#196 Diese Pflanzen können deinen Alltag verändern: Phytotherapie mit Dajana Krüger
Shownotes
Phytotherapie: Warum Wildkräuter viel mehr sind als „Unkraut“ 🌿 In dieser Folge von HEALTHWISE spricht Elisabeth Seidel mit Dajana Krüger über die faszinierende Welt der Heilpflanzen, Wildkräuter und Phytotherapie.
Pflanzen sind nicht nur schön anzusehen oder lecker - sie können auch wertvolle Begleiter im Alltag sein. Dajana erklärt, warum Wildkräuter wie Brennnessel, Löwenzahn, Giersch oder Gänseblümchen traditionell genutzt wurden, welche Inhaltsstoffe sie besonders spannend machen und wie man sie sicher und einfach in die Ernährung integrieren kann.
Außerdem geht es um Oxymel, Kräutertee, Tinkturen, richtiges Trocknen, achtsames Sammeln und die Frage, warum Naturkontakt und Waldbaden für viele Menschen so wohltuend sein können.
Was dich in dieser Folge erwartet: 🌿 Erfahre, warum Pflanzen als Nahrungsmittel und traditionelles Heilmittel betrachtet werden. 🥬 Verstehe, warum Wildkräuter oft besonders reich an Bitterstoffen, Gerbstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind. 🍵 Lerne, wie du Kräuter als Tee, Kräutersalz, Essig, Oxymel oder frische Zutat nutzen kannst. ⚠️ Erfahre, worauf du beim Sammeln unbedingt achten solltest. 🌳 Entdecke, warum Waldbaden und Kräutersammeln auch eine Form von Achtsamkeit sein können. ✨ Lass dich inspirieren, Pflanzen wieder mit mehr Neugier, Respekt und Freude zu begegnen.
Mehr zu Dajana Krüger: https://www.gruen-sein.de/ Instagram: https://www.instagram.com/gruen_sein/
Über Sunday Natural Sunday Natural entstand aus einer langjährigen Leidenschaft und Forschung in den Bereichen Gesundheit, Heilung und Selbstentfaltung. Der Mangel an natürlichen, qualitativ hochwertigen Produkten auf dem Markt war die ursprüngliche Motivation für die Gründung von Sunday Natural im Jahr 2013. Seitdem verfolgt die Berliner Premium Nutrition Brand konsequent ihr Leitmotiv - Produkte herzustellen, die den Vorbildern der Natur folgen, absolut rein und frei von jeglichen Zusatzstoffen sind und sich mit der höchstmöglichen Qualität auszeichnen. Sunday Natural ist heute einer der renommiertesten deutschen Qualitätshersteller, mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Berlin.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Pflanzen sind einfach, wenn wir es genau nehmen nicht nur unser wichtigstes Nahrungsmittel sondern natürlich auch unsere ältesten Heilmittel die wir haben.
00:00:08: Pflanzen machen ja mehr als nur schmecken und uns gut tun.
00:00:12: sie tun uns auch irgendwie so in der Seele ein bisschen gut.
00:00:15: Sie sind aber auch ein wichtiges Nahrungsmittel und auf jeden Fall ein wichtig ist Heilmittel.
00:00:19: Unkraut sagt man übrigens erst so seit circa achtzig Jahren.
00:00:23: Da vorher waren das die Beikräuter und vorher war das ganz normaler Salat.
00:00:28: So einen Wildkraut hat halt besonders viel an Bitterstoffen, Gerbstoffen.
00:00:32: Tärische Öle kennen die meisten außer Aromatherapie aber eben auch besonders spannend ganz viele Vitamine und Mineralstoffe.
00:00:40: Das denkt man bei Wildkräutern nicht unbedingt an die Vitamine.
00:00:44: Aber wenn wir uns jetzt zum Beispiel gerade die frischen Triebe der Brennnessel angucken ja da hat kein Gemüse mehr eine Chance mit dem Vitamin C Gehalt.
00:00:52: Herzlich willkommen zu HealthWise!
00:00:54: Dem Gesundheits Podcast präsentiert von Sunday Naturel.
00:00:58: Ich bin Elisabeth Seidel und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet gesund zu sein.
00:01:03: Wir tauchen ein im Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährungen und emotionale Gesundheit – immer mit einem weißen Blick auf das, was uns wirklich gut tut!
00:01:15: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Healthwise.
00:01:18: Heute sprechen wir über Phytotherapie also die gezielte Anwendung von Heilpflanzen und darüber, wie wir sie sinnvoll in unsere modernen Alltag integrieren können.
00:01:27: Mein Gast ist Diana Grüger, Gründerin von Grüensein.
00:01:31: Diplomierte Kräuterpädagogin und ganzheitliche Ernährungsberaterin.
00:01:35: Sie verbindet traditionell Pflanzenwissen mit einem praktischen und alltagstauglichen Ansatz und zeigt uns wie wir Pflanzen nicht nur als Tee oder Hausmittel nutzen können sondern als festen Bestandteil unserer Ernährung und unserer Lebensweise verstehen können.
00:01:50: In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Pflanzen im Körper wirken.
00:01:53: Worauf es bei der Verarbeitung und der Qualität ankommt... ...und wie man einen sicheren und sinnvollen Einstieg in die Welt der Pflanzen findet!
00:02:02: Ich persönlich freue mich ganz sehr auf dieses spannende Thema.
00:02:05: Herzlich willkommen Diana!
00:02:07: Hallo Lisa, werde ich freu mich mehr bei euch zu sein oder mit dir?
00:02:13: Diana du kommst ja ursprünglich aus der Floristik.
00:02:17: Was hat dich dann fachlich dazu gebracht weg von der, sag ich mal, Ästhetik zu kommen und tiefer in die Pflanzenheilkunde einzusteigen.
00:02:26: Was war so deine Reise dahin?
00:02:29: Also Pflanzen ist einfach etwas ganz Spannendes und ich wollte irgendwann wissen, was steckt da drin?
00:02:34: Die können ja noch mehr als nur schön aussehen.
00:02:37: Und genau das war es!
00:02:38: Einfach zu gucken, was kann man damit alles machen und tatsächlich komme ich auch von zu Hause aus hat man schon relativ viel mit Pflanzen und Kräutern gemacht und dann wollte ich einfach tiefer einsteigen.
00:02:49: und das habe ich gemacht und da bin ich hängen geblieben und meine Spezialität ist tatsächlich eben zu sagen hey ich arbeite nicht therapeutisch sondern Kräuter viel mehr in den Alltag integrieren und eben das gar nicht dazu greifen.
00:03:04: Ja, wenn wir was haben sondern einfach schon als natürliches Nahrungsmittel quasi ja immer zu integriern so.
00:03:13: Als Präventionsmaßmaßmann sozusagen.
00:03:15: Genau.
00:03:16: Besonders Leben.
00:03:20: Erinnerst du dich an einen spezifischen Moment oder eine ganz besondere Pflanze die dich da geprägt hat?
00:03:28: Na ja, es sind viele.
00:03:29: Aber tatsächlich hatte ich so eine Moment ... Also als bei dieser Ernährungsausbildung ging's natürlich auch viel um Nahrungsergänzungsmittel und so.
00:03:38: Da hat man sich viel damit beschäftigt was steckt in welcher Packung drin?
00:03:41: Und da hab' ich einfach gemerkt, da kam mir mein botanischer Hintergrund sehr zugute weil ich habe oft auf die Packungen geguckt und dachte hey das ist jetzt irgendwie nur ne Löwenzahnwurzel oder ne Brennnessel oder so steht dann immer auf Botanisch drauf und dadurch klingt das besonders clever.
00:03:57: Aber das war so der Moment, wo ich dachte, verrückt.
00:04:00: Wir kaufen so viele Sachen, die wir dann zu uns nehmen anstatt vielleicht einfach immer mal eine Brennnessel mit in den Giersch oder einen Tee zu tun.
00:04:08: und es war der Moment wo ich dacht, das muss wieder irgendwie mehr unter die Leute und dann habe ich mich darauf spezialisiert.
00:04:19: Wenn wir jetzt von der Kräuterheilkunde sprechen oder wie sie auch genannt wird... Phytotherapie.
00:04:27: Was versteht man darunter?
00:04:28: Es ist ja jetzt noch einfach nur in Tee kochen, es hat eine super lange Tradition der Anwendung auch.
00:04:35: Ist das für dich eher so sage ich mal ein Hausmittel oder eine Präventionsmaßnahme oder nützt du schon teilweise therapeutisch wenn du jetzt keine Ahnung erkältet bist?
00:04:47: oder was ist es
00:04:49: für dich?
00:04:50: Also es ist vieles in ein oder.
00:04:52: ich finde man kann das eine nicht von dem anderen trennen und Pflanzen sind einfach wenn wir's genau nehmen, nicht nur unser wichtigstes Nahrungsmittel sondern natürlich auch unserer ältesten Heilmittel die wir haben.
00:05:04: Und auch wenn wir uns damit beschäftigen was steckt im Medikamenten drin?
00:05:07: Haben wir heute natürlich viele Pflanzenauszüge oder halt irgendwie ein Substrate wo man guckt ah das kommt aus den Pflanzen.
00:05:15: daraus hat man gemerkt dass funktioniert so und so und daraus macht man Das ist es natürlich auch, aber ich glaube halt auch das ist einfach eine große Nahrungsquelle und ne große Nährstoffquelle.
00:05:27: Und Unkraut sagt man übrigens erst so seit circa achtzig Jahren.
00:05:31: Vorher waren das die Beikräuter und vorher war das ganz normaler Salat, also es ist immer eine Art und Weise wie man's betrachtet und ich glaube es ist alles!
00:05:43: Es ist irgendwie auch so ein Seelenbegleiterpflanzen machen ja mehr als nur schmecken und uns gut tun.
00:05:48: sie tun uns auch irgendwie in der Seele ein bisschen gut.
00:05:51: wir sind aber auch ein wichtiges Nahrungsmittel und auf jeden Fall ein wichtigem Heilmittel auf jeden Fall auch.
00:05:57: Und wie gesagt, dass ich glaube im Haus gebrauch betreibt man keine professionelle Phytotherapie mehr.
00:06:04: also dazu darf es auch gerne einen Therapeuten oder ein Heilpraktiker oder Arzt und eine Apotheker und so haben.
00:06:10: aber dennoch kann man sollte man oder darf man dann bisschen diese Vorsicht abwerfen und einfach Kräuter vielmehr im Alltag integrieren sodass sie uns jeden Tag schon ein bissel gut tun können.
00:06:22: Dann sind das nicht nur die Kräute das in alle Wildpflanzen in der Wildnis wachsen, weil die haben einfach nochmal eine ganz andere Spektrum an Inhaltsstoffen und ein Nährstoff.
00:06:31: meins das was wir jetzt so als Zucht- und Kulturgemüse kennen auf jeden Fall.
00:06:37: Da würde ich gerne später genauer drauf kommen.
00:06:41: bevor wir so darauf kommen wie man die Pflanze vielleicht betrachtet in einer ganzheitlicheren Version wie es vielleicht auch Parazelsus damals getan hat für mich persönlich super spannend, würde ich gerne mal noch einmal darauf zu sprechen kommen wie es in der Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde heute ist.
00:07:00: Also wenn man das sehr wissenschaftlich betrachtet werden ja die Pflanzen häufig runtergebrochen auf gewisse Wirkstoffe und einfach um das mal so anzuschneiden welche Wirkstoffe werden denn da genau angeguckt?
00:07:15: also Bitterstoffe Gerbstoffe was gibt's da so?
00:07:18: Genau Wir sagen immer, Pflanzen sind viel Stoffgemische und das sind sie auch.
00:07:25: Und du hast das schon ganz gut gesagt wenn man es eben sonst meistens aus Medikamenten oder anderen Mitteln die man kauft entzieht man meistens einen bestimmten Inhaltsstoff und der ist dann eben besonders hoch in den Präparat vertreten.
00:07:37: währenddessen wenn ich jetzt natürlich auf so ein Löwenzahn rumkau, da ist natürlich viel mehr drin als nur bitter Stoffe ja?
00:07:43: Und so betrachtet man das auch und ich finde dass Wildpflanzen so spannend sind, weil sie eben wirklich noch einen Riesenspektrum an diesen sekundären Pflanzen Inhaltsstoffen haben.
00:07:55: Und wenn man sich halt so diese Pflanzenwelt insgesamt betrachtet, teilen wir tatsächlich schon noch mal auf der einen Seite zwischen dem was Wild wächst und denen was gezüchtet wird.
00:08:06: Also unseren Kulturpflanzen und es ist schon so dass allen was wir gezüchtete haben und kultiviert haben einfach viele Inhaltsstoffe verloren gegangen sind währenddessen wirklich unsere Wildpflanzen noch das volle natürliche Spektrum haben.
00:08:21: und gerade deswegen so Spanzen ja also dieser sekundären Pflanze dass es eben auch wirklich das, was die Pflanzenkunde so spannend macht.
00:08:30: aber eben auch als Lebensmittel.
00:08:32: Und so ein Wildkraut hat halt besonders viel an Bitterstoffen, Gerbstoffe, äh, pterische Öle kennen die meisten außer Aromatherapie.
00:08:40: Aber eben auch besonders spannend ganz viele Vitamine und Mineralstoffe.
00:08:44: Das denkt man bei Wildkräutern, denkt man nicht immer unbedingt an die Vitamine.
00:08:48: Aber wenn wir uns jetzt zum Beispiel mal jetzt gerade die frischen Triebe der Brennnessel angucken ja da hat kein Gemüse mehr eine Chance mit dem Vitamin C Gehalt
00:08:56: z.B.,
00:08:57: ja?
00:08:57: Ganz viel Chlorophyll was man halt aus für die Zellen brauchen.
00:09:00: Also Wildpflanzen sind einfach voll und diese sekundären Inhaltsstoffe, die wir in den Wildpflanzen so viel haben... ...für die Wildpflanze ist das meistens ein Überlebungsmechanismus.
00:09:13: Die haben die nicht nur einfach so ausgebildet weil sie denken dass es jetzt nett sondern meistens sind sowas wie Gerbstoffe oder Bitterstoffe.
00:09:20: Das ist meistens einen Fraßschutz für die Pflanzen zum Beispiel, dass der nicht dran rumgeknabbert wird Und für uns hat er's dann eben im Körper auch ganz oft eine Schutzfunktion.
00:09:29: oder wenn die Pflanzen Farben haben, im Moment zum Beispiel kann man das ganz wunderbar beobachten.
00:09:35: Du hast bestimmt schon mal diese Gäne... Gänseblümchen gesehen mit diesen roten Spitzen jetzt.
00:09:39: Genau, das ist entweder wenn es noch mal richtig Frost hat.
00:09:43: Das ist ein eingebauter Frostschutz sozusagen.
00:09:46: Das sind die Anthoziane und das ist ein Farbstoff.
00:09:49: Und den lagern die Gänselblümcheln ein um nicht zu erfrieren.
00:09:54: Der nächste Monat wo die Gänselblümche nochmal ganz pink von oben vor allen Dingen sind weil im Moment sind sie pink von unten.
00:10:00: Es ist gegen den Frost von unten Und von oben wären sie vor allen Dingen pink, sobald jetzt im April-Mail die erste kräftige Sonne kommt.
00:10:08: Das ist ein eingebauter UV-Schutz um nicht zu verbrennen und irgendwelche Zählveränderungen zu haben.
00:10:15: Und so nutzen wir diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe ja auch gerne.
00:10:19: Also die Anthoziahne, dieser rote Farbstoff.
00:10:21: Den kennen wir ansonsten ja auch noch von Promenbeeren hinbeeren alles was rot violett ist genau und sowie die Pflanze sich vor den Umweltainflüssen schützt.
00:10:30: So hat das für uns eben auch eine ganz starke Antioxidante Wirkung.
00:10:34: und nicht umsonst heißt es immer wir sollen bunt essen aber wir können dazu eben tatsächlich nicht nur die Früchte nehmen sondern Die Wildpflanzen auch.
00:10:42: und im Moment kann man das noch wunderbar beobachten wenn man rausguckt, ganz viel hat so ganz violette Knospen oder Ränder.
00:10:49: Das ist einfach nur ein Schutz vor äußeren Einflüssen und ja das gibt uns die Pflanze auch weiter.
00:10:56: also wenn ich mir jetzt zum Beispiel einen Gänseblümchen für den Tee sammle dann nehme ich besonders gerne das mit den roten Spitzen weil es hat einfach mal noch ein paar sekundäre Inhaltsstoffe mehr als sonst.
00:11:08: Ich habe auch gesehen auf deiner Instagram-Page da teilst du ja ganz ganz viel von tollen Rezepten und Verarbeitungsweisen.
00:11:17: Hast du jetzt auch ein Feilchen-Oximel gemacht?
00:11:20: Stichwort
00:11:21: Lila, Farbe, Violettefarbe.
00:11:25: Ja also gerade sind einfach super spannend und je länger ich mich damit beschäftige warum die uns so gut tun umso mehr merke ich einfach, je weniger wir an den Pflanzen gemacht haben umso mehr Inhaltsstoffe stecken drin.
00:11:39: und deswegen je rauer so eine Pflanze steht also wegen mir auch in den Bergen.
00:11:43: Je mehr Höhe die gekriegt hat, je mehr Strapazen die rundherum hat, umso meer Abwehrmechanismen muss ja diese Pflanzer entwickeln.
00:11:53: Intensiver finde ich die oft von der Wirkung.
00:11:57: Man muss sich schon überlegen, wir haben ja Menschen und auch Tiere.
00:12:00: Wir haben einen riesen Vorteil.
00:12:02: Haben wir irgendetwas?
00:12:03: Haben wir Hunger?
00:12:03: Geht es immer krank?
00:12:04: Guck mal uns was zu essen!
00:12:05: Wir gehen in die Apotheke holen und ein paar Tropfen ist das uns kalt.
00:12:09: Ziehen wir uns an.
00:12:10: aber diese Pflanzen und Bäume und Wildpflanzen stehen da diesen ausgeliefert.
00:12:14: Da kommt keiner um Macht was sondern sie müssen in sich in der Pflanze auf alles vorbereitet sein.
00:12:21: Auf Heiß, auf Kalt, auf irgendein Pilzbefall, auf dem Bakterium, was da um die Ecke kommt... Also die müssen im Prinzip alle Veranlagungen schon in sich haben und das sind eben dann diese Inhaltsstoffe, die für uns so spannend sind.
00:12:36: Und ich sage immer das, was irgendwann mal ... die Vitamine waren, sind halt mittlerweile die Phytamine.
00:12:42: Weil wir haben verstanden so wie die Pflanze einfach ihre Inhaltsstoffe hat um sich zu schützen gibt sie uns auch ein bisschen was davon ab.
00:12:49: also warum nicht einfach viel mehr Wildpflanzen essen im Alltag?
00:12:55: Du hattest ja unter anderem auch gerade eben die Bitterstoffe erwähnt.
00:13:01: Das ist etwas was ich meinen Patienten viel sage mehr bitter essen.
00:13:06: Optimalerweise sind das natürlich Wildkräuter, viele leben aber auch in der Stadt.
00:13:10: Da wäre ich ein bisschen vorsichtig mit Wildkräutern weil die natürlich auch belastet sind von Umweltgiften
00:13:17: etc.,
00:13:18: aber um nochmal auf die Bitterstoffe zurückzukommen.
00:13:21: Die sind ja ganz wertvoll für unsere Leber und für unsere Entgiftung.
00:13:26: Man kann ja in der Natur beobachten dass verschiedene Jahreszeiten, verschiedene Seasons Pflanzen hervorbringen.
00:13:35: oder sage ich mal ein Status der Pflanze, der uns dann zeigt was für uns wichtig ist.
00:13:42: und jetzt hattest du schon erwähnt irgendwie die frischen Brennnesselblüten.
00:13:47: Brennesse ist ja auch eine Pflanzeit, die man zum Entwässern nutzt aber auch Löwenzahn
00:13:54: etc.,
00:13:54: das sind hier alles auch bittere Inhaltsstoffe.
00:13:57: Ist es tatsächlich so dass die Natur uns dann vorgibt okay früher traditionell Zeitraum für Entgiftung, Unterstützung der Ausleitungsgarne.
00:14:07: Siehst du das genauso oder hast du da ein paar Beispiele was da jetzt gerade aktuell so rauskommt?
00:14:14: Auf
00:14:14: jeden Fall!
00:14:15: Das ist ein guter Punkt und es ist ein ganz wunderbarer Punkt weil in der Natur passiert nichts umsonst.
00:14:20: Also, ich denke mir immer alles kommt zur richtigen Zeit zum Vorschein.
00:14:24: Und wir sind da heute einfach insofern nicht mehr so abhängig davon weil wir haben halt einen Supermarkt oder für uns ist immer alles verfügbar.
00:14:32: aber es ist noch gar nicht so lange her Da waren die Menschen wirklich davon auch abhängige was da die Natur zu welcher Zeit rausbringt und dann war das Bewusstsein noch vielmehr Davon was wächst?
00:14:43: Wie kann ich's halt machen und wann er sich weiß?
00:14:45: unter Frühling ist definitiv eine Zeit, wo wir auch wieder so ein bisschen Aschkick brauchen.
00:14:51: Also um in die Gänge zu kommen für unseren Stoffwechsel.
00:14:54: aber wenn man mal so guckt angenommen, wer hätten unseren super Super-Supermarkt nicht dann wären wir nach einem Winter von Nährstoffen her gar nicht mehr so gut aufgestellt.
00:15:04: also wir bräuchten erst einmal wieder ordentlich Mineralstoffe und Vitamine und Chlorophyll.
00:15:09: und das ist spannend weil Frühlingskräuter, die kommen.
00:15:12: Also wenn man gerade eben an die ersten Brennesseltriebe oder Giersch ist eines der ersten Frühjahrskräuter zum Beispiel und dann ganz am Anfang das Scharboxkraut haben die Leute drauf gewartet weil sie wussten hey da ist viel Vitamin C drin, da sind viele Mineralstoffe drin.
00:15:26: also wir brauchen erst mal wieder ein bisschen was zum auffüllen.
00:15:30: und aber auch gleichzeitig haben die Frühjahrskräuter ganz oft so etwas Stoffwechsel an Regen.
00:15:34: Das ist halt auch oder wie du gesagt hast, die Brennessel eben auch sowas ausleitendes oder von den Harnensäuren und so.
00:15:41: Also passt perfekt in die Zeit!
00:15:43: Und dann haben wir ja
00:15:44: z.B.,
00:15:44: da gehen wir so über in diese Sommerzeit und auf einmal verändern sich auch diese Kräuter.
00:15:50: Ja also Frühjährskräuter wollen frisch gegessen werden.
00:15:52: Da is nix mit einwecken und einfrieren sondern frisch essen um an die optimal näher Stoffe zu kommen.
00:15:59: Und dann guckt man, dann kommen die Sommerkräuter und auf dem Eimer merkt man wir haben viele so Akut-Kräute also Sachen gegen Verbrennungen, gegen Schmerzen.
00:16:08: Viele Pflanzen haben viele Farbstoffe was eben auch so einen Schutz für unsere Haut von innen quasi darstellt.
00:16:13: oder bevor wir im Sommer Urlaub fahren viel Karotten essen damit diese Haut schon mal ein bisschen karotiniide, flavonoide an die Sonne sich besser gewöhnt kann.
00:16:22: Dann gehen wir in den Spätsommer über und auf einmal verändert sich die Pflanzenwelt wieder.
00:16:28: Und zwar fängt sie an... die Sachen so vorzubereiten, dass wir sie einlagern können.
00:16:35: Also auf einmal haben die Pflanzen Samen und wir kriegen Nüsse solche Sachen.
00:16:40: ja wenn man diese Brennnesselsamen denken oder gute Fette auch noch drin stecken dann fängt langsam so dieser Haagebuttenzeit an und das ist auch eine Pflanze super spannend im Frühjahr das Vitamin C. es muss mal frisch essen, das verfällt aber so ein Vitamin C in Haagebutte noch im November und Dezember.
00:17:02: Das ist lange nicht so hitzeflüchtig, wie man das sonst von anderen Verbindungen kennt!
00:17:08: Und dann kommen wir schon so in den Herbst und auf einmal ziehen sich die Pflanzen in den Boden zurück, weil sie wissen da kommt es kalt.
00:17:15: Für uns ist das heute nicht mehr das Ding.
00:17:17: aber früher hat man viele Wurzeln ausgegraben, aufgehoben, Wurzel-Suppen eingekocht.
00:17:23: ja warum?
00:17:24: Weil in der Wurze steckt dann im Winter diese ganze Stärke, die Zuckerverbindung, Inulin auch was wieder für den Darm gerade im Winter total spannend ist.
00:17:34: und so haben wir das Ganze ja eigentlich ein schönes Rhythmus und alles ist zur richtigen Zeit da.
00:17:39: Wir dürfen es einfach nur mehr benutzen, glaube
00:17:43: ich.".
00:17:45: Wenn du sagst mehr benutzten jetzt im Frühjahr meintest du ja schon das man eher frisch unterwegs.
00:17:51: aber es gibt natürlich verschiedene Art- und Weisenart Pflanzen zu verarbeiten.
00:17:56: Es gibt ja Teenturen über Alkohol, manche also Gemmoextrakte, die Knostmextrakte macht man glaube ich mit Gluzerin.
00:18:06: Was sind so die Unterschiede.
00:18:08: Du, ich finde bei dir ganz toll du machst ja so viele verschiedene Sachen von einer Kräuterbutterkerze über Oximel und alle möglichen Rezepte kreativ wie du bist.
00:18:21: aber worauf müsste man achten in der Verarbeitung?
00:18:25: Hängt es auch mit den Inhaltsstoffen der Pflanze zusammen oder auf was gibst du acht?
00:18:31: Also man muss natürlich sagen, was will ich damit erreichen?
00:18:34: Wille ich wirklich richtig fitotherapeutisch damit arbeiten.
00:18:38: Das heißt, ich will eine bestimmte Wirkung für irgendwas haben.
00:18:41: Dann werde ich jemanden, der da gar keinen Bezug dazu hat auf jeden Fall immer noch mal zu einer Fitotherapeuten oder zu einem Heilpraktiker in der Apotheke sind die auch super fit.
00:18:53: Auf jeden Fall schicken weil da kommt es ja nicht nur so ein bisschen drauf an sondern dann muss natürlich auch die Menge stimmen.
00:18:59: Die Menge und so.
00:19:02: Das können wir natürlich bei so selbstgemachten Sachen gar nicht immer nachweisen, weil alles was wild wächst kann ich dir nie eine Garantie geben wie viel Wirkstoffgehalt auf wie viele Gramm Pflanzenmaterial ist.
00:19:15: ja also so genaue pflanzliche Mittel können man jetzt zu Hause nicht machen aber nichtsdestotrotz kann man natürlich trotzdem in den Alltag die Sachen integrieren.
00:19:26: wenn ich jetzt wirklich ein bisschen mehr darauf achten möchte um möglichst viele Inhaltsstoffe zu haben, dann muss man sich oder darf man sich da mal näher miteinander setzen.
00:19:37: Wie sind welche Inhaltstoffe löslich?
00:19:40: Also macht es überhaupt Sinn das jetzt in den Kräuteröl zu packen.
00:19:44: oder wäre das vielleicht viel besser löslicht im Alkoholauszug also in der Tinctur oder so wie du schon gesagt hast, die Gemomatzerate.
00:19:53: Also dieses Emprionalgewebe von den Knospen.
00:19:55: dazu brauche ich ein Glitzerin dann nützt mir es halt nichts wenn ich das jetzt nur in den Essig tue krieg' ich sicherlich auch einen kleinen Gehalt.
00:20:02: aber also wenn ich therapeutisch arbeiten möchte muss ich mich mal näher damit auseinandersetzen was wirkt in der Pflanze?
00:20:09: Also warum setzt man die Pflanzen dafür ein was sie jetzt gerade kann?
00:20:13: und wie komme ich an den Inhaltsstoff am besten dran?
00:20:17: Und da ist es tatsächlich so dass einfach Alkohol mit unser stärkstes Lösungsmittel ist.
00:20:23: Also nicht ohne Grund sind die Tropfen, die man als Kind für den Husten auf so einen Würfelzucker gekriegt hat waren sie auf alkoholischer Basis.
00:20:32: das hatte nichts damit zu tun, dass Oma gerne Melissengeiß mochte sondern einfach Alkol ist ein Lösungsmittel.
00:20:39: Und gerade je fester die Struktur von der Pflanze ist, also Wurzeln rinden umso höher muss auch der Alkoholgehalt gehen.
00:20:48: Aber ich denke das was wir meistens im Alltag haben so Blätter und Blüten Ich war es einfach immer versuchen mehr zu integrieren im Sinne von mehr mit in die Nahrung wirklich zu packen und da auch gar nicht so verkopfen sondern Sachen die wir eh benutzen Einfach so Sachen, wenn du sagst hey ich esse gerne den Kartoffelprei.
00:21:09: Dann ist du den auch in Zukunft gerne und packst anstatt einfach der gekauften schlapprigen Petersilie aus dem Supermarkt eine Hand voll Giersch dazu und hast da schon mal ein paar wilde Inhaltsstoffe.
00:21:20: oder wenn du sagt jeder macht sich vermutlich einen Salat am Tag dann macht doch nicht nur normales Salz sondern verwenden wir gleich einen Kräutersalz im Dressing.
00:21:30: Und auch der Essig ist kein normaler Essig, sondern gleich ein Kräuteressig und somit ist es eine ganz niedere Schwelle.
00:21:37: Und trotzdem einfach sind die Wildkräuter im Alltag zu integrieren denke ich.
00:21:43: Ein Öl wäre ja wahrscheinlich auch denkbar.
00:21:46: Öl ist supergut!
00:21:48: Kann man auch mit Seil beinmachen
00:21:49: oder so?
00:21:49: Richtig, richtig.
00:21:50: Sobald wir Öl haben muss er... Mal schon gucken, wie ist es mit der Haltbarkeit?
00:21:55: Weil frische Pflanzen im Öl, also Wasser und Öl neigt zu einer Verkeimung zum Schimmelbildung.
00:22:03: Und da kommt's dann wieder drauf an, wie verarbeit ich die richtig?
00:22:06: oder eben einfach nichts was man wochenlang im Kühlschrank stehen hat sondern so ein Kräuteröl mache ich dann halt frisch und verarbeits innerhalb von ein zwei Wochen zum Beispiel.
00:22:16: Aber wie gesagt, da muss man dann beim Verarbeiten nochmal näher drauf eingehen.
00:22:19: aber wirklich einfach sozusagen.
00:22:21: ich trinke jeden Tag meinen Pot Kräuter-Tee.
00:22:24: warum mache ich mir denn nicht gleich einen frischen?
00:22:26: Ich habe mir gerade noch mal einen aufgegossen.
00:22:28: das schwimmt jetzt ein bisschen Löwenzahn und Labkraut und Gänseblümchen und Gundermann drin rum und schon hab' ich nicht mehr den Beutel gebraucht wo eigentlich immer nicht weiß was in diesem Beuteltest drin ist sondern ja so kleine Sachen im Prinzip
00:22:45: Und das hast du jetzt frisch gepflückt sozusagen.
00:22:55: Wenn man in der Stadt lebt, meine ich und vielleicht nur mal am Wochenende rauskommt... Wie könnte man so einen Kraut als Tee am besten konservieren?
00:23:05: Also wahrscheinlich trocknen aber da gibt es ja sicherlich auch Sachen zu beachten oder?
00:23:11: Also wenn wir die Möglichkeit haben, erstmal versucht mal immer frisch zu nehmen.
00:23:14: Tatsächlich wird trockenen Teekräuter eigentlich nur um sie in der Zeit parat zu haben wo wir sie frisch nicht haben.
00:23:21: oder so wie du gerade beschrieben hast genau Du gehst am Sonntag oder am Samstag sammeln und dann nimmst du die mit nach Hause Und dann ist halt wirklich immer ganz wichtig dass du die Sachen Man sagt ganz blatt trocknen.
00:23:35: Also nicht schon die Kräuter klein schneiden und zum Trockenen legen, sondern wir wollen sie im ganzen Blatt so gut wie möglich erhalten.
00:23:43: weil natürlich sobald wir eine Pflanzenzelle offen haben also da wo der Schnitt ist oder wir sie reißen in den Pflanzen Zellen ist natürlich nicht mehr viel drin ja?
00:23:52: Weil dann geht die Inhaltsstoffe raus.
00:23:54: von daher so ganz platt wie möglich trocknet und gut Licht geschützt Nicht irgendwo in der prallen Sonne oder auf dem Backblech, schön im Südfenster.
00:24:02: Dann sind die zwar schnell getrocknet aber tatsächlich... Sonne macht ganz viel mit den Inhaltsstoffen und zersetzt sie einfach sehr schnell und wir wollen ja die Inhaltstoffe so lange wie möglich.
00:24:13: in einer Pflanze haben deswegen immer schön trocken und Licht geschützt Und ich tu dir auch gar nicht einen Dörrapparat oder so sondern einfach bei Raumtemperatur eine Brennnessel.
00:24:24: wirklich Die hat ja auch so wenig Schleimstoffe sehr trocken.
00:24:29: Da kann gut sein, die ist ja in drei Tagen bei Raumtemperatur durchgetrocknet und dann ist halt immer man sagt, die Kräuter müssen raschel trocken sein.
00:24:39: Warte mal ich sitze hier gerade vor meinen Kräuteregal.
00:24:44: das sind jetzt zum Beispiel Lindenblüten und Lintenblätter noch von letzten Jahr.
00:24:48: vielleicht hört mir da schon Achtung Das Geräusch brauchst du, es muss raschel trocken sein.
00:24:58: Dann steckt keine Restfeuchtigkeit mehr drin und dann kann das einfach lichtgeschützt abgefüllt werden und dann haben wir da auch keinen Schimmel drin.
00:25:06: Und dann sagt man vom Sammeln bis zum letzten Verwenden ungefähr ein Jahr Das wird hier nicht... Kannste natürlich, aber die Inhaltsstoffe wären halt nicht besser mit der Zeit.
00:25:21: Also es wird nicht schlecht, aber ist immer die Frage wie viel Kraft steckt da noch drin?
00:25:26: und eigentlich versucht man ja auch in der Naturherkunde recht natürlich durch die Jahreszeiten zu gehen.
00:25:32: das heißt nach einem Jahr wenn die Sachen wieder anfangen neu zu wachsen sollten deine Reserven aufgebraucht sein so dass du wieder neu sammeln kannst.
00:25:43: Also es ist dann auch ein Zeichen, dass du dich
00:25:45: gut
00:25:46: mit Pflanzenstoffe versorgt hast über den Winter quasi ins Läge.
00:25:52: Vorhin hatte ich ja deinen Falschen Oxymail angesprochen.
00:25:56: Vielleicht können wir kurz erklären was ein Oxymal überhaupt ist für die dies noch nie gehört haben?
00:26:01: Aber mich würde auch interessieren mal zum Beispiel der Vorteil von so einer Konservierung oder wie lang sich sowas hält.
00:26:09: Also ein Oxymehl ist für alle, die es ja nicht kennen.
00:26:11: Ein sauer Honig wenn ich das auf Deutsch übersetze.
00:26:15: Oxy wie Essig und Mehl wie Honig Und man hat... Das ist nicht nur bei uns heute.
00:26:21: Man hat schon immer nach alternativen Auszugsweisen zu Alkohol gesucht und das ist natürlich auch immer spannend Für alle Kinder und Mamas und so.
00:26:30: Man will ja immer ohne Alkohl unterwegs sein Und mit einer Pflanzenheilkunde geht es immer darum eigentlich, was sind gute Inhaltsstoffe und wie kann ich die Inhaltschaften so gut wie möglich konservieren?
00:26:43: Und lange haltbar machen.
00:26:45: Da gibt's ein paar Lebensmittel, die wir alle kennen, die einfach starke Konservierungsmittel sind und die eigentlich auch nicht so richtig schlecht werden können.
00:26:54: Dazu gehört zum Beispiel das Salz.
00:26:57: Salz ist so'n Klassiker, deswegen kennt man auch allen Kräutersalz oder zum Fermentieren.
00:27:02: aber natürlich Honig wird eigentlich nicht schlecht.
00:27:05: Wir haben in Kreber einen uralten Honig gefunden, da ist überhaupt nichts schimmelig oder so sondern honig hält der trocknet die halt irgendwann ein und kristallisiert ein aber er wird nicht schlecht.
00:27:17: Und ähnlich ist das tatsächlich auch mit einem Essig, dass es ja was fermentiert ist.
00:27:21: Ja und bei nem Oxymine Mehl benutzt man tatsächlich auch einen unpasteorisierten Essig.
00:27:27: also das heißt der ist nicht erhitzt sondern da lebt es noch richtig drinne.
00:27:32: und diese Kombination aus Honig und Essig hat man sich schon seit Jahrhunderten zu nutz gemacht um Kräuter darin einzulegen.
00:27:41: Also erstmal hat natürlich Essig und Honig an sich schon eine gute Basis, aber wenn du dann die Kräuter noch einlegst ist das einfach eine wunderbare Möglichkeit um zum Beispiel wie einen gesunden Sirup daraus zu machen sage ich immer.
00:27:56: Weil wenn alle anderen Sirups werden ja immer mit Zucker eingekocht wo ich denke na wie viel Gutes vom Kraut ist da noch drin?
00:28:03: Wenn ich auf einem Liter Wasser einen Kilo Zucker eingeköchelt habe, wenn ich natürlich die Krüter mit Honig und Essig gemützt hab, dann ist es natürlich schon eine andere Sache Wie das Mischverhältnis ist, in vielen Rezepten findet man bei einem Oxi Mehl dass man zum Beispiel sagt man nimmt zwei Teile Honig ein Teil Essig und einen Teil Kräuter.
00:28:25: Und mir ist es zum Beispiel viel zu süß.
00:28:27: ich mache immer alles zugleichen teilen weil mir kommt genauso viel Essig wie Honig rein aber das darf ja jeder für sich finden.
00:28:34: oder wenn wir das Kindern schmackhafter machen ist wahrscheinlich der Honig gehalten mehr.
00:28:39: Aber es ist einfach eine schöne Alternative, um wirklich zu sagen ich nutze die Kräuter oder jetzt wir hatten vorhin schon von den Brennhesseln.
00:28:45: Die sind ja jetzt so ganz schön grün und Brenn-Hesseloxymehl.
00:28:49: Es was ganz ganz feines um wirklich die Kröter zu dir zu nehmen.
00:28:52: vielleicht auch so.
00:28:53: ein Oxymail ist auch ne tolle Zugabe in einem Salatdressing weil Essig ein bisschen was Süßes und dann die Kräuter noch drin.
00:29:01: Aber so'n Oximel kann man auch ganz wunderbar.
00:29:04: am Morgen einfach einen Löffel mit einem warmen Wasser aufgießen, schon super für die Verdauung, denkt mal dran das ist unpasteorisierter Essig.
00:29:11: also der lebt auch noch ganz feiner hat es noch ein bisschen etwas Gutes für unseren Damen dabei aber auch bei uns zu Hause.
00:29:17: wir gießen das unwahrscheinlich einfach gerne mit ein bisschen Sprudel auf und dann ist das wie eine selbstgemachte Kräutalimonade.
00:29:24: Man muss halt schon diesen Geschmack von Sauermülgen den so der Essig mit sich bringt.
00:29:28: Wer esse Knick mal nicht mag, wird auch mit einem Oximel nie warm werden.
00:29:33: Also weiß ich nicht vielleicht mal versuchen werde.
00:29:36: Aber es ist schon super lecker wie du sagst auch mit Sprudeln.
00:29:39: So als Getränk im Sommer.
00:29:42: Weil man muss natürlich schon sagen Ich filter die Kräuter dann auch nicht ab sondern ich ess sie mit Die dürfen drinnen bleiben weil im Gegensatz zu nem Alkohol haben wir jetzt an dem was da ein Inhaltsstoff rausgeht geht man ungefähr davon aus, dass du mit einem Oxymail von bis zu dreißigvierzig Prozent der Pflanze Inhaltsstoffe lösen kannst.
00:30:04: Bei dem Alkohol sind wir natürlich durchaus bei achtzig Prozent.
00:30:09: Das heißt, wir kriegen nicht das ganze Spektrum.
00:30:11: Aber es ist auf jeden Fall besser als nichts.
00:30:14: und wenn das ein Zugang zu den Kräutern perfekt ist, dann ist das doch auch... Man muss ja wie gesagt immer alles als Medikament oder Therapeutikum sehen, sondern warum ist es denn nicht einfach ein Lebensmittel?
00:30:25: Und das ist bei uns zu Hause genau!
00:30:29: Nimmst du dann für den Oxymere auch frische Kräuter?
00:30:31: Ja, wahrscheinlich.
00:30:32: Nur also immer frisch weil da ist einfach mehr Power noch drin.
00:30:36: Klar in frischen Kräutern ist auch der Anteil von Wasser natürlich höher als in getrockneten Kräuters.
00:30:43: zum Beispiel auch der Unterschied, wenn man jetzt wirklich also Heil-Tinktour macht so wie wir selbst in der Apotheke nach Apotheker gesetzt die müssen mit getrockneten Kräutern arbeiten weil nur dann ist eben ganz sicher sagbar.
00:30:56: Wie viel Wirkstoff ist auf so ein so viele hundert Gramm getrocknete Kraut?
00:31:01: Das geht halt bei dem frischen Kraut nicht!
00:31:03: Weil du wirst je nach Jahreszeit viel mehr Wasserrückstände haben und so aber für die Inhaltsstoffe und auch für den Geschmack auf jeden Fall frische Kräuter nehmen.
00:31:12: Und ich nehme da nicht nur Kräuter, sondern auch Pimptis gerne mit ein bisschen Obst zum Beispiel oder auch mal mit einem Gemüse.
00:31:20: Das ist nicht mehr so lang.
00:31:21: oder im Mai wenn dann die Holunderblüte voll in Blüte ist.
00:31:25: Holunder blüten Oxi Mehl und dann noch ein paar frische Erdbeeren rein und vielleicht noch zwei drei Blätter Minze.
00:31:31: Da brauche ich kein Erdbärleimes mehr, sondern da ist das dann mein erdbeerleimes einfachen Holunder-Erdbeerminz-Oximehl ganz ganz fein!
00:31:42: Aufs Reib und nachmachen.
00:31:45: Ich
00:31:47: habe mal einen gemacht mit Fichtennahlen, also den frischen
00:31:51: Trüben.
00:31:52: Das war auch richtig gut!
00:31:53: Man hatte so die ätherischen Öler aus frischem Trübe.
00:31:57: Sehr fein, auf jeden
00:32:01: Fall.
00:32:01: Ich würde gerne noch einmal etwas zurückkommen was wir vorhin schon ein bisschen angeschnitten haben als ich... Also als wir meinten, dass die Wirkstoffe ja eine sehr isolierte Art und Weise sind wie man einen Kraut betrachten kann.
00:32:12: Ich hatte schon Parasthesus erwähnt.
00:32:14: da habe ich so ein Beispiel in meinem Kopf des Johanneskrauts was dir an ganz vielen Stellen am Blüter, am Blatt, am Stängel eigentlich schon sagt wofür es gut ist.
00:32:23: also man nimmt es ja für Stimmung aber wenn man die Blüte zerreibt dann bisschen Rot.
00:32:28: das spricht fürs Blut.
00:32:29: also Sanguis ist auch in diesem alten medizinischen System Ja, für die Energiefreude etc.
00:32:37: Gut.
00:32:39: Gleichzeitig dieses volle Spektrum der Pflanze und dass die Inhaltsstoffe natürlich auch zusammenwirken und wahrscheinlich viel effektiver durch diese Zusammenarbeit wie die Pflanzen sie darstellt.
00:32:52: Wie siehst du das?
00:32:53: Oder wie lährst du es auch in dein in der Praxis bei den Leuten mit denen du zusammen arbeitest?
00:33:00: Wie begegne ich so eine pflanze?
00:33:02: Wie schaut man die an, wie nimmt man sie wahr?
00:33:05: Das ist tatsächlich ganz spannend.
00:33:07: Also das was du meinst da würden wir jetzt wahrscheinlich sagen du redest vielleicht ein bisschen von der Signaturlehre.
00:33:14: also ja so ein bisschen wo man guckt sich.
00:33:18: Heute wissen wir natürlich, heute haben wir Möglichkeiten um zu gucken.
00:33:20: Was steckt im Pflanzensinn?
00:33:22: Aber es gab Zeiten ... Da musste man genauer hingucken und da hat man sich so eine Pflanze erst mal betrachtet und dachte, wie sieht die aus?
00:33:29: An welche Organteile erinnert sie uns vielleicht?
00:33:32: auch jetzt ist es bald soweit.
00:33:33: der Weissdornenblüt ganz klassisches Mittel in der Fütertherapie ein starkes Herzmittel.
00:33:39: Und tatsächlich ist Weißdorn schon immer auch egal, in welcher Zeit ein ganz starkes Herzmittel gewesen sich diese Pflanze angeguckt und haben aufgrund der Form von dem Blatt beim Weisdorn darauf geschlossen, dass es ein Herzmittel sein könnte.
00:33:56: Weil so eine typische Herzform hat dann diese Blattader in der Mitte und man gedacht hat okay linke rechte Herzkammer und so.
00:34:05: also ne ganz ganz spannende Geschichte.
00:34:07: mittlerweile ist das belegt.
00:34:09: wir können einige mittler auch in der Apotheke kaufen.
00:34:12: heute wissen wir zwar dass die meisten Inhaltsstoffe tatsächlich nachher an da Blüte stecken wenn sie so in diesem knospenblüten Stadium sind gedacht in der... in den roten Früchten, die wir dran haben.
00:34:25: Aber so ist es, finde ich das wirklich ganz schön und so dürfen wir uns heute auch noch nach Pflanze nähern einfach mal genauer hingucken.
00:34:32: Und auch was wächst denn während Garten hat und sagt Boah bei mir wuchert irgendwie etwas?
00:34:38: Dann mal gucken!
00:34:40: Was kann die pflanze denn ja?
00:34:41: Was steckt denn da drin?
00:34:43: Vielleicht wächst sie hier aus einem bestimmten Grund bei dir weil wir das vielleicht tatsächlich auch gerade brauchen.
00:34:49: Und was du gesagt hast auf jeden Fall also Pflanzen sind viel Stoff gemische und wirken nicht isoliert.
00:34:58: Ich erkläre das immer so gerne.
00:34:59: zum Beispiel, gerade in der Aromatherapie nimmt man ja viel diese ätherischen Öle extrahiert.
00:35:07: Die können therapeutisch ganz ganz toll wirken und gleichzeitig wirken sie aber eben auch so stark dass sie durchaus auf der Haut eben auch mal eine allergische Reaktion oder so auslösen können weil sie eben die ganzen Pufferstoffe die sonst ne Pflanze hat eben nicht haben.
00:35:25: Also jedes, ich denke immer jeder Inhaltsstoff in der Pflanze hat seine Berechtigung und oft tatsächlich mildern sie die anderen Inhalte Stoffe.
00:35:34: Die Wirkung so ab dass wir so gut benutzen können.
00:35:38: Nehmen wir jetzt zum Beispiel das Gänseblümchen.
00:35:41: ganz schönes Beispiel ist es zum Beispiel dafür.
00:35:45: Gänsemblümchens Volksheikundlich ist das ein typisches Mittel auch bei Husten Auch schon bei Kindern hat was damit zu tun, dass die Gänseblümchen ganz viele Saponine enthalten.
00:35:57: Also Seifenstoffe und wir kaufen gerne wenn wir einen Husten haben, den wir nicht loswerden zum Beispiel dieses Husmetel Prospanas und Efeupler drauf.
00:36:06: das kennen die meisten Genau.
00:36:08: Warum machen wir das?
00:36:10: Weil diese Saponine gehen eben tatsächlich in Wechselwirkung mit unserem Bräunchen, die fangen vermehrt an zu arbeiten und das Flimmerepithel arbeitet.
00:36:18: Und wir haben irgendwas was uns so richtig fest sitzt.
00:36:21: ja dadurch dass auch mehr Flüssigkeit auf unsere Bräunschen kommt können wir das besser abhusten.
00:36:26: Wir werden es leichter los sozusagen.
00:36:29: jetzt sind aber diese Seifenstoffe diese saponine zum Beispiel die können eben auch Ja, unsere Verdauungstrakt ganz stark reizen.
00:36:38: Deswegen würde ich nie empfehlen zum Beispiel einen Evoi einfach zu ernten und heiß zu übergießen um sich ein Hustentät rauszumachen.
00:36:47: Das ist der Grund weshalb wir dieses Prosparen kaufen weil da hat man nur diesen Wirkstoff extrahiert und hatte ihn zu einem Hustmittel gemacht.
00:36:54: Gucken wir uns jetzt aber zum Beispiel das Gänseblümchen an!
00:36:57: Das hat nämlich auch ganz viele von diesen Saponinen ja... Ist aber aufgrund seiner anderen Inhaltsstoffe so abgepuffert diese Seifenstoffe, dass sie für uns nicht mehr reizend wirken.
00:37:09: Nämlich so wenig Reizend, dass man ein Gänseblümchen sogar in der T-Mischung für Kinder empfiehlt und das hat einfach was damit zu tun, dass da alles wirken darf und nicht nur ein bestimmter Wirkstoff... Und das finde ich total spannend!
00:37:24: So ist es mit ganz vielen Sachen.
00:37:28: Du hattest gerade schon erwähnt für Kinder?
00:37:32: Also es gibt ja Es gibt ja Kommission E, glaube ich.
00:37:36: Diese offizielle Kommission die sagt wie sichern Krauts oder für welche Sachen das erforscht ist bin ich richtig.
00:37:44: Wie ist es bei Kindern?
00:37:45: Ich weiß in der Schwangerschaft sind auch viele Kräuter nicht als sicher eingestuft.
00:37:51: Bei Kindern kann mir vorstellen muss man sicherlich auf die Dosierung achten.
00:37:54: hast du da so allgemeine Herangehensweisen oder irgendwelche Kräute die man gar nicht verwenden sollte?
00:38:02: Also es ist tatsächlich natürlich, das bei Kindern wie auch bei Schwangeren.
00:38:06: Da gehen alle immer auf super Nummer sicher und das ist auch ganz wichtig ja?
00:38:11: Und man lässt die Finger von Sachen, die stark reizen können oder besonderen hohen Gehalt an gewissen etärischen Ölen haben.
00:38:20: also alles wo du denkst so war ganz krass ja also auch vom Duft von den ätherischen Öl wäre ich bei Kindern immer vorsichtig und dann natürlich viel weniger.
00:38:31: Also das, was wir zum Beispiel so kennt man noch als Kind dieses Vigwapo-Rupf, wenn eigentlich Wahnsinn was da in ätherischen Öl drin ist, das würde ich heute nie ein Kind unter einem bestimmten Alter geben weil es viel zu reizend ist.
00:38:44: und so ist mit den Kräutern im Prinzip auch.
00:38:47: also alles mit vielen starken ätherischem Ölen wäre ich vorsichtig und dann eben nur einen kleinen Mengen und auch sowas wie bitter Kräuter z.B.. Also Kinder sind da ja noch viele empfindliche, erstens den wird das auch gar nicht schmecken.
00:39:04: Aber die brauchen einfach viel weniger.
00:39:06: Das heißt aber nicht dass ich nicht immer mal wenn ich einen Salat machen, Löwenzahnblatt mit in den Salaten mugeln kann zum Beispiel.
00:39:13: Es braucht einfach viel wenig und in so einem kleinen Kindalter selber noch total die Hände davon lassen.
00:39:22: Wenn es natürlich immer was anderes, wenn du irgendwas therapeutisch begleitest aber wenn ich jetzt sagen würde Ich stapfe hier zu selber los und sammeln ein bisschen irgendwelche Pflanzen für meinen kleinen Kind Was wirklich noch einen Babyalter hat Würde ich nicht also würde ich erst mal prinzipiell nicht empfehlen.
00:39:38: tatsächlich
00:39:41: Okay
00:39:43: so.
00:39:44: Jetzt würde ich gerne auf die praktische Anwendung zu sprechen kommen, heißt wie integriere ich das in meinen Alltag.
00:39:54: Du bringst es ja vielen Leuten bei, wie sie da auch auf eine Art und Weise Naturverbundener leben können, wie Sie das integrieren in Ihren Leben.
00:40:03: wenn ich jetzt am Wochenende losstiefeln will um mir Kräuter zu sammeln Auf was sollte ich vielleicht achten?
00:40:11: Mit was könnte ich beginnen und was sind vielleicht auch wichtige Qualitätskriterien.
00:40:16: Ich habe es schon gesagt, in so einer Großstadt wie wir hier in Berlin, da findest du auch Wildkräuter tatsächlich am Wegesrand.
00:40:24: aber willst Du die wirklich sammeln?
00:40:27: Eher nicht!
00:40:31: Was wären die ersten Schritte?
00:40:35: Wildkräuter verwenden dann, wenn du ein gutes Gefühl dafür hast.
00:40:39: Also was du gerade schon gesagt hast, du stapst durch Berlin irgendwann und wenn du viele Kräuter verwendest wirst du vermutlich auch die aus berlin benutzen weil diese dieses Abwehr oder diese Vorsicht sinken bisschen.
00:40:52: aber nichtsdestotrotz ist es einfach erst mal.
00:40:55: Du brauchst ein gutes Gefühl damit.
00:40:57: Du bist mit dem, was du sammelst fein sein und vor allen Dingen sicher.
00:41:00: Ich sag immer wir sammeln nichts wo wir uns nicht zu hundert Prozent sicher sind.
00:41:04: Und wenn ich schon drüber nachdenke na ist das vielleicht etwas anderes als ich gerade denke dann lass ich es stehen weil irgendwo anders steht sicherlich an der Ecke was wo du dir ganz sicher bist.
00:41:14: Das wäre so oberste Priorität Weil nur dann wenn ich mir sicher bin kann ich auch ein gutes gefühl beim verwenden haben und dann mit wenig Pflanzen anfangen.
00:41:24: Nicht mit irgendwas Verrückten, also wenn man mal guckt ganz alte Kräuterausbildung da hat man pro Jahr eine Pflanze betrachtet.
00:41:34: Das ist heute in unserer Zeit von.
00:41:36: wir wollen viel Wissen konsumieren und man kann ja ganz viel undenkbar.
00:41:40: aber tatsächlich bis ich eine pflanze durch jedes Stadium probiert habe und jedes Rezept mal mit ihr ausprobiert haben, da ist wahrscheinlich sogar ein Jahr immer noch zu klein.
00:41:51: Wir nehmen natürlich mehr aber trotzdem ist es je weniger... umso besser, weil wir brauchen nicht viel.
00:41:57: Fangen doch an mit Sachen die du erkennst wie eine.
00:41:59: Gänseblümchen ist schon mal ganz super ein Löwenzahn, da kennen auch die meisten dann sowas wie ein Giersch das kennen auch schon die meisten.
00:42:07: es ist so ein unbeliebtes Unkraut sozusagen und so könnte man schon durch das Jahr gehen und ist dann schon ganz gut dabei wirklich wenige und dir einfach sich mal näher damit beschäftigen.
00:42:19: was steckt da drin?
00:42:20: Was können sie?
00:42:24: Und dann sind es am Anfang wirklich so einfache Sachen wie, hey ich tue die Kräuter einfach klein schnippeln und tue sie mit in meine Kräuterbutter.
00:42:33: Da muss sich nicht mehr dienen!
00:42:35: Petersilie und Schnittlauch nehmen, die ich sonst so rein hau.
00:42:37: Kann ich natürlich immer noch einen Top tun oder einfach ein Tee oder Kräutersalz unten Kräuter Essig also Sachen, die Ich eh jeden Tag verwende.
00:42:47: Und wenn man dann sagt hey ich würde gerne mal eine Salbe Oder sowas tatsächlich oder ne Tintour draus machen Dann wird man nicht um hinkommen tatsächlich Mal irgendwo in Kurs zu besuchen oder sich auch irgendwie ein gutes Buch mal zu besorgen weil dann geht es Natürlich schon noch mehr rein.
00:43:04: Wie welche Arbeitsschritt und wie muss ich was bearbeiten, damit ich nachher auch ein möglichst gehaltvolles Endprodukt habe, wo auch viele Inhaltsstoffe drin sind.
00:43:14: Aber zum Anfang würde ich immer erst mal mit essen und trinken und also Sachen die wir eh jeden Tag machen oder was wir halt gar nicht mehr so... vielleicht haben, sind zum Beispiel Bäder.
00:43:27: Also egal ob ich jetzt ein Dampf baute, wo ich nur so über die Schüssel noch das Gesicht drüber halte oder wirklich ganz Körperbäder oder Fußbäde ist auch eine tolle Möglichkeit um zum Beispiel Pflanzen von außen auf uns wirken zu lassen.
00:43:42: Solche Sachen einfach oder einfach mal nur hinlegen und sie duften gut und dann macht es auch schon was mit uns.
00:43:49: also ja.
00:43:51: Hast Du den Tipp
00:43:52: z.B.?
00:43:53: Du meinst ja Brennnessel kennen wahrscheinlich die meisten Löwenzahmen, kennen auch viele.
00:43:57: Wenn wir jetzt an der Brennesse dran sind... Das ist sehr unangenehm wenn man die ungünstig anfasst!
00:44:04: Wie ernte ich am besten den Brennesselblätter oder eben auf die ganze Pflanze?
00:44:08: Weil du meintest ja eigentlich würde man die volle Pflanzen ernten.
00:44:13: also jetzt war ich ohne Wurzel.
00:44:14: aber
00:44:15: Also auch die Wurzel ist ja naturkundlich ganz spannend, zum Beispiel wirklich durchspülen für die Handwege und so.
00:44:23: Und das ist
00:44:24: z.B.,
00:44:24: wenn du dir mal eine Brennesselwurzel ... Ich weiß nicht ob du schon einmal eine ausgebuddelt hast?
00:44:29: Ganz spannend würde man da jetzt wieder von der Signatur lehren Wenn du eine Brennesselwurzeln mal rausziehst und wäscht dann ist sie knallgelb.
00:44:39: Also die leuchtet richtig gelb und dann sieht man eben auch schon wieder, wie man da vermutlich irgendwann mal draufgekommen ist.
00:44:45: Wofür die da ist?
00:44:47: Nämlich super für unsere Harnwege und eben auch zum Durchspülen.
00:44:50: was man davon ausgegangen sieht aus wie so ein gelber Urinstrahl der sich dadurch die Erde zieht tatsächlich.
00:44:56: Und wenn wir jetzt frisch essen wollen also wirklich so zum Frisch snacken zB oder heute Abend mit in den Spinat oder dem Gemüseauflauf oder den Salat verwenden wollen, dann sagt man immer so das oberste Trittel, also das was so schön frisch und weich uns hart ist weil die lassen sich einfach am angenehmsten auch verwenden.
00:45:16: Und dann wer wirklich eine Abneigung hat ist doch kein Thema, den nehmen wir in Handschuhe.
00:45:21: besser als nicht die Brennnessel anzufassen.
00:45:26: Also mit Handschuhen und Schere loszuziehen und ansonsten wer dann schon langsam zum Profi wird, wird sich auch mal an die Brennnessel ran tasten und versuchen dass die Brennhare eben vielleicht dann eben nicht so dolle brennen.
00:45:39: und man sagt immer wenn man sich eine Brennessel mal anmacht egal welches Teil sieht man diese kleinen Härchen das sind die haben eben so eine Säubruchstelle und wenn wieder irgendwie dran kommt, riecht es.
00:45:53: Und dann haben wir diesen juckenden Effekt, der kann richtig gemeinsam, ich hatte das vor kurzem auch erst Wenn du den Brennhassel angefasst hast und das brennt noch nach zwei Tagen, dann ist es nicht eine Histaminreaktion oder so die wir haben.
00:46:12: Sondern dann hast du vermutlich einfach noch so Mini-Brennhader drin stecken.
00:46:16: Und da nimmt man zum Beispiel einen feinen Thesa und geht immer wieder über die Stelle, dass dieses Haar quasi wieder rauszieht und dann ist das Brennen auch vorbei.
00:46:26: Ansonsten sagt man immer diese Brennhaare wachsen an dem Pflanzenteilen von unten nach oben.
00:46:33: Das sieht man ganz schön, wenn man so ein Blattmal oder so einen Stil mal gegen die Sonne hält.
00:46:39: und deswegen sagt man immer beim Ernten streicht man die Brennnessel von unten bis nach oben ab.
00:46:45: Jetzt hätte ich ja gerade eine besorgen können.
00:46:47: Na gut, habe ich nicht dran gedacht.
00:46:50: Um möglichst viele Brennhare kaputt zu... zu streichen, weil sind die kaputt gestrichen.
00:46:56: dann passiert er brennt da gar nichts mehr und ich verarbeide Brennnessel tatsächlich super gern auch frisch also auch meinen Salat oder so.
00:47:04: Und dann wird sie geerntet Auch bei mir, wenn es schnell gehen muss.
00:47:08: Ich kann mal ein Handschuh nehmen oder es ist eine Zeit im Gartenjahr wo ich eh super viel Hornhaut habe.
00:47:13: Dann geht das auch so und dann wird die geerntet Und dann gehst du zu Hause einfach mit so Nudelholz nochmal drüber.
00:47:20: Sind die Brennhaare kaputt gestrichen, brennt nichts mehr und dann kann man die fresh essen.
00:47:24: Dann passiert auch nix.
00:47:26: Oder Chips Im Moment.
00:47:27: wir haben letzte Woche mit der Kollegin ist Wildkräuter-Chips gemacht, Brennesl-Chips jetzt im Moment sammeln.
00:47:33: diese frischen grünen Triebe haben super Crunch.
00:47:37: Echt, das ist überraschend und da brennt dann auch kein Brennhaar mehr ja?
00:47:40: Einfach so frische Triebe nehmen ab in eine Schüssel mit ein bisschen guten Olivenöl beträufeln, ein bisschen Salz Gewürze dran, sieben Minuten im Ofen und du hast die crunchigsten Kräuterchips zu dir vorstellen kannst.
00:47:53: Die zerfallen dir wirklich im Mund!
00:47:55: Warum denn nicht sowas machen?
00:47:58: Das habe ich noch nie gehört.
00:48:01: aber du hast ja immer so kreative Ideen.
00:48:05: Super interessant.
00:48:09: Vom Kräutergarten oder von der Wildsammlung und den Wald?
00:48:15: Du bist ja auch Leiterin oder Anleiterin für Waldbaden, ist das richtig?
00:48:24: Was würdest du sagen was passiert im Körper wenn man Wald badet?
00:48:28: oder erst mal was ist es?
00:48:29: vielleicht kennt vielleicht auch nicht jeder obwohl er relativ Bekanntheit erlangt hat?
00:48:34: aber ja vielleicht erstmal generell
00:48:36: Ja, Waldbaden oder auch dem Begriff Schinnerin Joku bekannt.
00:48:40: Da klingt sowieso eine uralte japanische Heilmethode.
00:48:44: Ist es gar nicht so richtig?
00:48:45: Oder irgendwie doch!
00:48:46: Aber den Namen ist relativ neu tatsächlich.
00:48:50: Waldboden ist für mich im Prinzip.
00:48:53: was passiert im Körper?
00:48:54: hast du gerade gefragt wir kommen nach Hause.
00:48:56: das ist das was eigentlich in unseren Körper passiert.
00:49:00: Mittlerweile leben wir vielleicht ein bisschen distanzierter von der Natur, als wir das irgendwann getan haben.
00:49:06: Aber Wälder, Auen, Felder – das war eigentlich unser Zuhause und tatsächlich ... Wir haben noch einen Teil in unserem Körper.
00:49:14: Das hat sich einfach über Jahrtausende so eingebrannt im Nervensystem, dass es eine beruhigende Wirkung hat, sobald wir uns in der Natur bewegen.
00:49:23: Weil da kommen wir halt her!
00:49:25: Das ist so.
00:49:26: Und von daher sage ich immer, wer in den Wald geht oder das kennen auch viele, aber ich habe Stress!
00:49:30: Ich gehe jetzt erst mal eine Runde laufen und ich gehe kurz ins Grüne.
00:49:34: Dann macht die Farbe grün ganz viel mit uns, aber eben auch wirklich überhaupt dieses... Dieses Sein in der Natur fährt einfach triggert total unser Nervensystem.
00:49:45: Und Shinrin Yoku, dieser Begriff des Waldbadens tatsächlich kommt eben wirklich aus den Japanischen und wurde eher so in den Achtzigern geprägt wie wir es heute kennen... Und ich denke, das ist für uns auch schon jeher.
00:50:01: Bist du krank oder bist auf Kur?
00:50:03: Dann geht man viel spazieren und durch den Wald.
00:50:07: Die Japaner haben da wirklich wie kleine Forschungszentren in den Wäldern errichtet.
00:50:12: Und zwar haben sie die Leute quasi Puls- und Stresshormone und Herzfunktionen gemessen bevor Sie in dem Wald sind.
00:50:21: Und dann haben sie so kleine Messstationen mitten im Wald errichtete.
00:50:25: Und haben ihn nach einer Stunde Spaziergang nochmal.
00:50:28: quasi diese ganzen Sachen gemessen.
00:50:33: dass dann über längere Zeitrauma so was passiert, wenn ich nur ein Tag im Wald bin.
00:50:37: Was passiert?
00:50:38: Wenn ich eine Woche jeden Tag für eine Stunde im Wald Bin und da hat man eben das festgestellt, was wir schon immer merken, dass es uns unwahrscheinlich gut tut aber dass ist auch wirklich messbar ist und das finde ich so spannend.
00:50:51: ja also Waldbahnen ist bei uns mittlerweile auch wirklich therapeutisch.
00:50:56: Das wird teilweise von den Krankenkassen übernommen viel gerade auch zur Kur.
00:51:01: Da hat die deutsche Kademie für Waldbaden ganz viel gemacht, dass das wirklich auch von den Krankenkassen anerkannt wird.
00:51:07: Und dann denke ich immer, das ist schon mal ein gutes Zeichen, dass wir nicht nur davon reden, dass mir jetzt die Bäume umarmen.
00:51:13: Nein da passiert was mit uns!
00:51:15: Man hat wirklich auch festgestellt zum Beispiel Männer und Frauen, wie reagieren.
00:51:20: beide Geschlechter reagieren?
00:51:22: Ganz wunderbar auf dieses Sein im Wald in der Natur.
00:51:26: aber tatsächlich springen wir Frauen noch mehr an.
00:51:28: also Unsere Stresshormone senken nochmal um zehn Prozent mehr nach unten als bei Männern und es hält bei uns tatsächlich teilweise auch länger an.
00:51:39: Also angenommen, wir machen jetzt einen ausgedehnten Spaziergang im Wald.
00:51:44: Dann hat man zum Beispiel auch festgestellt dass diese Killerzellen zum Beispiel ansteigen ja so die die bei uns beider Immunabwehr und zu helfen.
00:51:54: und wenn ich jetzt angenommen eine Woche hintereinander also wirklich wie so kurmäßig jede jeden Tag ne Stunde im Wald bin hat man festgestellt dieser Effekt hält uns für einen ganzen Monat an.
00:52:05: das ist doch verrückt.
00:52:06: Also eine hohe Höhung von diesen Killerzeilen um dreißig bei Frauen tatsächlich bis zu fünfzig Prozent und das über eine Länge von einem ganzen Monat.
00:52:16: Da können wir doch unser Immunsystem ordentlich unterstützen, einfach nur indem wir draußen sind.
00:52:22: Und beim Waldbaden geht es eben nicht darum zu sagen... Ich mach was Verrücktes im Wald.
00:52:28: Weil wann gehen wir im Wald?
00:52:29: entweder, wenn man keinen mal hören wollen?
00:52:31: Wenn es uns so zu viel wird oder ... Wir machen irgendwas im Wald.
00:52:34: also das heißt wir gehen joggen oder wir treffen uns nur mit einer Freundin und plappern Und laufen da durch den Wald oder gehen mit einem Hund Gassi oder so.
00:52:42: Aber dann ist der Wald meistens, wie soll ich denn das sagen, Kulisse ganz bewusst in den Wald gehe, eben nicht mehr damit er nur so drumherum ist sondern mir mal bewusst hingucke.
00:52:55: dann nehme ich das auch anders wahr.
00:52:57: also es heißt wir laufen wirklich langsam.
00:53:01: Es hat nichts damit zu tun dass wir Sport im Wald machen das natürlich auch super immer noch besser als in der Hauptstraße.
00:53:08: aber dieses Bewusste im Wald sein ganz bewusst auch atmen und beim Waldbaden benutze ich alle Sinne.
00:53:16: Wir fühlen, wir sehen und hören.
00:53:19: Wenn man sich mit Wildpflanzen auskennt, kommt dieser Sinn des Schmeckens auch noch dazu.
00:53:26: Weil der triggert uns natürlich genauso.
00:53:29: Einfach was für alle Sinne und gar nicht so kompliziert machen sondern einfach mal bewusst viel... tief durchatmen und immer den Hintergedanken, ich bild mir das nicht nur ein, dass mir das gut tut sondern nein sind wir in der Natur.
00:53:42: Tut uns das nachweislich wirklich gut.
00:53:46: auch so Herzfrequenz kommt wieder ein bisschen runter.
00:53:49: also ganz wunderbar.
00:53:50: eine
00:53:52: Art Achtsamkeitstechnik
00:53:54: unbedingt ja
00:53:56: richtig aber es könnte ja das Kräuter sammeln auch schon sein wenn man sich wirklich mal Das Kraut wirklich einem guckt.
00:54:03: Und das, denke ich ist es wirklich!
00:54:05: Also Kräuter mit Kräuternarbeiten und Kräutersammeln ist für mich die reinste Form von Waldbaden.
00:54:11: weil was passiert denn?
00:54:13: Du kannst nicht durch den Wald huschen.
00:54:15: Das funktioniert gar nicht.
00:54:16: Gehst du Kräutation sammeln siehst du also wenn man einmal sensibilisiert dafür wirst du alle zwei Meter irgendwas entdecken was du sammeln kannst was womit man etwas anfangen kann und dann hat man ganz schnell diesen Effekt von.
00:54:29: Ich gehe nur kurz in Wald zu anderthalb Stunden später bin ich erst zurück.
00:54:33: Also es fährt ein automatisch runter, weil man guckt auch ganz bewusst.
00:54:39: Man vergisst völlig die Zeit und man nimmt das mit allen Sinnen wahr.
00:54:44: Auch wenn du Kräuter sammeltest gehört bei vielen Kräutern auch dazu mal dran zu reiben und zu gucken.
00:54:49: ist jetzt das Kraut was es ist?
00:54:51: also du aktivierst da ja auch diese alle Sinne dann wirklich.
00:54:56: Würdest Du sagen dass der Naturkontakt ein ganz unterschätzter Gesundheitsfaktor ist.
00:55:03: Wir haben ja heutzutage ganz viel Langelebigkeitsforschung, irgendwelche Gadgets, die uns runterbringen können, irgendwelle Tracker, die sagen du hast dich genug bewegt, du bist zu gestresst ... Einfach superviel in Richtung Optimierung wenn ja die Natur eigentlich uns gesundes Licht bietet.
00:55:23: und Erdung diese Achtsamkeit, Nährstoffe Ja.
00:55:29: Was sagst du dazu?
00:55:29: Ja, auf jeden Fall.
00:55:31: Also sie hat vorhin schon gesagt wir sind da einfach ein Stück von unserer Heimat glaube ich weggekommen.
00:55:36: also wir trennen das immer so ne geh raus in die Natur Da gehören wir schon auch hin.
00:55:45: Also, das gehört dazu und so wie du es gesagt hast.
00:55:49: Wir trecken alles und versuchen alles zu optimieren und ich glaube wir würden vieles abdecken wenn wir da in einem natürlichen Rhythmus mehr sein werden.
00:55:58: also wann geht das Licht früh auf?
00:56:00: Wann geht die Sonne auf?
00:56:02: dann eben vielleicht nicht mehr sofort aufs Handy gucken, sondern erst mal raus Augen auf.
00:56:08: Ja auch das Licht macht natürlich was mit unseren Hormonen und lässt uns da sein Und auch wir leben ja völlig... also ich zum Glück nicht.
00:56:17: aber auch ich sitze viel leider am Rechner aber ich denke mir dass ist ja so weit weg von unserem natürlichen Sein eigentlich.
00:56:25: Wir sind ja nicht dazu gemacht einen ganzen Tag irgendwo bei künstlichen Licht in den Bildschirmen rein zu gucken.
00:56:35: Wir müssen halt nichts mehr anbauen, wir müssen unsere Gebüse nicht mehr unbedingt anbauten.
00:56:39: Das gibt es zu kaufen aber das würde uns tatsächlich viel geben am Tag mal mindestens eine Stunde im Garten zu buddeln oder wegen mir auch auf dem Balkon.
00:56:47: ja sich hat lang keinen Garten.
00:56:49: dann buddelt man halt irgendwie in irgendwelchen Töpfchen und streichelt da nochmal ein bisschen die Pflanzen und die Radieschen wachsen.
00:56:57: Ja, also ich glaube da sind wir ganz weit weg von dem irgendwie wo wir herkommen und das nimmt uns so ein bisschen die Ruhe.
00:57:04: und von den Nährstoffen sowieso ganz abgesehen.
00:57:08: Und das ist auch spannend, also mit diesen ganzen Waldbaden gab es zum Beispiel eine Studie dazu und das fand ich total spannend.
00:57:16: Dann hat man zwei Gruppen genommen und gesagt ihr habt jetzt drei Tage Urlaub und die eine Gruppe hat man eben zum Stadturlauf geschickt und die andere Gruppe irgendwo in die Natur.
00:57:28: Und die hatten wirklich beide keine Gruppen, viel Stress.
00:57:32: Aber man hat festgestellt am ersten Tag Urlaub ging so insgesamt bei allen das Stress Level nach unten, Stresshormone in den Keller aber schon an Tag zwei viel auf, dass bei dieser Stadtgruppe, die wirklich nur Bummeln war und in einem Kaffee saß und irgendwie Kaffees und Tee getrunken hat, da ist da schon wieder das Stresslevel angestiegen.
00:57:54: Weil allein dieses Innenstadtsein- und Verkehr bringt uns auf ein anderes Hab-Acht-Level, als sich zum Beispiel irgendwo in der Natur zu bewegen.
00:58:03: Ganz klar ja!
00:58:08: Diana wenn unsere Zuhörer eine Sache mitnehmen sollen aus unserem Gespräch was wäre das für dich?
00:58:18: Also tatsächlich sich umzugucken mal bewusst hin zu gucken was wächst da und auch wirklich, ich höre das immer wieder so Leute sagen aber ich habe so viel davon im Garten irgendwie.
00:58:28: Super guck hin!
00:58:29: Was kannst du mit den Kraut machen?
00:58:31: Vielleicht hat das einen Sinn, dass es gerade bei dir ist und viel wächst.
00:58:35: Aber vor allen Dingen eben klein anfangen.
00:58:37: Nichts Verrücktes!
00:58:38: Ich muss nicht im ersten Jahr dreißig Pflanzen kennen.
00:58:41: Wenn ich fünf kenne, bin ich da schon richtig gut versorgt?
00:58:44: Da kann ich schon richtig viel anfangen... ...und einfach dieses Trauen diese Sachen auch zu benutzen.
00:58:53: Mancher denke ich so, wir haben mehr Angst davor ob da jetzt ein Vogel drauf gemacht hat als teilweise davor, wie manche Lebensmittel behandelt werden, die man im Supermarkt zu kaufen kriegen.
00:59:07: Und das ist irgendwie verrückt!
00:59:09: Das merke ich immer wieder, dass da wirklich so eine Scheu ist und so eine Wasse und da kann doch was dran sein.
00:59:14: Es ist es bei den anderen Sachen sicher auch aber das liegt halt so schön im Supermarkt.
00:59:18: Da verbinden wir nicht damit mit etwas, die vorher irgendwie gespritzt worden oder vielleicht auch behandelt wurden oder so einfach wieder ein bisschen... Das gehört zu uns, das sind unsere Nahrungsmittel und die dürfen wir auch so verwenden.
00:59:32: Oder zum Beispiel jetzt kommt bald die Zeit der Baumplätter.
00:59:36: für alle, die sagen, ich traue mich nicht!
00:59:38: Und da unten hat vielleicht der Hund hingepiedelt und so... Okay total fein kann ich verstehen wenn da eine Abwehrreaktion da ist.
00:59:46: aber jetzt kommt zum Beispiel im Moment hier vorm Haus treibt die Linde ganz frisch aus.
00:59:50: wunderbare hellgrüne Lindenplätter voller Schleimstoffe ganz vieler Mineralstoffe und ein Baum, den man zum Beispiel ganz lange genommen hat um Baummehl herzustellen.
01:00:03: Heute für uns kein Thema mehr weil Korn ist total günstig.
01:00:06: macht man Mehl draus.
01:00:07: aber es gab Zeiten da waren die Kornjahre nicht so gut und dann hat man geguckt woraus kann ich noch Mehl machen?
01:00:13: Und die Linde ist zum Beispiel im Blattern.
01:00:15: hat man wirklich Pflanzenmehle daraus hergestellt durch diese Schleimstoffe?
01:00:20: das bindet auch ganz wunderbar in den Kuchen.
01:00:22: Das geht hervorragend!
01:00:24: Aber auch ein tolles Salat hat tausendmal mehr Inhaltsstoffe als jeder Kopfsalat und wächst jetzt einfach am Baum.
01:00:31: Frische Blätterabflücken ab in den Salat haben sowas ganz, die sind auch am Anfang überhaupt nicht bitter und faserig sondern ja also einfach mal anfangen vielleicht irgendwo daneben eine Kräuterführung mitmachen weil ich finde man darf das schon einmal live erlebt haben.
01:00:49: irgendwie nur ein Buch zu lesen kann motivierend sein.
01:00:54: Aber wirklich mal, man muss das mal gesehen und grochen gefühlt haben.
01:00:58: Da hat man einfach irgendwie ganz andere Bezüge dazu.
01:01:01: Total!
01:01:01: Viel geredet.
01:01:02: Tut mir leid, weil es nicht nur Einsatz ist.
01:01:06: Ja, Jana, wenn unsere Zuhörerinnen Interesse haben mehr darüber zu fahren über dich und deine Arbeit?
01:01:12: Wo finden sie dich denn?
01:01:14: Einfach auf meiner Homepage auf grünsein.de.
01:01:18: Ansonsten teile ich tatsächlich ganz viel auf Instagram... einfach mal zwischendurch irgendwie rein plappern.
01:01:24: Was kann in welches Kraut?
01:01:25: Was habe ich heute gefunden, da werden auch ganz viele Rezepte geteilt.
01:01:30: Ansonsten haben wir auch diverse Onlinekurse für Einsteiger wirklich diese zwei Jahre verfügbar.
01:01:37: das heißt man kann die Kräuter-Tour immer wieder digital mit mir machen.
01:01:41: aber da gehen wir eben auch im Kurs auf die Verarbeitungsmöglichkeiten.
01:01:45: wie mache ich jetzt eine Tinktur?
01:01:47: Wie mache ich ein Oxymail?
01:01:48: was ist ne Sohle?
01:01:49: warum muss ich?
01:01:50: brauche ich da einen Alkohol und dafür vielleicht lieber ein Salz und so, genau.
01:01:54: Und für alle die vielleicht sagen ich würde gerne einfach nur mal so mir noch ein bisschen ins Beholen kam es ganz neu.
01:02:01: ein kleines Buch von mir raus.
01:02:02: das sind die wilden Helden und das finde ich absolut für alle, die einfach einsteigen wollen.
01:02:07: da sind zehn bekannte Wildpflanzen drin.
01:02:09: was sie für uns tun können und wie sie so auf einfache Art und Weise ihren Weg in unseren Alltag finden Oder zum Kurs vorbeikommen geht auch.
01:02:18: Also ich habe auch Ausbildung und so Wochenendskurse, bin hier am Bodensee also es lohnt sich immer für den Aufflug.
01:02:24: Genau vielleicht ist da
01:02:27: jemand dabei.
01:02:31: Das war super spannend!
01:02:33: Vielen vielen Dank für die Reise in die Pflanzenwelt, für die Einführung und für deine wertvollen Tipps.
01:02:43: Die Zuhörerinnen haben gehört.
01:02:44: sie können bei dir.
01:02:46: Ich bedanke mich für heute.
01:02:48: Das war superinteressant, vielen Dank!
01:02:51: Vielen Dank vor allen Dingen fürs Nachfragen und mal wieder nachfragen warum die Natur und die Kräuter so wichtig für uns sein können.
01:02:59: Danke.
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