenten Zustand in so eine Konversation reingeht, wahrscheinlich gelassener ist, sich besser ausdrückt, vielleicht nicht so reaktiv ist und dadurch eben die Situation nicht eskalieren lässt, dass man einfach ruhiger und gelassener bleibt.
00:39:03: Genau.
00:39:04: Und deswegen empfehlen wir, was wir Prep nennen, also Prepare, das heißt Vorbereit, das heißt, wenn ich weiß, ich habe jetzt ein wichtiges Gespräch.
00:39:13: mit der Lebensgefährte, mit dem Lebensgefährten, mit der Arbeit, dass ich mich dann vorher schon innerlich darauf vorbereite.
00:39:21: Das Spannende ist, wenn man in Unternehmen Trainings gibt und die Fragen, die bereitet ihr euch denn auf Meetings vor, dann kommt ganz viel inhaltlich.
00:39:30: Ich gucke die Tagesordnung, was habe ich dazu zu beizutragen und so.
00:39:34: Aber ich höre selten.
00:39:35: Dann gehe ich vor der Meeting noch mal in mich und schau, dass ich mich innerlich wirklich fokussiere, ausrichte.
00:39:41: Es gibt Leute, die das machen, aber es sind da leider ganz wenige.
00:39:44: Aber das ist eigentlich das Wesentlichste überhaupt, wenn ich mit anderen Menschen in Verbindung bin, dass ich gucke, aus welchem inneren Zustand herausgehe ich in die Verbindung bin ich gut bei mir.
00:39:54: Weil je mehr ich bei mir bin, desto mehr kann ich dann bei sich sein lassen.
00:39:59: gut reagieren, aber muss nicht über reagieren.
00:40:01: Und das ist ein ganz wesentlicher Aspekt, was wir dann eben auch korrente Kommunikation nennen, dass ich, bevor ich in die Kommunikation gehe, mich mit mir selber verbinde und dann eben mehr auch aus dem Herzen heraus spreche.
00:40:19: Ja, das haben wir auch schon anfangs angesprochen.
00:40:21: Das ist ja auch das, was man ausstrahlt, unter anderem auch eben über die elektromagnetische Strahlung.
00:40:26: Und dann denke ich jetzt beispielsweise auch an an Lehrer oder Lehrerinnen, die mit vielen Kindern zusammenarbeiten, wenn die auch schon diese Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen oder Eltern, die mit ihren Kindern kommunizieren, Kinder, die vielleicht quengeln, wenn man selber diese Ruhe in sich trägt, das macht bestimmt einen großen Unterschied.
00:40:44: Welche erinnere mich noch, vor einigen Jahren hatte ich eine Teilnehmerin in der Ausbildung und die hatte ein kleines Kind.
00:40:51: und die hat am Abend des ersten Tages gesagt, das probiere ich jetzt mal aus bei meinem Kind, weil sie immer versucht hat ihr Kind auch über Worte zu beruhigen, so gut zuzureden.
00:41:02: Und sie hat dann am nächsten Tag gesagt, an diesem Abend hat sie nur die Übung gemacht.
00:41:07: Sie hat mit dem Kind überhaupt nicht geredet, also nicht viel geredet, zumindest nicht versucht, das zu überrehen, sondern einfach in den Arm genommen und hat ihre Übung gemacht.
00:41:15: Und sie hat gesagt, es war ein Unterschied wie Tag und Nacht.
00:41:18: Weil vorher war sie eher gestresst, das Kind hat nicht auf zu weinen und das ist ja wie so eine Spirale.
00:41:23: Dann wird es immer schwieriger und dann versucht man immer mehr beim... Also mit forciert, mit versucht, mit Kraft das Kind zu beruhigen und es funktioniert halt nicht.
00:41:32: Es ist da diese Spirale und dann stresst man sich gegenseitig.
00:41:36: Ja, werden Sie jetzt schon öfter gehört, dass man das auch trainieren kann, dass man bestimmte Übungen machen kann und du hattest auch schon ein paar Dinge genannt.
00:41:44: Atemübungen, sich emotional fokussieren, positive Gedanken zu haben.
00:41:49: Vielleicht können wir da jetzt auch noch mal ein paar konkrete Beispiele nennen oder das mal durchgehen.
00:41:54: Wir haben vorher schon darüber gesprochen, dass wir auch tatsächlich mal eine Session zusammen machen.
00:41:59: Das ist dann wie eine geführte Meditation, richtig?
00:42:01: Du kannst vielleicht besser erklären, wie genau das abläuft.
00:42:05: Dass die Zuhörer sich das vielleicht ein bisschen besser vorstellen können, weil das klingt jetzt alles vielleicht relativ abstrakt, Herzkoherent, HRV.
00:42:12: Und vielleicht machen wir das dadurch ein bisschen greifbarer.
00:42:14: Ja, vielleicht gehen wir erstmal über die Übungen und dann überlegen, wo man das überall machen kann, im Alltag zum Beispiel.
00:42:22: So wie die Einstiegsübungen ist Herzfokussiertes Atmen.
00:42:25: Und da steckt im Namen schon drin, was wir tun.
00:42:27: Das heißt, wir bringen ein Teil unserer Aufmerksamkeit oder wesentliche unsere Aufmerksamkeit in unser Herzgegend.
00:42:32: Was wir empfehlen ist, wenn man mit so... Aufmerksamkeit verlagen in den Körper noch nicht viel Erfahrung hat, dass man die Hand so gut hier auf das Brustbein legen kann.
00:42:41: Und so ein Herz schlägt ja eigentlich ziemlich zentral und direkt hinterm Brustbein.
00:42:46: Das heißt also, wenn man die Aufmerksamkeit in den Herzgegen bringt, bringt man sie im Prinzip erst mal zum Brustbein.
00:42:52: Es geht nicht darum, dass wir zwingend das physische Herz spüren müssen.
00:42:55: Es kann sein, dass die Wahrnehmung sich so verändert, dass wir dann auch mehr von Herzschlag wahrnehmen muss, aber überhaupt nicht sein.
00:43:02: Es geht erst mal so um diesen Herzraum hierher zu nehmen.
00:43:05: Und dann, und das ist eine Vorstellung, stelle ich mir vor, dass ich durch die Herzgegend ein- und ausatme.
00:43:11: Es ist gut, die Ausatmen so etwas zu verlangsamen, aber ohne sich dabei anzustrengen.
00:43:17: So langsam und vor allem gleichmäßig zu atmen und die Aufmerksamkeit in der Herzgegend zu halten und sich wie gesagt vorzustellen, dass die Luft durch die Herzgegend einströmt.
00:43:26: Und ich stelle mir sogar so vor, die Luft strömt durch die Herzgegend ein und strömt.
00:43:30: bis in den Bauch.
00:43:32: Also ruhig die Zwerchfüllatmung mit nutzen.
00:43:34: Also nicht die Luft hier oben im Brustraum festhalten, sich vorzustellen, ich strömt durch den Herzgegner ein und dann strömt sie nach unten und beim Ausatmen geht es in die andere Richtung.
00:43:43: Und vielleicht machen wir das einfach mal gemeinsam.
00:43:47: Vielleicht ist es gut dafür, die Augen zu schließen oder den Blick etwas unscharf zu stellen, um so ein bisschen die Eindrücke von außen weg zu filtern.
00:43:56: Und dann lad ich dich ein, wenn du möchtest deine Hand auf deinen Brustbein zu legen.
00:44:02: Und dann bringt deine Aufmerksamkeit in deine Herzgegend.
00:44:07: Du kannst die Ausatmung wie einen Aufzug nach unten verwenden, um mit jeder Ausatmung etwas mehr von deiner Aufmerksamkeit in deine Herzgegend zu bringen.
00:44:26: Und stell dir dann vor, wie du durch deine Herzgegend ein- und ausatmest.
00:44:43: Nutz gern weiter in die Zweichfüllatmung, ruhiges gleichmäßiges Atmen.
00:45:18: Und noch vor ein paar Atemzüge, Herzfokus und Herzatmung.
00:45:37: Okay, danke schön.
00:45:40: Ich
00:45:41: kenne diese Übungen schon.
00:45:42: Ich mach die jetzt tatsächlich auch schon seit, ich glaube, zwei oder zwei, drei Monaten.
00:45:48: Und du hast mir auch so ein Bio-Feedback-Gerät zukommen lassen, was ich dann auch testen konnte.
00:45:53: Vielleicht kannst du auch noch mal erklären, was diese Bio-Feedback-Geräte machen, was der Sinn davon ist.
00:45:58: Und wie wir gesehen haben, man braucht die nicht unbedingt.
00:46:01: So, es geht auch so.
00:46:02: Und diese Übungen kann man ja auch... Jetzt tatsächlich unterwegs machen.
00:46:06: Ich hoffe, unsere Zuhörerinnen konnten da jetzt vielleicht auch mitmachen und waren jetzt nicht zu konzentriert bei irgendwas, wo sie nicht mal kurz atmen konnten.
00:46:15: Aber ich denke, da kann jeder sich mal kurz die Zeit nehmen und sich aus Herzen konzentrieren.
00:46:20: Genau.
00:46:20: Das ist quasi so die jederzeit und überall Technik.
00:46:25: Ich habe gesagt, Französische Kampfpiloten nutzen das, die nutzen das Beispiel, auch wenn die schon im Flieger sitzen und sich quasi auf den Start vorbereiten, aber auch in kritischen Situationen im Flugzeug, weil da geht es ja wirklich darum, aus dieser erhöhten Achtsamkeit, aber in inneren Ruhe heraus Entscheidungen zu fern und nicht in hektik- oder paniken Entscheidungen zu fällen.
00:46:45: Es gibt ein wunderbares Projekt bei unseren niederländischen Kollegen von Hartmus Benelux, mittlerweile Hartmus Europa, die Fünfzigtausend oder noch mehr Polizisten in den Niederlatten trainiert haben.
00:46:58: in dem Video auf unserer Homepage, auf dem YouTube Kanal wird noch von vierunddreißigtausend Polizisten gesprochen.
00:47:05: Das ist aber schon einige Jahre her.
00:47:07: Und die lernen eben auch diese herzfokussierte Atmung.
00:47:11: auf der Fahrt zum Einsatz anzuwählen.
00:47:12: Da kann man sich vorstellen, dass Mikro vorhandelt, dass das Funke-Rät läuft, dass Martin Zorn läuft, das geht ziemlich hektisch zu.
00:47:20: Die machen das mit offenen Augen und die machen das natürlich nicht mit Biofeedback.
00:47:23: Die machen keine Messung parallel, weil es geht hier drum um die Regulationsfähigkeit.
00:47:29: Als haben wir es angefangen mit den Studien und dann gesehen hat, man kann durch solche Übungen, die das Muster im Herzen verändern, haben sie Leute im Labor gehabt, die haben dann während den Übungen die Messungen gemacht.
00:47:43: Die Leute haben im Labor dann gesehen, das ist ja spannend, wie sich das Muskel im Herzen verändert.
00:47:48: Dann wurden die nach Hause geschickt zum Üben und kamen dann so alle ein, zwei Wochen wieder zurück, um dann wieder zu messen, während sie üben.
00:47:55: Und da haben sie gesagt, wir würden zu Hause auch gerne die Möglichkeit haben, das zu messen.
00:48:00: Gerade wenn man neu mit sowas anfängt, dann kann es sein, dass man noch keine Veränderung fühlt.
00:48:08: weil es teilweise subtil ist.
00:48:10: Und es braucht, um Veränderung wahrzunehmen.
00:48:13: Und es gibt Menschen, die sich sehr weit von ihrem Körper entfernt haben und einfach so diese Feindferne um mich führen können.
00:48:19: Die spüren nichts mehr.
00:48:22: Und da ist Biofeedback eine unheimliche Unterstützung, weil ich sofort weiß, hey, das weiß ich, du funktioniert auch.
00:48:29: Als ich zum ersten Mal gesehen habe, wie sich mein Herzrhythmus durch so eine Übung verändert habe, wow.
00:48:36: Das funktioniert tatsächlich.
00:48:38: Auch wenn ihr schon so eine Idee habt, ja, das könnt ihr merkt, ich merke so ein bisschen einen Unterschied, aber da war es für mich klar, das funktioniert tatsächlich.
00:48:44: Und das ist jetzt über zwanzig Jahre her, ich mache es immer noch einmal am Tag mit Messung, weil ich mittlerweile diese Messung nutze, um Informationen für mich zu kriegen.
00:48:55: Nicht um zu sagen, heute war ich nicht so gut, sondern heute ging es nicht so gut, in Kohrenz zu kommen.
00:49:01: Was ist denn heute los?
00:49:03: Und da komme ich mir auf die Spur, so nutz ich es mittlerweile.
00:49:05: Und am Anfang ist es eine unheimliche Hilfe, um Fein-Tune zu können, um erst mal eine Bestätigung zu drücken, hey, das funktioniert tatsächlich.
00:49:13: Und mit dem Wissen, was es dann für positive Konsequenzen für mich hat, dann bleibe ich dabei.
00:49:17: Weil darum geht es, anfangen ist nicht das Thema, aber dran zu bleiben, um wirklich Veränderung zu erzeugen, dann brauche ich Manchmal unterschiedliche auch extrinsische Motivationsfaktoren und das Messen ist halt ein ganz wesentlicher.
00:49:28: Also für mich war das am Anfang totaler Turbo auf meine Motivation, meine Übungstreude.
00:49:33: Das heißt, ich sehe, wie sich es verändert in Echtzeit, kriege ich ein Feedback, kann auch ein akustisches Feedback mir holen.
00:49:38: Das heißt, ich kann meine Übung mitgeschlossen auch machen und nutze es dann als Trainingsmoment und dann gibt es halt den Alltag.
00:49:47: Und ich hatte mir an einem Anfang zum Beispiel angewöhnt, jedes Mal, bevor ich jemand angerufen habe, heute würde man sagen, bevor man jemand eine Sprachnachricht macht, ein paar Atemzüge, Herzfokussiertes Atmen zu machen.
00:49:58: Der Inhalt wird anders, ich komme mehr auf den Punkt und wie wir gesagt haben, die ganze energetische Schwingung, die sich dadurch in mir verändert, die ist halt auch in der Sprachnachricht mit drin.
00:50:09: Und dann habe ich einen Anker.
00:50:11: Um jetzt zu zwei, drei Atemzüge sind.
00:50:13: Aber ich brauche irgendwelche Anker im Alltag.
00:50:15: Okay, wenn ich das mache, dann mache ich vorher ein paar Atemzüge.
00:50:21: Ja, ich finde das richtig gut.
00:50:22: Also durch dieses Biofeedback-Gerät fand ich das auch noch mal sehr anschaulich, weil man dann halt wirklich gesehen hat, was sich verändert.
00:50:27: Schon allein durch die Atmung, aber dann gibt es noch einige weitere Übungen, wo man dann noch Emotionen mit einbaut, wie zum Beispiel Dankbarkeit oder man denkt an, also ich mache das immer, ich denke dann an Personen, die mir wichtig sind oder in schöne Situationen und das sehe ich dann direkt im Gerät.
00:50:41: Also für die Zuhörerinnen, das ist einfach so ein Ohr-Clip, so ein kleines Ding, was man sich ans Ohr macht.
00:50:49: Und dann sieht man auf dem Handy das Biofeedback.
00:50:53: Man sieht dann sozusagen die Daten.
00:50:54: Man sieht einen Score, also man sieht Punkte.
00:50:59: Das geht von null bis, ich weiß nicht, was der Maximal-Score ist, den man bekommen kann.
00:51:04: Zehn, aber das habe ich jetzt noch nie gesehen, aber es kann... vollstellig werden.
00:51:08: Ja, genau.
00:51:09: Und dann sieht man eben, wie stark man in Coherenz ist.
00:51:11: Dann kriegt man da eben eine Zahl.
00:51:13: Und das ist dann sehr spannend.
00:51:14: Und ich habe dann auch Experimente gemacht und habe meine Atmung unregelmäßig gemacht, habe dann einfach mal ganz schnell geatmet und einmal tief eingeatmet, dann die Luft angehalten und dann habe ich gemerkt, okay, mein Score geht runter, dann habe ich mir positive Gedanken gemacht, ging ja wieder hoch, dann habe ich mal ein was Schlechtes gedacht, dann ging er runter.
00:51:31: und das zeigt dann auch wirklich, wie stark unsere Gedanken, unsere Physiologie beeinflussen.
00:51:36: und ich finde das sehr, sehr eindrücklich und ich mache das auch jeden Tag einmal, in der Regel entweder morgens oder abends, da habe ich jetzt tatsächlich noch keinen komplett festen Rhythmus, aber einmal am Tag mitgerät.
00:51:46: und häufig, wenn ich unterwegs bin, wenn ich in der Bahn sitze und irgendwo hinfahre oder Vor dem Podcast habe ich das heute auch gemacht.
00:51:53: Da hatte ich nicht so viel Zeit, aber das braucht nicht lange.
00:51:57: Wir haben die Übung ja gerade zusammen gemacht.
00:51:58: Das sind ein paar Atemzüge, mal kurz konzentrieren.
00:52:01: Und ich fühle mich danach immer besser.
00:52:03: Also ich muss nicht mehr dieses Feedback sehen.
00:52:05: Ich merke schon.
00:52:06: Ich spüre das jetzt schon.
00:52:07: Genau.
00:52:08: Und das ist so wie, wenn ich anfange zu laufen, die meisten Leute kaufen sich dann eine Pulsur.
00:52:13: Weil es ganz schwierig ist zu beurteilen, in welchem Pulsbereich bin ich denn unterwegs.
00:52:19: Und relativ schnell... ist man dann so erfahren, dass man sagt, jetzt weiß ich es, glaube ich, eher bei einem Hundertdreißiger Puls oder jetzt bin ich eher bei einem Hundertfünfziger Puls.
00:52:27: Viele behalten dann die Pulser weiter, aber sie haben eigentlich schon das Gefühl, sie haben eigentlich schon erreicht, was sie mit dieser Puls erreichen wollten, nämlich über das Außen besser wieder mit sich selber in Kontakt zu kommen.
00:52:40: Und für mich ist das, was wir mit unserem Biofeedback-System machen, wir sind die Pulsur für emotionale Zustände, wenn man so möchte.
00:52:47: Wie du es schon beschreibst, am Anfang war es... Nicht so klar, wo stehe ich jetzt gerade.
00:52:52: Mittlerweile habe ich ein gutes Gespür.
00:52:54: Bin ich jetzt eher bei drei Korrenz oder bei sieben Korrenz?
00:52:57: Also ich kann auch nicht sagen, ich bin bei drei, fünf oder drei, sieben.
00:52:59: Ist auch vollkommen egal.
00:53:01: Es geht ja um die Tendenzen und es geht auch vor allem darum zu schauen, wie verändes ich es bei mir im Zeitverlauf und wie ist es vorher?
00:53:10: Befurchte Übung mache und dann werde ich die Übung mache.
00:53:12: Und jede positive Veränderung im Sinne von einer ansteigen Coherenz ist eine Form von Training.
00:53:18: Und wir haben ja ganz viele emotionale Reaktionsmuster uns antrennen.
00:53:21: Schon von klein auf.
00:53:22: Wir nennen es ja in Glaubenssätze oder was auch immer.
00:53:26: Und die werden ganz schnell von ihnen getriggert.
00:53:29: Und jedes dieser emotionale Reaktionsmuster hat auch eine bestimmte HRV-Musterprägung.
00:53:38: Und dann haben wir dominante Heierfonds der Prägung.
00:53:40: Ich komme aus einer Angstfamilie, meine Großmutter, Kriegsgeprägt, sage jeden Morgen, zum Jahrzehnt in die Schule gegangen, wenn die haben wir zum Ausgebot, Reiner immer aufpassen.
00:53:48: So, was entsteht natürlich in so einem kleinen Reiner, ein massives Gefühl von Unsicherheit.
00:53:53: Die Welt ist bedrohlich.
00:53:54: Und das war lange, lange Zeit ganz... der Kern von meinem HRV, von meinem HRV-Muster.
00:54:01: Und ich durfte mich über Jahre, und es ist ein Prozess, ein ganz langer Prozess, langsam herausüben, um ein vertrauensvolleres Grundmuster zu etablieren.
00:54:12: Und mir hat es unheimlich geholfen, das immer wieder zu messen, weil dadurch blieb ich dran.
00:54:17: Es gab immer auch mal Phasen, wo ich dann weniger geübt habe, aber durch das Messen hatte ich einfach viel, viel mehr Trainingsmotivation und dann verändert sich im Laufe der Zeit etwas.
00:54:27: Das heißt, ich habe sowohl den momentanen Effekt, wie du beschreibst, ich mache die Übung und fühle sich anders an.
00:54:33: Und ich komme mit der Zeit in ein anderes Grundmuster, eine andere Grundschwingung, dass ich mehr eine Grundgelassenheit habe und die trainiert man sich an, indem zum einen der Parasympathikus stärker wird, aber zum anderen eben auch dieses Grundmuster, dieses HRV-Grundmuster sich verändert.
00:54:52: Es gibt ja auch eine sehr hilfreiche App von HardMath.
00:54:55: Ich weiß nicht, ob es die auch auf Deutsch gibt.
00:54:56: Also ich habe bisher nur die Englische Version gesehen.
00:55:00: Da gibt es einige dieser Meditationen, das sind dann so geführte Meditationen.
00:55:04: Man kann auch Audiobox hören von Hardmath und es gibt Kurse direkt da drauf.
00:55:10: Also man kann wirklich sehr viel lernen, das ist sehr ergiebig.
00:55:13: Ich benutze jetzt wie gesagt schon seit ein paar Monaten und bin immer noch nicht durch mit dem ganzen Content, also extrem spannend.
00:55:18: Und man braucht tatsächlich auch dieses Biofeedback-Gerät nicht, weil man das auch über die Kamera am Handy machen kann.
00:55:25: Vielleicht kannst du auch nochmal kurz hier erklären, wie das funktioniert, weil das ist, glaube ich, dann vielleicht der erste Kontaktpunkt für viele, die sich jetzt noch nicht direkt so ein Gerät zulegen.
00:55:34: Ja, genau.
00:55:35: Also, das ist die Hardness App, die heißt dann, aber wenn man im App Store schaut, Hardness App.
00:55:41: Und die gibt es mittlerweile nur auf Englisch.
00:55:43: Wir hoffen, dass wir die auch mal auf Deutsch bekommen.
00:55:45: Aber die ist relativ einfach erklärt.
00:55:47: Also wenn man so ein bisschen Englisch spricht, kann man damit wunderbar arbeiten.
00:55:50: Zumindest für den Messaspekt.
00:55:52: Also ich meine natürlich die Audio-Books, E-Books, da muss man schon so... Wir haben auch jede Menge Content bei uns auf der Homepage, auf Deutsch.
00:56:01: Und gemessen wird im Prinzip mit der Kamera vom Smartphone.
00:56:06: Das heißt, man legt den Finger auf die Kamera.
00:56:08: Am Urlaubchen ist es so, dass da die Pulswelle abgegriffen wird über so ein Protopletismografen.
00:56:13: Und das Gleiche passiert eben auch mit der Kamera vom Smartphone, die über den Finger dann die Pulswelle abgreift.
00:56:19: Das heißt, wir messen in der App jetzt nicht EKG, das wäre zu kompliziert.
00:56:24: sondern wir messen den Abstand zwischen den Pulswellen und jeder Herzschlag und jede Pulswelle sollten mehr oder weniger übereinstimmen.
00:56:31: Für Biofeed begreicht das vollkommen von der Qualität her.
00:56:35: Und dann kann man über diese Kameramessung eben auch sehen, in welchem Niveau von Coherenz bin ich.
00:56:42: Also ich sehe da in Echtzeit meinen Herzrhythmus und bekomme eben, wie du gesagt hast, über diesen Coherenzwert angezeigt, bin ich eben in einer niedrigen Coherenz, mittel Coherenz oder hohe Coherenz.
00:56:54: und kann da die Messungen machen.
00:56:56: Was man natürlich dazu sagen muss, den Finger immer so platziert zu haben auf der Kamera, ist auf Dauer anstrengend.
00:57:05: Das heißt also, ein Teil der Aufmerksamkeit ist dann dabei, das zu machen.
00:57:08: Ich finde, als Einzige ist es wunderbar.
00:57:11: Deswegen ist bei der Hardness App auch die erste Woche kostenfrei.
00:57:14: um das einfach mal auszuprobieren.
00:57:16: Das ist super spannend wirklich.
00:57:17: Ich leite das einfach mal zu machen.
00:57:19: Und zu gucken, bringt mir das ein Vorteil oder nicht?
00:57:21: Das geht ja nicht darum, zu messen, um das Messens willen.
00:57:24: Aber für viele Menschen bringt es halt ein Vorteil.
00:57:26: Mit der Hardness-App kann man es einfach wunderbar machen.
00:57:28: Eine Woche lang und danach wird halt entweder ein Abonnement gebürfällig oder habe ich kauf mit dem Sensor, so wie du einen hast.
00:57:36: Und dann ist die Nutzung der App lebenslang kostenfrei.
00:57:42: Der Sensor hat natürlich den großen Vorteil, dass es viel bequemer ist.
00:57:45: Ich klippe den ans Ohrlapschen und habe dann diese entweder per Kabel oder die Verbindung über Bluetooth mit dem Smartphone und muss mich nicht darum kümmern, dass quasi so die Verbindung zwischen Finger und Kamera bleibt.
00:57:55: Aber für das Ausprobieren ist es wunderbar.
00:57:59: Genau, so habe ich auch angefangen.
00:58:00: Und wie du schon sagst, ist es jetzt nicht so praktisch, weil man den Finger die ganze Zeit auf dem Handy lassen muss, aber um es kennenzulernen ist es wirklich super.
00:58:09: Es gibt spannende Übungen für verschiedene Themenbereiche, einerseits um die innere Ruhe zu trainieren.
00:58:15: Das kann man dann natürlich vor stressigen Situationen machen oder wenn man schon gestresst ist.
00:58:20: Ich habe das auch schon gemacht.
00:58:22: Nach der Arbeit, ich kam nach Hause und war ... Ja, einfach fertig.
00:58:25: Und dann habe ich mich erst mal hingesetzt und die Übungen gehen drei bis fünf Minuten.
00:58:29: Also es ist wirklich nicht viel.
00:58:31: Und ich habe mich danach einfach viel besser gefühlt.
00:58:33: Eine andere ist zur Unterstützung von Manifestationen.
00:58:37: Für die, die sich für Manifestationen und die Themen interessieren.
00:58:39: Ich glaube, Joe Dispenser nutzt auch Hardmath-Techniken, also für die, die ihn kennen.
00:58:44: Also es ist wirklich, ja, wirklich, wirklich spannend und ich kann es auch nur empfehlen, das mal auszuprobieren.
00:58:49: Wie du sagst, es ist ja auch erstmal kostenfrei und schadet nicht, das mal zu testen.
00:58:55: Ja, also ich glaube, was wir lernen dürfen, ist, wie bringen wir uns in innere Zustände, die das, was wir erreichen wollen, bestmöglich unterstützen.
00:59:04: Darum geht es, dass es eigentlich das, was wir als Selbstregulation bezeichnen.
00:59:08: Ich bin dann nicht mehr abhängig vom Außen, sondern ich kann in mir Dinge kreieren, Zustände kreieren.
00:59:15: die mir helfen, das zu tun, was ich tue.
00:59:17: Bei Manifestation ist es ja eben, wie man mittlerweile ist, nicht nur Mantra sagen oder Affirmation sagen, sondern ich muss es fühlen.
00:59:24: Ich muss den Zustand, den Istzustand, ich habe mich schon fühlen.
00:59:28: Und der erste Schritt ist, und das ist die wärtsfokussierte Atmung, ich muss raus aus jeglichem Stressmuster, weil Stress ist immer die andere Richtung von dem, was ich haben will.
00:59:36: Und dann, wie du auch beschrieben hast, geht es um, ich verbinde mich mit etwas, was in mir genau dieses Gefühl erzeugt hat in der Vergangenheit, das ich haben möchte.
00:59:44: Du sagst, ich denke an etwas und übers Denken abends fühlen komme.
00:59:48: Ich denke, so machst du es dann wahrscheinlich auch.
00:59:50: Ich denke durch einen lieben Menschen.
00:59:52: und verbitte ich dem Gefühl, dass ich für diesen Menschen habe.
00:59:55: Deswegen, glaube ich, ganz wichtig, es geht nicht nur ums positive Denken.
00:59:59: Das positive Denk ist der Weg zum Fühlen.
01:00:02: Das ist einfach nur noch mal wichtig.
01:00:03: Kommt ins Fühlen, leitet, kommt ins Fühlen.
01:00:06: Genau.
01:00:06: Und es geht so, wie ich das verstehe, auch nicht darum, dass man negative Gefühle überschattet oder ignoriert, weil es ist ja auch wichtig, dass man alle Gefühle zulässt und erforscht und dann nicht versucht, das irgendwie mit was Positiven wegzudrücken.
01:00:20: Aber ich glaube, wir können dann damit besser umgehen.
01:00:25: Genau.
01:00:25: Und das sind zwei Aspekte.
01:00:26: Das eine ist, es ist nicht immer der richtige Moment, meine Gefühle.
01:00:31: auszuleben.
01:00:33: Also ich habe ein riesengroßes Thema mit Wut gehabt früher und ich kam häufig wühlt nach Hause und meine Kinder haben leider ganz viel von dieser Wut abgekriegt, weil ich damals nicht in der Lage war zu regulieren.
01:00:44: Und deswegen ja, Gefühle auszuleben ist gut, aber da wo es eben angemessen ist, wo sie hingehören.
01:00:52: Und der zweite Aspekt ist, wir haben ja häufig einen Widerstand gegen diese unangenehmen Gefühle.
01:00:59: Wenn wir zum Beispiel traurig sind oder Trauer sind oder Angst haben, dann ist da ein großer Widerstand da, der uns genau raushaben will aus diesem Gefühl.
01:01:10: Und Quarenz kann auch helfen, diesen Widerstand zurückzunehmen.
01:01:14: Das heißt, dass hier wirklich die Trauer dann auch wirklich zulassen kann und nicht gegen die Trauer gehe.
01:01:19: Und dann kann ich auch mit einer gewissen Maß an Trauer in den korretten Zustand kommen, weil dann ist es wieder stinnig.
01:01:26: Der Widerstand, da gibt es immer die Diskrepanz zwischen was will ich und was habe ich.
01:01:30: Und es ist hoch in Korrent.
01:01:32: Aber wenn ich es mir gelingt über Korrentsübungen, die Trauer wirklich zuzulassen, dann habe ich wieder eine Stimmigkeit, dann habe ich wieder eine Korrents.
01:01:41: Ja, ist wirklich spannend.
01:01:43: Also Hardmath Deutschland macht selbst ja kein Research.
01:01:47: Das ist dann ja eher die Aufgabe von Hardmath USA.
01:01:50: Auf deren Website findet man auch extrem viele Informationen wie auch in der App.
01:01:55: Gibt es gerade einen Bereich, den du besonders spannend findest?
01:01:58: Weißt du, was HardMath aktuell gerade forscht?
01:02:02: Oder was findest du noch spannende Bereiche, die wir vielleicht noch nicht angesprochen haben?
01:02:07: Ja, also es gibt die Global Coherence Initiative.
01:02:10: Also die globale Coherence-Initiativ.
01:02:12: Und die finde ich total faszinierend, weil es wieder darum geht.
01:02:17: Eigentlich sagen es auch alle spirituellen Traditionen.
01:02:21: Alles ist eins.
01:02:22: Wir sind alle miteinander verbunden.
01:02:25: Wir haben ja schon über das Magnetfeld des Herztes gesprochen und da gibt es dann so die Verbindung erst mal ich mit mir, aber dann auch ich mit dir, das was wir auch als soziale Kohärenz nennen.
01:02:35: und dann gibt es sehr spannende Beobachtungen, die zu Forschungen führen.
01:02:40: und zwar es gibt das Global Consciousness Project von Roger Nelson von Princeton University.
01:02:48: Der hat auf der ganzen Welt Computer installiert gehabt.
01:02:52: Mittlerweile, das Projekt wurde jetzt vom HARDUS-Institut übernommen.
01:02:56: hatte damals eben Computer, die immer Null, Eins, Null, Eins, Null, Eins, Null, Eins produziert haben.
01:03:01: Ganz zufällig.
01:03:02: Und wenn man die verschiedenen Computerzahlen, die der Daten kommen, analysiert, sollte da kein Muster entstehen.
01:03:09: Das Sprich, es sollte nicht mehr Null als Eins sein.
01:03:12: Es ist wie so quasi modernes Münzwerfen.
01:03:15: Wenn ich, finde ich, in einer großen Zahl das mache, dann sollte ich genauso viel Kopf wie Zahl haben.
01:03:20: Das ist einfach dieses Zufallsprinzip.
01:03:23: Und hat dann aber festgestellt, Roger Nelson, dass zu unterschiedlichen Zeitpunkten plötzlich Muster und wirklich deutlich signifikante Muster aufgetreten sind, zum Beispiel bei Nine Eleven.
01:03:35: Oder aber als Lady Di tötig verunglückt ist.
01:03:39: Also quasi immer dann, wenn die Welt aufschreit, emotional aufschreit.
01:03:44: Das Schöne ist, was er festgestellt hat bei Wenn die Welt positiv aufschreit, zum Beispiel bei Eröffnungsspielen von der Olympiade, dass es dann noch größere Auswirkungen hat, als wenn die Welt vor Angst aufschreit.
01:03:56: Aber immer dann, wenn es massen Emotionsphänomene gibt, dann reagieren diese Computer.
01:04:05: Wie kann es sein?
01:04:07: Wie kommuniziert der Mensch mit Maschine?
01:04:09: Eine Vermutung ist, dass es über das Magnetfeld der Erde geht.
01:04:14: Also was wir wissen ist, dass wir Menschen sehr stark bei Magnetfeld Veränderungen reagieren, die ja häufig auch von Sonnenaktivität beeinflusst werden.
01:04:24: Wenn es starke Sonnenwinde gibt, die Sonneninne prallen auf eine Schicht des Planeten der Erde und bringen dann diese Schicht ins Schwingen.
01:04:38: dieser Schwingungsfrequenzen, es liegt bei Null, es sind jetzt nicht die Schumannfrequenzen, sondern das ist nochmal eine andere Frequenz, weil die Schumannfrequenzen eher mit den Gehirnbällen übereinstimmen.
01:04:49: und dieses Magnetfeld der Erde, von dem ich spreche, schwingt eher in der Frequenz, also in der Hauptfrequenz von Null, ein Herz.
01:04:58: Und Null, ein Herz ist das Hauptschwingungsmuster für die meisten Menschen, wenn die in einem korretten Zustand sind.
01:05:06: Da kann man sich dann eben fragen, okay, Nullkommunz, Nullkommunz, das haben wir dir, die der Trägerwelle.
01:05:10: Ich muss genau beim Radio-Sender genau auf die gleiche Frequenz einstellen, dann entsteht Kommunikation.
01:05:16: Warum hat das?
01:05:17: man geht, fällt der Erde, Nullkommunz, warum hat unser Herzfrequenz Nullkommunz?
01:05:21: Spannende Fragen.
01:05:23: Und eine Hypothese ist eben, dass wenn Menschen... Massenweise eine starke Emotionalreaktion haben.
01:05:32: Da wird ja ganz viel über das Magnetfeld an Herzen produziert, ob das nicht eine Beeinflussung des Magnetfelds der Erde hat und das dann wieder über die Magnetinformationen in Rückwirkung auf diese Zufahrtsgeneratoren.
01:05:49: Und um das genau zu erforschen hat, haben es dann weltweit mittlerweile sieben oder acht große Magnetometer installiert, die das magnetvollte Erde messen.
01:05:59: Zeit synchronisiert, auch die NASA holt sich schön Daten vom Hartmusinstitut, weil diese Zeit synchronisierten... Systeme existieren.
01:06:07: Und dann gibt es mittlerweile dieses Global Consciousness Projects, wo viele Menschen, ich habe auch so ein Ding zu Hause, so einen kleinen Zufallszahlengenerator hat und die dann weltweit die Informationen generieren an das Hardness-Institutsenden, wo dann geschaut wird, gibt es irgendwelche Korrelationen?
01:06:26: im Moment?
01:06:26: ist es nur auf Korrelationsebene.
01:06:28: Das ist ganz wichtig.
01:06:30: Wir haben überhaupt kein Beweis für irgendwas.
01:06:32: Aber man sieht super spannende Korrelationen.
01:06:35: Und wenn jemand da Bock hat, da als, wie nennt man das, Bürgerwissenschaftler, da mitzubachen, es gibt die Seite von der Global Coherence Initiative.
01:06:44: Und dann kann man das Vertrauen der Dollar oder so sich so einen Gerät bestellen, zu Hause anschließen.
01:06:50: Und man sieht dann eben auch... ob das geeignet Gerät in einem Coherenz-Niveau ist.
01:06:56: Coherenz bedeutet einfach nur, dass es entweder mehr Null- oder mehr Einzer gibt.
01:07:00: Das heißt, ob es raus ist aus dem kompletten Zufallsystem.
01:07:04: Und da wird halt jetzt ganz viel geforscht.
01:07:06: Es gibt noch nicht viel zu sagen, aber es gibt schon erste Tendenzen, die zeigen, da scheint echt was dran zu sein.
01:07:13: Ja, das ist total spannend.
01:07:14: Kann man auch sagen, oder gibt es da vielleicht schon Untersuchungen zu, dass, wenn es bestimmte Sonnenwinde gibt und sich das Magnetfeld verändert, da hast du ja gesagt, das beeinflusst auch unsere Gesundheit, kann man sich davor irgendwie schützen, zum Beispiel indem wir Coherenz trainieren, können wir da so ein bisschen Resilienz aufbauen?
01:07:31: Genau, also das ist sicherlich ein ganz wichtiger Aspekt, dass ich... Dadurch entsteht kein Schutzschild, aber es geht ja wieder übers autonome Nervensystem.
01:07:39: Und wenn quasi diese Solarwinde dafür sorgen, dass mein System mehr belastet ist, also gestresst ist, dann ist es wesentliche, dass sich alle anderen Stressfaktoren rausnehmen.
01:07:51: Ich kann ja natürlich das, was von außen kommt, nicht stoppen.
01:07:54: Aber ich kann dafür sorgen, dass mein System resilient ist.
01:07:57: Und darum geht es.
01:07:58: Egal, was im Außen passiert, die resilienter mein System ist, dass du weniger Schadet mir das was von außen kommt, je nachdem ich Qualität es natürlich hat.
01:08:06: Ich kann es in Autounfallen, nütze mir Resilienz nicht so viel.
01:08:09: Aber alles was wie so eine emotionale Belastung ist, ist eine innere Resilienz der beste Schutz, den ich aufbauen kann.
01:08:17: Ja, ich denke doch gerade an das Beispiel vom Mond, dass viele bei Vollmond nicht gut schlafen können.
01:08:23: Da kann man sich jetzt vielleicht auch nicht hundert Prozent vor schützen, aber wenn man weiß, okay, heute Nacht werde ich wahrscheinlich nicht so gut schlafen, dann versuche ich zumindest, an anderen Stellschrauben zu drehen, um meinen Stress zu reduzieren oder gut zu essen, vielleicht am nächsten Tag einen Mittagsschlaf zu machen.
01:08:36: Also das ist, glaube ich, ganz, ganz sinnvoll, wenn man sich einfach diesen, diesen Einfluss und bewusst ist und viele haben wahrscheinlich dieses geomagnetische Feld noch gar nicht auf dem Schirm.
01:08:44: Also das war jetzt vielleicht noch mal eine sehr, sehr hilfreiche Information, dass das auch noch mal ein Einflussfaktor ist und wie wir uns davor noch ein bisschen schützen können.
01:08:53: Wir sind in einer Hochphase von Solaraktivität.
01:08:56: Schon seit einigen Monaten.
01:08:57: Es wird aber eine Weile dauern.
01:08:59: Wenn man sieht, was in der Welt gerade passiert, man hat das Gefühl, es wird immer verrückter.
01:09:08: Was einen russischer Forscher am Ende des ersten Weltkrieges entdeckt hat, beispielsweise ist, dass die schlimmsten Schlachten immer bei erhöhten Solaraktivitäten stattgefunden haben.
01:09:21: Er hat dann versucht zurückzublicken, was waren denn so die größeren Ereignisse, sowohl positiv als auch negativ.
01:09:27: Das ging immer mit einer erhöhten Sonnenaktivität einher.
01:09:30: Und jetzt sind wir eben wieder in dem Sonnenhoch.
01:09:33: Es ist kein Wunder, dass das ganz viel passiert.
01:09:36: Sowohl im Negativen, wie auch im Positiven.
01:09:39: Und was glaube ich unsere Aufgabe ist, immer wieder zu sorgen, dass wir bei uns bleiben.
01:09:45: Bei all dem, was passiert, uns immer wieder neu mit uns verbinden.
01:09:48: Immer wieder in diese Herzensverbindung zuerst mit uns selber gehen, persönliche Coherenz und dann mit unserem Gegenüber.
01:09:53: Und wenn es uns gelingt, persönlich und soziale Coherenz aufzubauen.
01:09:57: Die globale, die kommt dann von alleine, wenn es genug Menschen tun.
01:10:01: Ja, das ist wirklich spannend.
01:10:03: Das ist ein super spannendes Thema und da kam immer mal wieder der Begriff spirituell auf.
01:10:08: Vieles davon wissen wir aus spirituellen Traditionen.
01:10:11: Aber wie du anfangs auch gesagt hast, wir in der westlichen Welt, wir wollen ja, wir wollen Science, wir wollen die Wissenschaft, das supportet und deshalb finde ich das extrem spannend, das Hard Math, das was wir... schon lange eigentlich wissen.
01:10:23: Viele von uns intuitiv auch spüren jetzt auch mit Studien.
01:10:27: Da gibt es extrem viele Studien auf PubMed, für die die auch mal genauer nachlesen wollen, dass das mit Studien eben untermauert wird und dass wir versuchen zu erklären oder es erklären können teilweise, wie diese Phänomene oder diese diese Gefühle zustande kommen oder diese Intuition zustande kommt.
01:10:43: Gibt es von deiner Seite noch abschließende Worte, Empfehlungen oder Impulse, die du unseren Zuhörerinnen mitgeben möchtest?
01:10:51: Also das, was ich gerade gesagt habe, kümmert euch um euch selber.
01:10:55: Die verbinden es bei euch.
01:10:56: Und wichtig ist eben auch, wenn man diese Übungen im Alltag auch in Schwingensituationen nutzen möchte, ist es gut, die in stressfreien Momenten zu üben.
01:11:09: Also sich wirklich zu überlegen.
01:11:11: Also ich mag diese Idee, der Tag hat neunzehntig Viertelstunden.
01:11:16: Und eine dieser Viertelstunden zu investieren für Selbstregulation geht auch in einem ziemlich vollgepackten Alltag.
01:11:22: Und dann noch klug zu überlegen, was mache ich im Alltag, wo ich vielleicht parallel noch herzfokussiert atmen kann, unter der Dusche beim Geschirrspülen, beim Geschirrspüler einen ausräumen.
01:11:31: Gibt es ganz viele Situationen, du sagst es in der Bahn oder wenn ich im Autofahren, der Ampel oder auch so beim Autofahren mit offenen Augen das regelmäßig zu üben, dadurch stärkt ihr eure innere Resilienz und seid dann auch in der Lage in schwierigen Situationen auf diese erhöhte Resilienz zurückzugreifen.
01:11:48: Resilienz kann man trainieren, es ist nicht, ich habe es oder ich habe es nicht.
01:11:51: Ich kann sie trainieren, ich kann sie aufbauen und das ist so die Einladung.
01:11:55: Das regelmäßig zu tun, paar Minuten am Tag und dann eben auch das Nutzen in Momenten, wo es schwierig wird und immer auch dran zu denken.
01:12:04: Ich kann es beeinflussen und dadurch habe ich auch eine Verantwortung.
01:12:10: dafür zu sorgen, dass ich so gut, ich kann mich reguliere, um nicht einfach nur im Außen die anderen als Stressregulationssystem zu verwenden.
01:12:19: Das finde ich gut.
01:12:19: Also eine Viertelstunde klingt auf jeden Fall machbar.
01:12:22: Ich denke auch fünf Minuten helfen schon.
01:12:24: Jedenfalls.
01:12:26: Ja, super.
01:12:27: Reiner, vielleicht kannst du noch zum Schluss sagen, wo unsere ZurerInnen mehr über HardMath, über dich, über eure Arbeit herausfinden können.
01:12:34: Also wir werden auf jeden Fall auch die Websites verlinken, aber vielleicht nennst du sie trotzdem mal kurz.
01:12:39: Genau,
01:12:39: also wir haben eine Homepage heißt www.hardnessdeutschland.de.
01:12:43: Da ist eben alles auf Deutsch.
01:12:44: Wir haben den YouTube-Kanal, wenn man da Hardness Deutschland eingibt, findet man da auch jede Menge Videos.
01:12:50: Wenn jemand so wie du auch sehr viel über die Forschungen vom Hardness-Institut erfahren möchte, ist eben alles auf Englisch.
01:12:56: Dann gibt es die homepage hardness.org, es gibt hardness.com.
01:12:59: Aber für die Forschungseite, für die Institute-Seite ist hardness.org.
01:13:03: Da gibt es eine Research Library, da findet man Tonnen von Studien, der mir eben jetzt nicht auf Publitz schauen will.
01:13:09: Da findet man alles und man kann uns gerne eine E-Mail schreiben.
01:13:12: Also wenn man mehr wissen möchte, info at hardness-deutschland.de und wir freuen uns über jede Nachricht, die wir kriegen.
01:13:20: Super.
01:13:20: Einer.
01:13:21: Vielen Dank für deine Zeit.
01:13:22: Ja, sehr gerne, Jason.
01:13:23: Danke schön.
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